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Informationen zum Thema Hautmilzbrand

Milzbrand (© Copyright 2002 World Health Organization) 
Milzbrand (© Copyright 2002
World Health Organization)

Ursache
Infektion mit Bacillus anthracis.

Symptome
Anfangs eine juckende Papel mit Rötung und Schwellung des umliegenden Gewebes, ähnlich einem Insektenstich. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen entwickelt sich daraus zunächst eine Blase und später ein schmerzloses Geschwür (Ulkus) von 1 bis 3 cm im Durchmesser. Das Ulkus hat ein charakteristisches schwarzes nekrotisches (abgestorbenes) Zentrum (sog. Milzbrandkarbunkel).

Erste Maßnahmen
Bei Verdacht einer Infektion muß unbedingt sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden, da die Behandlung so früh wie möglich begonnen werden muß. Als Mittel der Wahl gelten Antibiotika.

Besonderheiten
Eine direkte Milzbrandübertragung von Mensch zu Mensch ist extrem unwahrscheinlich. Die vorbeugende Einnahme von Antibiotika ohne konkrete Anhaltspunkte für einen Kontakt ist sinnlos - auch bei Reisen in die USA. In Deutschland steht zur Zeit kein Impfstoff gegen Milzbrand zur Verfügung.

Beschreibung
Erreger der Milzbrandinfektion (Anthrax; griechisch: glühende Kohle) ist der Bacillus anthracis. Ein ca. 1-2/1000 mm kleines, stäbchenförmiges, bekapseltes Bakterium. Unter natürlichen Bedingungen kommen die Milzbrand-Erreger im Erdboden vor. Nehmen pflanzenfressende Huftiere (Schaf, Kuh, Ziege, Kamel, Antilope) die Bakterien mit dem Futter auf, erkranken sie an einer schweren, mit einer Blutvergiftung einhergehenden Infektion, die oft den Tod des Tieres zur Folge hat. Die Milz der verendeten Tiere ist vergrößert und sieht häufig wie "verbrannt" aus, daher der Name.

Die Infektion des Menschen erfolgt über kranke Tiere oder durch befallene tierische Produkte. Milzbranderreger wurden leider auch für biologische Waffen gezüchtet. Daher können sie für bioterroristische Anschläge mißbraucht werden.

Je nach Eintrittspforte des Erregers unterscheidet man den Hautmilzbrand (90-95 Prozent der natürlichen Fälle), den Lungen- oder Darmmilzbrand. Nach einem Anschlag können theoretisch alle drei Formen ausbrechen. Beim Hautmilzbrand dringt das Bakterium über kleinere Verletzungen in die Haut an Armen, Händen, Gesicht oder Hals ein. Nach 2-3 Tagen entsteht auf der Haut eine eitrige Entzündung der Haarfollikel (Karbunkel). Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann sich der Erreger oder seine widerstandsfähige Dauerform (Sporen) über das Blut im gesamten Organismus verteilen. Die sogenannte Milzbrandsepsis führt zu Fieber, Schüttelfrost, Hautblutungen, Milzvergrößerung und Kreislaufschock, der schnell tödlich endet.

Die Behandlung muß so früh wie möglich begonnen werden. Als Mittel der Wahl zur Behandlung des Hautmilzbrandes werden Antibiotika (Ciprofloxacin, Penicillin) empfohlen. Das Risiko an Hautmilzbrand zu versterben ist bei ausreichender Therapie sehr gering.

Definition

Milzbrand (Anthrax) ist eine seltene Infektionskrankheit, verursacht durch das Bakterium Bacillus anthracis. Milzbrandsporen sind Dauerformen der Bakterien, die sehr lange infektiös bleiben.

Epidemiologie

Milzbrand kommt weltweit vor, am häufigsten in sogenannten Entwicklungsländern mit intensiver Viehzucht. In Deutschland wurde der letzte Fall von Hautmilzbrand 1994 gemeldet.
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