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Information zu allergischen Erkrankungen

Allergie vom Soforttyp - Typ I-Allergie

Bei der Soforttyp-Allergie wird die allergische Reaktion meist unmittelbar nach der Aufnahme des Allergens in den Körper oder dem Kontakt mit den Schleimhäuten (Augen, Nase) wahrgenommen. 20 - 30 Minuten können als häufigste Zeitspanne angenommen werden, aber insbesondere bei Nahrungsmitteln, z.B. Gewürzen oder nach der Einnahme von Arzneimitteln treten die Symptome auch erst nach einigen Stunden auf. Die Auswirkungen können relativ leichter Art sein, z.B. Augentränen oder Hautjucken (Nesselsucht). Augenmerk muss auf solche Reaktionen gerichtet werden, die mit einem sehr starken Wärmegefühl und Hautkribbeln, der Beeinträchtigung des Kreislaufs oder mit Atemnot einhergehen. Notärztliche Hilfe ist hier angezeigt, da die Maximalvariante, der anaphylaktische Schock, zu einem kompletten Kreislaufversagen mit tödlichem Ausgang führen kann.

Zurückzuführen sind die Symptome auf eine übermäßige Bildung von spezifischen Antikörpern, dem Immunglobulin-E (IgE I) durch das Immunsystem. Diese Antikörper heften sich über die Blutbahn an Mastzellen, um dort "ihr" Allergen, z.B. Birkenpollen, "abzufangen". Diese "Brückenbildung" löst über mehrere biochemische Vorgänge an der Zellmembran und im Zellinnern u.a. die Freisetzung von Histamin aus. Histamin und andere Botenstoffe setzen dann den weiteren Entzündungsprozess und die Auslösung von Juckreiz in Gang. Die Antigen-Antikörper-Reaktion kann man sich als Schlüssel-Schloss-Reaktion vorstellen.

Antigen-Antikörper-Reaktion
und Ausschüttung der Botenstoffe

Zu den Erkrankungen vom Soforttyp zählen:

  • Heuschnupfen
  • Allergische Augenbindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Allergisches Asthma
  • Hautausschläge, meist am ganzen Körper (Nesselsucht, Urtikaria)
  • Quincke-Ödem (Anschwellen der Schleimhäute)
  • Unverträglichkeit auf Nahrungsmitteln oder deren Zusatzstoffe
  • Unverträglichkeit auf Arzneimittel
  • Anaphylaktischer Schock.
Jede dieser Reaktionen muss spezifisch behandelt werden. Im wesentlichen verhindern die sogenannten Antiallergika die Freisetzung von Histamin durch IgE. Bei Personen mit bekannter Wespen- oder Bienengiftallergie oder Nahrungsmittelallergien wird der Arzt ein "Notfallset" verordnen. Dieses sollte dann immer bei sich getragen werden. Bei manchen Allergien, z.B. durch Gräserpollen, ist es möglich, eine Besserung durch eine Immuntherapie, Hyposensibilisierung, zu erreichen. Diese Behandlungen sollten von allergologisch geschulten Fachärzten, wie z.B. Hautärzten, durchgeführt werden.
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