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Häufig gestellte Fragen zum Thema Melanom (Schwarzer Hautkrebs)

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Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter der Rubrik Hautkrankheiten/Melanom.
Wie ist ein harmloser Pigmentfleck vom schwarzen Hautkrebs zu unterscheiden?  

Was schützt vor dem schwarzen Hautkrebs?

Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?




Wie ist ein harmloser Pigmentfleck vom schwarzen Hautkrebs zu unterscheiden?

Wer regelmäßig seine Pigmentflecke auf der Haut untersucht, hat ein deutlich geringeres Risiko an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Die meisten Menschen haben eine ganze Reihe von braunen Pigmentflecken auf ihrer Haut - Sommersprossen, Muttermale, Leberflecke - und fast alle diese Flecke sind harmlos. Der Hautarzt kann Ihnen am besten Ihre ungefährlichen Pigmentflecke zeigen und den Unterschied zwischen einem Leberfleck und schwarzem Hautkrebs erklären. Stellen Sie bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs unten genannte Veränderungen fest, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

1. Kriterien zur Früherkennung: Die A-B-C-D-Regel
Die sogenannte A-B-C-D-Regel hilft Ihnen den schwarzen Hautkrebs von gutartigen Hautveränderungen zu unterscheiden:

Asymmetrie des Herdes. Etwa in der Hälfte der Fälle entwickelt sich der schwarze Hautkrebs in einem vorhandenen Leberfleck. In anderen Fällen entwickelt er sich als vollkommen neue Hauterscheinung, die einem Leberfleck ähnlich sehen kann. Ein gutartiger Leberfleck ist jedoch normalerweise symmetrisch und kreisförmig, während der schwarze Hautkrebs gewöhnlich ungleichmäßig und asymmetrisch wächst.


Abb. 1: Leberfleck                       Abb. 2: Leberfleck
(dysplastischer Naevus)              (papulärer Naevus)


Abb. 3: Spindelzellnävus             Abb. 4: Spindelzellnävus
(gutartig)                                     (gutartig)


Abb. 5: Melanom

Wir danken Herrn Dr. Kirchesch, Hautarzt, Pulheim für die Bereitstellung der klinischen Bilddokumentation.

Begrenzung unregelmäßig. Gutartige Veränderungen der Haut grenzen sich in aller Regel scharf von der umgebenden Haut ab. Der schwarze Hautkrebs hingegen hat häufig einen eingekerbten oder undeutlichen Rand, der auf das weitere Wachstum und Ausbreiten des Krebses hinweisen kann.

Color, Farbveränderungen. Eines der frühesten Zeichen für den schwarzen Hautkrebs können Farbveränderungen innerhalb des Pigmentfleckes sein. Da der schwarze Hautkrebs innerhalb von Pigment-bildenden Zellen entsteht, ist er häufig unregelmäßig dunkelbraun bis schwarzbraun, auch mit rötlichen, weißen und grauen Zonen gefärbt.

Durchmesser. Ein Durchmesser von mehr als 6 Millimetern (die Größe eines Bleistiftradiergummis) ist verdächtig. Der schwarze Hautkrebs beginnt als kleine Hautveränderung. Hat er eine Größe von 6 Millimetern erreicht, sollten weitere Kriterien für Bösartigkeit erkennbar sein. Egal wie groß die Veränderung ist, jeder verdächtige Pigmentfleck sollte am besten von einem Hautarzt untersucht werden!

2. Kriterien zur Früherkennung: Die Art des Wachstums
Der schwarze Hautkrebs neigt dazu stufenweise zu wachsen:
  • Meistens ist der schwarze Hautkrebs zunächst flach und breitet sich seitwärts auf der Hautoberfläche aus. In diesem frühen Stadium, das ein bis fünf Jahre und länger dauern kann, hat die operative Entfernung des Krebses eine sehr gute Heilungschance.
  • Pigmentflecke, die sich im zeitlichen Verlauf von der Hautoberfläche erheben oder kuppelförmig wachsen, weisen darauf hin, daß sie auch in tiefere Hautschichten eindringen.
Jede Veränderung, die sehr schnell an Größe zunimmt oder teils flach, teils erhaben wächst oder juckt, sollte umgehend am besten von einem Hautarzt begutachtet werden.

