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Informationen zum Thema Ekzem
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Chronisch-allergisches
Kontaktekzem |
Ursache
Der Begriff "Ekzem" beschreibt eine große Anzahl von akut und
chronisch entzündlichen Hautreaktionen. Sie können durch eine
individuelle Veranlagung bedingt sein und durch bekannte oder
unbekannte Reizstoffe ausgelöst werden; d.h. sie sind allergisch oder
toxisch bedingt. Ekzemerkrankungen sind nicht infektiös und damit auch
nicht ansteckend.
Symptome
Je nach Ekzemart: Rötung, Schwellung (Ödem), Bläschen, Schuppung,
Knötchen, Krusten, bei chronischen Ekzemen Rötung, Schuppung und
Lichenifikation (Vergröberung der Hautfelderung). Ekzeme gehen häufig mit Juckreiz einher.
Erste Maßnahmen
Keine eigenen Therapieversuche! Beratung durch einen Hautarzt suchen.
Besonderheiten
Die Klärung der Ursachen ist anzustreben, Komplikationen können durch frühe Behandlung vermieden werden.
Ekzemerkrankungen sind sehr häufig; nach größeren Statistiken sind 15
-25% aller Patienten mit Hautkrankheiten betroffen. Ekzeme können an
jeder Körperregion und in vielfältiger Ausprägung auftreten.
Im dermatologischen Sprachgebrauch hat sich die Zuordnung der Ekzeme in
akute, mit einer raschen Rückbildungsfähigkeit, und
chronische Ekzeme, mit eher geringer spontanen Rückbildung, bewährt.
Zum Teil wird auch die Bezeichnung "Dermatitis" als Synonym für ein akutes Ekzem verwendet.
Von einer Ekzematisation spricht man, wenn sich ein Ekzem auf dem Boden anderer Hautkrankheiten entwickelt.
Hautärzte klassifizieren zudem folgende Ekzemformen:
- Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
-
Akutes oder chronisches Kontaktekzem (Toxisch oder allergisch)
-
Seborrhoisches Ekzem
-
Nummuläres Ekzem (durch Mikroorganismen verursacht)
Atopisches Ekzem
Das atopische Ekzem ist eine chronische bzw. chronisch-rezidivierende,
entzündliche Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, welche erblich
verankert ist und oft mit anderen atopischen Erkrankungen, wie
allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis und allergischem
Asthma bronchiale zusammen vorkommt. Die Häufigkeit von atopischen
Erkrankungen beträgt ca. 5 bis 20%, davon leiden etwa 50% der
Patienten unter einem atopischen Ekzem.
Das klinische Bild variiert in Abhängigkeit vom Lebensalter. Bei
Säuglingen und Kleinkindern finden sich vorwiegend entzündliche-nässende oder entzündlich-krustöse Hautveränderungen an Wangen, Gesicht
und am behaarten Kopf, während bei Jugendlichen und Erwachsenen
pruriginöse oder lichenoide Papeln und/oder Lichenifikation
(Vergröberung des Hautreliefs) im Gesicht, am Hals, im Brustbereich, am
Schultergürtel, an den großen Gelenkbeugen und am Handrücken im
Vordergrund des klinischen Erscheinungsbildes stehen. Führende Symptome
sind ausgeprägter Juckreiz und trockene Haut.
Weitergehende Information erhalten Sie bei Patienteninformation zum Thema Neurodermitis.
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Atopisches Beugenekzem /
Neurodermitis |
Atopisches Beugenekzem /
Neurodermitis |
Akutes oder chronisches Kontaktekzem
Verschiedenen Studien zufolge liegt die Prävalenz des Kontaktekzems
(toxisch und allergisch) in der Gesamtbevölkerung bei 1,5 bis 5,4%. Der
Kontakt mit verschiedensten Substanzen der Umwelt kann zu einem solchen Ekzem führen. Abhängig von der Konzentration der Noxe (Reizstoff)
sowie der Expositionsdauer können akute, subakute oder chronische
toxische Ekzeme auftreten. Für die Akuität allergischer Kontaktekzeme
ist ebenfalls die Expositionsdauer, jedoch nicht primär die
Konzentration entscheidend.
