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21.06.2006
Regelmäßige Vorwürfe laufen ins Leere
BPI zum Arzneimittel-Report der Gemünder Ersatzkasse
Die Parlamentarische Staatssekretärin Marion Caspers-Merk hat anlässlich der
Vorstellung des Arzneimittelreports der Gemünder Ersatzkasse
(GEK) Verschwendung in Milliardenhöhe bei der Verordnung von
Medikamenten beklagt. Hierzu erklärte Henning Fahrenkamp,
Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie:
"Alle Jahre wieder bläst die GEK und das Ministerium zur Jagd auf die
Pharmabranche und wirft Ärzten angeblich verschwenderisches
Verordnungsverhalten vor. Statt endlich nachhaltige Strukturreformen auf den
Weg bringen, wird mit Pauschalvorwürfen jongliert und versucht eine ganze
Branche und einen Berufsstand in die Ecke zu drängen. Die gebetsmühlenartig
jährlich wiederkehrenden Vorwürfe sind so durchsichtig wie haltlos."
Der aktuelle Preiskampf auf dem Generikamarkt zeige, dass sich
die Arzneimittelhersteller aufgrund des Arzneimittel-Spargesetzes (AVWG)
in einem enormen Verdrängungswettbewerb befinden, so Fahrenkamp weiter.
"Die Folge ist eine politisch provozierte Marktkonzentration zu Lasten
der kleineren und mittelständischen Unternehmen, die nur kurzfristig
zu Preissenkungen führen wird. Langfristig wird es in einem
nahezu monopolistischen Markt zu Preiserhöhungen kommen. Die von der
Politik vielbeschworene Förderung und Stützung des Mittelstandes wird hiermit
zum Schaden der Versichertengemeinschaft ins Gegenteil verkehrt".
Der
Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie wies erneut auf den Beitrag der
Pharmaindustrie zur Dämpfung der Arzneimittelausgaben hin. In 2004 waren dies
1,8 Milliarden Euro sowie 560 Millionen Euro in 2005 mit denen die
pharmazeutischen Hersteller das Gesundheitswesen subventionierten. Im 1.
Halbjahr 2006 liegt der Zwangsrabatt bereits bei 147 Millionen Euro und damit
über dem Vorjahreszeitraum, erklärte Fahrenkamp.
Der Bundesverband der
Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner 50jährigen
Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung, -zulassung und
-vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf
nationaler und internationaler Ebene. Über 280 Unternehmen mit etwa 73.000
Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische
Pharma-Unternehmen, Pharma-Dienstleister, Unternehmen aus dem Bereich der
Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel und
der Homöopathie/Anthroposophie.
Ihr Ansprechpartner: Wolfgang
Straßmeir, Tel. 030/27909-131, wstrassmeir@bpi.de
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