3. Kriterien zur Früherkennung: Lokalisation
Schwarzen Hautkrebs findet man bei Männern bevorzugt am Kopf, Hals und Stamm. Bei Frauen sind häufiger die Arme oder Beine betroffen. Grundsätzlich kann jedoch bei beiden Geschlechtern jede Hautstelle am gesamten Körper betroffen sein. Gerade an "untypischen" Stellen, die schwer zu untersuchen sind (Kopfhaut, Rücken), kann der schwarze Hautkrebs länger übersehen werden. Weniger häufig befallenen Hautstellen sind zum Beispiel: Finger, Handflächen, Fußsohlen, Genitalien, Lippen, unter den Finger- oder Zehennägeln. Sehr selten kann der schwarze Hautkrebs auch im Bereich der Mundschleimhaut, der Regenbogenhaut oder Netzhaut des Auges und des Augenhintergrundes auftreten.




Was schützt vor dem schwarzen Hautkrebs?

1. Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs
Es gibt ein sehr einfaches und wirksames Mittel, um Hautkrebs im Frühstadium zu erkennen: Untersuchen Sie regelmäßig und systematisch Ihre Haut vom Kopf bis zu den Fußsohlen auf verdächtige Pigmentflecken.
Hier ist eine Anleitung zur Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs. Alles was Sie dafür benötigen ist ein Ganzkörperspiegel, ein Handspiegel, einen gut beleuchteten Raum und unter Umständen einen Haartrockner. Sie können sich alleine untersuchen oder zusammen mit Ihrem Partner.
  • Untersuchen sie gesamte Körpervorder- und rückseite im Spiegel, danach die rechte und linke Körperseite mit angehobenen Armen.
  • Beugen Sie die Ellenbogen und kontrollieren Unterarme, Oberarme und Hände.
    Schauen Sie sich die Rückseite Ihrer Beine, den Füßrücken, die Fußsohle und die Zehenzwischenräume an.
  • Vergessen Sie nicht die Rückseite des Kopfes und Halses. Scheiteln Sie die Haare - zum Beispiel mit einem Haartrockner - für einen besseren Blick auf die Kopfhaut.
    Abschließend kontrollieren Sie noch die Lendengegend, das Gesäß und den Genitalbereich mit dem Handspiegel.
  • Wenn Sie bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung Veränderungen finden, die Sie für schwarzen Hautkrebs halten, machen Sie unbedingt Ihren Arzt darauf aufmerksam. Die frühzeitige Diagnose kann Leben retten!
2. Achtung Sonne!
Der beste Weg um eine Vielzahl von Hautschäden zu vermeiden ist, der Sonne aus dem Weg zu gehen. Daneben gelten für Sonnenbäder folgende Richtlinien:

Meiden Sie direkte Sonnenstrahlen vor allem zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr. In dieser Zeit setzt die Sonne ca. 80 Prozent der Gesamt-UV-Dosis eines Tages frei.
Meiden Sie reflektierende Oberflächen wie Wasser, Sand, Beton, weiß gemalte Flächen. (Wolken und Nebel schützen nicht, sondern können im Gegenteil die UVB-Strahlung noch erhöhen).
Die Höhe der UV-Strahlung hängt vom Einfallswinkel der Sonne ab, nicht von der Hitze oder Helligkeit. Um den Sommeranfang ist damit die Gefahr am größten und zwei Monate davor (April) genauso groß wie zwei Monate danach (August).
Je höher auf der Erde man sich befindet, desto schneller bekommt man einen Sonnenbrand.
Meiden Sie künstliche UV-Strahlen (Solarien, Heimsonne).

