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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Flöhe

Katzenfloh
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Flohbisse
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Allgemeines
Weltweit gibt es etwa 1600 bis 2000 verschiedene Floharten, in Mitteleuropa sind es ca. 80. Nur fünf bis zehn dieser Floharten sind von medizinischer Bedeutung. Dazu zählen der Menschenfloh (Pulex irritans), der Hundefloh (Ctenocephaloides canis) und der Katzenfloh (Ctenocephaloides felis). Daneben gibt es noch Vogel- und Nagerflöhe wie den Pestfloh (Xenopsylla cheopis), der bei Ratten vorkommt, oder Hühnerflöhe (z. B. Echidnagehaya gallinacea).
Der Menschenfloh ist weltweit verbreitet. Bei uns ist er – dank guter Wohnungshygiene und vielleicht auch dank des Staubsaugers - inzwischen jedoch eher selten zu finden. Häufiger plagen den Menschen dagegen Hunde- und Katzenflöhe, die zufällig und kurzfristig auch den Menschen befallen, wenn ihnen ihr gewohntes Wirtstier fehlt.
Flöhe sind in der Regel nicht sehr wirtsspezifisch. So befallen Menschenflöhe unter anderem auch Hunde, und Hundeflöhe gehen auch auf Katzen oder andere Säugetiere über.
Aussehen der Flöhe
Flöhe sind gelbbraune bis schwarze Insekten (drei Beinpaare), mit einer Länge von wenigen Millimetern. Ihr Körperbau ist besonders gekennzeichnet durch den flachen Rumpf, den kleinen Kopf und die langen Sprungbeine. Durch ihren flachen Körper können sie sich besonders gut im Fell ihrer Wirtstiere fortbewegen. Tote Flöhe sehen aus, als seien sie platt gedrückt worden. Am Kopf befinden sich ein Stechsaugrüssel und sehr kurze Fühler. Augen können fehlen.
Die einzelnen Floharten lassen sich mit dem bloßen Auge nicht auseinander halten. Unter dem Mikroskop betrachtet kann man sie jedoch z. B. daran unterscheiden, dass einige Arten mehr, andere weniger Borsten am Rücken oder am Kopf aufweisen.
Besonderheiten
Flöhe haben keine Flügel, können mit ihren langen Hinterbeinen aber sehr weit springen. Der Menschenfloh zum Beispiel kann bis zu 20 cm hoch und 35 cm weit springen.
Die erwachsenen Flöhe ernähren sich vom Blut ihrer Wirtstiere. Für die Weibchen ist die Blutmahlzeit wesentlich, damit sie Eier legen können. Wenn möglich, stechen Flöhe ihren Wirt mehrmals täglich. Sie können aber auch monatelang hungern.
Wenn sie sich nicht im Fell ihrer Wirtstiere befinden, halten sie sich gerne im Dunkeln unter Teppichen, in feuchten Nischen sowie Wand- oder Bodenritzen auf, die sie nur zur Nahrungssuche verlassen.
Lebenszyklus der Flöhe
Das Weibchen des Menschenflohs legt in seinem etwa 1,5 Jahre dauernden Leben etwa 450 länglich weiße Eier, die es einfach fallen lässt. Katzenflohweibchen können sogar bis zu 1000 Eier legen.
Aus den Eiern, die meist in der Nähe der Lagerstätte des Wirtes z. B. in Bodenritzen oder im Staub zu finden sind, schlüpfen nach etwa 14 Tagen Larven. Die Larven der Flöhe haben noch keine Beine und saugen auch noch kein Blut. Sie ernähren sich z. B. von getrocknetem Blut, das beim Blutsaugen der erwachsenen Tiere freigesetzt wird sowie von Hautschuppen, Exkrementen etc.
Innerhalb von drei bis sechs Wochen entwickeln sich über drei Larvenstadien und ein Puppenstadium die erwachsenen Tiere (Imago). Allerdings kann das Puppenstadium in unbewohnten Räumen auch bis zu einem Jahr andauern. Damit sich aus den Eiern später die erwachsenen Tiere entwickeln können, ist eine hohe Luftfeuchtigkeit notwendig. Außerdem spielt die Temperatur eine Rolle. So können sich Flöhe im Sommer schneller entwickeln als im Winter.
Flöhe können Krankheiten übertragen
Flöhe, wie zum Beispiel der Menschenfloh, können beim Blutsaugen den Erreger der Pest übertragen. Die bakteriellen Erreger werden von den Flöhen in der Regel beim Stechen von Nagetieren aufgenommen. So kommt es in größeren Abständen immer wieder zu Pest-Epidemien (z. B. in Asien).
