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Informationen zum Thema Haarausfall

Haarausfall

Ursache
Zahlreiche Faktoren können zu verschiedenen Formen von Haarwachstumsstörungen führen. Am häufigsten verbreitet sind erblich und hormonell bedingte Formen des Haarausfalls. Oft können auch organische Erkrankungen, Medikamente, Spurenelementmangel, Haarbodenerkrankungen und psychische Belastung die Ursache bilden.

Symptome
Ein Haarverlust von mehr als 100 Haaren pro Tag. Bei Verdacht Auszählen der ausgefallenen Haare beim Kämmen.

Erste Maßnahmen
Keine eigenen Therapieversuche. Abklärung durch den Hautarzt.

Besonderheiten
Die Diagnose eines Hautarztes gibt Aufschluss über die Form des Haarausfalls, deren möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Der Rat des erfahrenen Dermatologen erspart die Anwendung zweifelhafter Produkte.

Weitere Informationen
Haarausfall gehört zum natürlichen Regenerationsprozess des menschlichen Haarwuchses. Täglich fallen zwischen 80 und 100 Haare aus und werden wieder ersetzt. Jedes der 100.000 bis 150 000 Kopfhaare hat seinen eigenen Wachstumszyklus.
Zu jeder Zeit befinden sich etwa 80 % der Haare in der Wachstumsphase (Anagenphase), die etwa 3 bis 6 Jahre andauert. Das Haar ist fest verankert und kann nur durch starken Zug und unter Schmerzempfinden ausgerissen werden. Durchschnittlich wächst ein Haar in dieser Phase etwa 1 cm pro Monat. Nach der Wachstumsphase folgt die nur wenige Tage dauernde Übergangsphase (Katagenphase). Die Zellteilungen in der Haarzwiebel verringern sich, das Haar wächst nicht mehr und geht über in die Ruhephase (Telogenphase). Die Ruhephase erstreckt sich über einen Zeitraum von 3 - 4 Monaten. Während dieser Phase fällt das Haar bereits durch leichte mechanische Einflüsse (Kämmen, Waschen) aus oder wird durch das nachwachsende Haar eines neuen Zyklus herausgeschoben.
Kurzfristig vermehrter Haarausfall ist kein Anlass zur Sorge. In bestimmten Phasen - z. B. Frühjahr und Herbst - können vorübergehend mehr Haare ausfallen. Auch bei der Haarwäsche fallen mehr Haare aus als sonst.
Erkennbar wird ein relevanter Haarverlust erst, wenn 60 % der ursprünglich vorhandenen Haare verloren gegangen sind.


Häufigste Ursachen für Haarausfall:

  • Hormonell bedingter Haarausfall beim Mann (androgenetische Alopezie), meist auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen. 
  • Bei Frauen können hormonelle Schwankungen z.B. während der Stillzeit und in den Wechseljahren zu übermäßigen Haarausfall führen. 
  • Mechanische Beanspruchung (z.B. Zugwirkung streng abgebundener Haare), Druckeinwirkung (Bettlägerigkeit) oder chemische Belastung (z.B. Dauerwellen oder Färbungen). 
  • Arzneimittelnebenwirkungen (Zytostatika). 
  • Infektions-/fieberhafte Erkrankungen. 
  • Psychische Ursachen (Depressionen, Examensstress). 
  • Eisen- oder Zinkmangel. 
  • Schilddrüsenfehlfunktion, Diabetes. 
  • Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementmangel

Wann Sie zum Arzt müssen:

  • Bei auffälligen Haarausfall, deren Ursache Ihnen unbekannt ist.
  • Um Grunderkrankungen und Mangelzustände auszuschließen.  
  • Bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata). 
  • Bei Haarbodenerkrankungen.


Therapie:

Haarausfall beim Mann:
Verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente stehen hier zur Verfügung über die Sie Ihr Arzt genauer informieren wird. Eine hormonelle Therapie wird bei Männern nicht durchgeführt, da als Nebenwirkung Verweiblichungserscheinungen (u.a. Brustwachstum) und Erektionsprobleme auftreten können.

Haarausfall bei der Frau:
Die Einnahme von Hormonpräparaten sowie bestimmten Enzymhemmern und die äußerliche Anwendung von Kortikosteroiden, Hormonen und durchblutungsfördernden Substanzen werden zur Behandlung des Haarausfalls bei Frauen eingesetzt.

Kosmetische Behandlungsmöglichkeiten:
Neben den oben genannten Therapieverfahren werden auch kosmetische Produkte zur Reduzierung des Haarausfalls eingesetzt. Insbesondere die Anwendung von durchblutungsfördernden Mitteln kann zu einer Verbesserung der Nährstoffversorgung der Haarwurzel beitragen. So können optimale Wachstumsbedingungen geschaffen werden.
Grundsätzlich sollten sich Betroffene von Ihren Arzt oder Apotheker über die Chancen und Risiken der unterschiedlichen Behandlungsformen beraten lassen.

Tipps

  • Bei Verdacht auf vermehrten Haarausfall sollte einen Tag nach kräftigem Waschen der Haare mit dem Sammeln begonnen werden. Alle Haare, die man erwischen kann werden am besten täglich über eine Woche in einem Briefumschlag gesammelt. Als erster Hinweis kann das Kopfkissen zu Rate gezogen werden.
  • Alle, die häufig Pferdeschwänze tragen, sollten sich für eine andere Frisur entscheiden, wenn ihnen vermehrt die Haare ausgehen. Denn: Bei dieser Frisur wird ständig an den Haarwurzeln gezogen, so dass die Haare ausfallen können.
  • Wer merkt, dass er nach Stresssituationen zu Haarausfall neigt, sollte Entspannungsübungen zum täglichen Muss machen!
  • Bürsten oder kämmen Sie Ihr Haar immer sanft und nicht zu häufig. Verwenden Sie Bürsten oder Kämme ohne scharfe Kanten. Diese können die Haaroberfläche schädigen.
  • Langsames Trocknen an der Luft ist das Beste für Ihr Haar. Beim Fönen ist darauf zu achten, dass die Föntemperatur nur lauwarm ist. Lockenstäbe sollten Sie aufgrund der starken Hitze nur sparsam anwenden.
  • Viel frische Luft und eine gesunde und vitaminreiche Ernährung sind auch Garanten für gesundes und schönes Haar.
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