3. Sonnenschutzmittel verwenden

Verwenden Sie bei jedem Sonnenbad ein Sonnenschutzmittel (Lotion, Gel, Creme,                Lippenschutzstift) mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 15. Idealerweise sollte das Mittel sowohl UVA- als UVB-Strahlen blocken.
Verwenden Sie das Sonnenschutzmittel korrekt indem sie es im Schatten und alle zwei Stunden erneut auftragen. Aber Achtung: Nachcremen verlängert nicht die Schutzwirkung, sondern erhält sie nur.

4. Schützende Kleidung tragen

Jeder, vor allem Kinder, sollte in der Sonne einen Hut mit breitem Rand tragen.
Die Kleidung sollte locker am Körper sitzen, ungebleicht und engmaschig sein.
Geeignete Sonnenbrillen schützen die Augen vor UVB- und UVA-Strahlung.




Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?

1. Ultraviolette Strahlen (UV) und Sonnenlicht
Initial schädliche Effekte des Sonnenlichts oder "künstlicher" UV-Bestrahlung (Solarien): Der Zusammenhang zwischen Sonnenstrahlung und Hautkrebs kann nicht genug betont werden. Wenn Sonnenlicht die oberen Hautschichten durchdringt, bombardieren ultraviolette Strahlen (UVA und UVB) das genetische Zellmaterial - die DNA - und schädigen es.
  • UVB ist verantwortlich für den Sonnenbrand und trifft vor allem auf die oberen Hautschichten.
  • UVA gelangt tiefer in die Haut.
Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen verursachen Hautschäden und sind verantwortlich für Defekte am genetischen Material, Hautfalten, Immunschwäche, Hautalterung, Hauterkrankungen und Hautkrebs.

Schutzmaßnahmen der Haut: Die Haut schützt sich vor den schädlichen UV-Strahlen durch verschiedene Mechanismen:
  • Als Antwort auf vermehrte UV-Strahlung bildet die Haut mehr Melatonin. Dabei handelt es sich um ein von Melanozyten gebildetes braun-schwarzes Pigment.
  • Enzyme in der Haut versuchen die Schäden an der DNA zu reparieren.
  • Reichen diese Mechanismen nicht aus, um die Haut zu schützen, durchlaufen geschädigte Zellen einen Prozeß, der letztendlich zu ihrem Untergang führt (sichtbares Zeichen dieses Vorganges ist das Schuppen der Haut nach einem Sonnenbrand).
UVB- und UVA-Strahlen tragen zur Entstehung von Hautkrebs bei. Der exakte Mechanismus ist allerdings bislang noch nicht vollständig aufgeklärt.

2. Genetische Faktoren
Eine Reihe von genetischen Faktoren werden zur Zeit auf ihre Rolle in der Melanom-Entstehung untersucht.

3. Alter
Mit dem Alter nimmt die Fähigkeit unseres Körpers beginnende Tumoren zu bekämpfen ab.

4. Ozon
Ozon ist keine direkte Ursache für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs. Es gibt jedoch einen indirekten Zusammenhang zwischen Ozon und der Zunahme an schwarzem Hautkrebs in den letzten Jahren:
  • Die Abnahme der Ozonschicht in der oberen Atmosphäre erhöht den Anteil schädlicher UV-Strahlung die die Erde erreicht.
  • Das luftverschmutzende Ozon in der unteren Atmosphäre fördert die Freisetzung schädlicher freier Radikale.



Die Abbildungen sind mit freundlicher Genehmigung aus Broschüren der Kommission zur Früherkennung und Prävention von Hautkrebs entnommem. Diese Arbeitsgemeinschaft wird unterstützt von: Deutsche Krebshilfe e.V.

Folgende Broschüren sind erhältlich in der Geschäftsstelle der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V.
Postfach 100745
20005 Hamburg

- Achtung, Sonne. Eine Packungsbeilage für die ganze Familie.
- So schützen Sie sich vor dem schwarzen Hautkrebs.
- Der kleine Sonnenreiseführer.
- Selbstverteidigung für Solariengänger.
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