In subtropischen oder tropischen Gebieten können Rattenflöhe außerdem Fleckfieber übertragen (auch bekannt unter der Bezeichnung Rattentyphus oder Flecktyphus).
Auch Ratten- oder Zwergbandwürmer können durch Flöhe übertragen werden.
Symptome
Flöhe stechen meist nachts. Die Stiche selbst sind schmerzlos, jedoch führt der Speichel der Flöhe, der beim Saugakt in die Haut gelangt, zu allergischen Reaktionen. Einige Minuten später sind die Stiche auf der Haut als kleine dunkle/rote Punkte erkennbar, die von einem geröteten und geschwollenen Hof umgeben sind. Da der Floh sich beim Blutsaugen leicht gestört fühlt, sticht er bei einer Person oft häufig hintereinander zu, so dass man typischerweise viele Stiche nebeneinander gruppiert oder linear angeordnet vorfindet. Während die Rötung relativ bald zurückgeht, kann der Juckreiz tagelang anhalten. Wie stark die Hautreaktion ausfällt, hängt von der individuellen Empfindlichkeit der betroffenen Person ab. Durch Kratzen kann es zu Sekundärinfektionen kommen.
Diagnose
Flöhe befinden sich nur zum Stechen auf dem Menschen und sind daher bei Auftreten der Hautreaktionen meist nicht mehr zu finden. Typisch für Flohstiche ist die lineare bzw. gruppierte Anordnung ihrer Stiche. Hinweisend ist ein Flohbefall von Haustieren oder Auftreten von Flöhen in der Wohnung
Behandlungsmöglichkeiten
Zunächst einmal sollte die Quelle des Flohbefalls ausfindig gemacht werden. Befallene Haustiere können mit Präparaten behandelt werden, die Insektizide enthalten und speziell zur Anwendung bei Tieren entwickelt wurden. Hierzu sollte man sich beim Tierarzt und/oder in der Apotheke erkundigen. Bei Flöhen in der Wohnung sollten die Schlaf- und Wohnräume von dafür ausgebildeten Fachpersonen entwest werden (ein professioneller Kammerjäger kann über das Gesundheitsamt vermittelt werden). Da die Puppen und Eier der Flöhe unempfindlich gegenüber den Insektiziden sind, kann manchmal eine zweite Raumentwesung notwendig sein.
Der Menschen wird nicht mit Insektiziden behandelt, da Flöhe sich nicht ständig auf dem Menschen befinden. Er bekommt Medikamente, die gegen den Juckreiz und die Hautrötung- und –Schwellung helfen (z. B. Zinkoxidschüttelmixtur, Gerbstoffe, Glukokortikoide, Antihistaminika). Sind die Stiche bzw. Kratzwunden mit Bakterien infiziert, wird zusätzlich mit Desinfektionsmitteln (Antiseptika) behandelt.
Was Sie selbst tun können
- Flohplagen gehen in unseren Breiten meist von Tieren oder ihren Nestern, Ställen oder Lagerstätten aus. Daher müssen zunächst einmal die befallenen (Haus-) Tiere mit geeigneten Präparaten behandelt werden. Frage Sie hierzu in Ihrer Apotheke bzw. bei Ihrem Tierarzt nach. Auch das Lager der Tiere, sowie Decken, Polstermöbel, Kissen und Teppiche sollten Sie heiß waschen, reinigen oder gegebenenfalls vernichten.
- Reinigen Sie Kleidung/Wäsche für mindestens 10 Minuten bei 60 °C.
- Saugen Sie Fußböden, Teppiche und Polstermöbel gründlich ab und entsorgen Sie anschließend den Staubsaugerbeutel; verschließen Sie den Staubsaugerbeutel hierzu luftdicht in einem Plastiksack, bevor sie ihn wegwerfen.
- Um die Flöhe vom Stechen abzuhalten, kann es helfen, sich mit Insekten abweisenden Präparaten (sog. Repellents) einzureiben.
Quellen:
- Mehlhorn H et al. Diagnostik und Therapie der Parasitosen des Menschen. 2. Aufl. Stuttgart, Jena, New York: Gustav Fischer Verlag; 1995.
- Rufli T. Epizoonosen. In: Braun-Falco o et al (Hrsg.). Dermatologie und Venerologie. 5. Aufl. Heidelberg: Springer Medizin Verlag; 2005.
- Höger PH. Kinderdermatologie. 2. Aufl. Stuttgart: Schattauer GmbH; 2007.
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