Der häufigste Grund für das Entstehen des Kontaktekzems ist eine
vorbestehende Hautschädigung. Jeder Prozeß, der die Hautbarriere
schädigt (z.B. häufiger Gebrauch alkalischer Seifen, Kontakt mit
organischen Lösungsmitteln) kann zu einer nicht-immunologischen,
entzündlichen Reaktion führen. Wiederholte Exposition zu primär nicht
irritierenden Konzentrationen einer einwirkenden Substanz (Noxe) kann
ein chronisch-kumulatives toxisches Kontaktekzem induzieren. Als
Auswirkung kommt es zu einer "Abnutzung" der Haut.
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| Exsikkationsekzematoid |
Akut allergisches Kontaktekzem |
Das allergische Kontaktekzem kann sich bei jedem Individuum
entwickeln, z.B. bei Exposition gegenüber obligaten Allergenen. Jedoch
spielt eine individuelle Veranlagung bei kutanen und systemischen
Immunreaktionen eine wichtige Rolle. Veränderungen der Hautbarriere
können Allergenen das Eindringen in die Epidermis (obere Hautschicht)
erleichtern.
Tipps
Vorbeugen
- Der beste Schutz zur Vermeidung eines Kontaktekzems, ist eine gut
funktionierende Hautbarriere. Haben Sie z.B. häufig Kontakt mit Wasser,
Seifen, Reinigungsmitteln, Lösungsmitteln, dann helfen Sie Ihrer Haut,
sich zwischendurch zu erholen. Verwenden Sie häufig Salben oder Cremes.
Beim Eincremen der Hände vergessen Sie nicht die Fingerzwischenräume.
- Tragen Sie bei der Arbeit z.B. Schutzhandschuhe? Auch in den
Handschuhen schwitzen die Hände. Wechseln Sie möglichst oft die
Handschuhe. Lassen Sie das gerade getragene Paar gut trocknen, bevor
Sie es wieder anziehen. Auch hier gilt: Hände fetten!
Seborrhoisches Ekzem
Mit einem Anteil von 1 bis 3% in der Gesamtbevölkerung ist das
seborrhoische Ekzem eine häufige Hauterkrankung. Hierbei handelt es
sich um eine chronische entzündliche Dermatose, die durch scharf
begrenzte, schuppende Hautveränderungen gekennzeichnet ist. Diese
befinden sich in Bereichen, die reich an Talgdrüsen sind; bevorzugt
z.B. an der Kopfhaut und im Gesicht. Die Hauterkrankung tritt auch am
Stamm, insbesondere im oberen Brust-Bereich auf. Hefepilze der
Pityrosporum-Gruppe wird eine Rolle in der Pathogenese zugesprochen,
sie sind jedoch nur einer von verschiedenen Faktoren.
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| Seborrhoisches Ekzem |
Nummuläres Ekzem
In der Gesamtbevölkerung tritt das nummuläre Ekzem mit einer Häufigkeit
von 0,1 bis 0,4% auf. Gewöhnlich sind ältere Erwachsene im 50. - 70.
Lebensjahr betroffen. Das nummuläre Ekzem ist durch münzgroße
Hautveränderungen mit Rötung und Schuppung, die häufig nässen
charakterisiert. Bevorzugt kommt es an den Extremitäten (Arme, Beine)
vor, aber auch der Stamm kann betroffen sein. Dem Ekzem kann u.a. eine
mikrobielle Ursache zugrunde liegen. Manchmal finden sich andere
Infektionsherde wie chronische Bronchitis, chronische Mandelentzündung,
für die aber ebenso wenig wie für eine bestehende Atopie eine
eindeutige Ursache zugewiesen werden kann.
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| Nummuläres Ekzem |
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