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Informationen zum Hühnerauge (Klavus)

Definition:
Beim Klavus, der umgangssprachlich auch als Hühner- oder Krähenauge bezeichnet wird, handelt es sich um eine Schwielenbildung aus Horn mit einem mittigen, nach innen gerichteten Sporn. Seine Bezeichnung rührt von der Ähnlichkeit zu einem Vogelauge her.

Ursache:
Hühneraugen entstehen durch andauernden Druck auf knochennahe Haut. Ursächlich sind vorstehende Knochen, Fuß- oder Zehenverformungen sowie zu enges Schuhwerk. Der dadurch entstehende Druck auf den Knochen wird mit einer Neubildung von Hornhaut beantwortet. Die verdickte Hornschicht wiederum drückt dann vermehrt auf den Knochen, was zu Schmerzen führt.

Häufigkeit:
In erster Linie sind Frauen betroffen, meist wegen des zu engen Schuhwerks. Aber auch Diabetiker und Patienten mit Durchblutungsstörungen sowie Rheumatiker haben ein erhöhtes Risiko, Hühneraugen zu entwickeln.

Symptome:
Hühneraugen sind ca. 5-8 mm große und umschriebene Hornhautverdickungen mit einem zentralen Dorn. In erster Linie findet man sie an den Mittelfußköpfchen der Fußsohle oder über den Zehengelenken am Fußrücken. Druck auf den Dorn führt zu Schmerzen. Diese können das Gehen teilweise deutlich erschweren und so besonders bei älteren Menschen zur Bewegungseinschränkungen führen. Weitere Komplikationen sind Fistel- oder Ulkusbildungen, die vor allem bei Diabetikern durch zusätzliche Infektionen schwerwiegende Folgen wie das diabetische Gangrän nach sich ziehen können.

Diagnose:
Die Diagnose kann relativ einfach auf Basis des klinischen Bildes gestellt werden. Von Hühneraugen zu unterscheiden sind insbesondere an der Fußsohle die Viruswarzen (Dornwarzen).

Therapie:
In erster Linie sollte eine Druckentlastung der betroffenen Stellen angestrebt werden. Dies kann man gut mit Hühneraugendruckschutzringen oder -polstern erreichen. Hilfreich kann es auch sein, einen erfahrenen Fußpfleger (Podologen) hinzuzuziehen. Außerdem sollte passendes, bequemes und weiches Schuhwerk getragen werden. Sind knöcherne Fuß- oder Zehenfehlstellungen vorhanden, können diese operativ korrigiert werden. Salicylsäurehaltige Lösungen oder Pflaster aus der Apotheke können die Hornschicht auflösen. Die umliegende gesunde Haut sollte allerdings auf keinen Fall mit Salicylsäure in Kontakt gebracht werden. Hier empfiehlt sich, die Haut um das Hühnerauge mit einer Paste oder Salbe abzudecken. Diabetiker sollten salicylsäurehaltige Pflaster und Lösungen nicht anwenden. Aufgrund der oft verminderten Schmerzwahrnehmung kann es bei ihnen leichter zu Verätzungen kommen, die wiederum die Gefahr eines Fußinfektes erhöhen.

Wann zum Arzt:
Wenn die Beschwerden nicht nachlassen oder immer mehr vermeintliche Hühneraugen auftreten, ist der Gang zum Arzt anzuraten. Letzteres kann darauf hindeuten, dass es sich um Viruswarzen handelt. Auch wenn offene Stellen, die nicht richtig abheilen wollen, auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Prophylaxe:
Ein gut sitzendes und bequemes Schuhwerk, ggf. auch mit Einlagen, ist bereits ein wichtiger Part in der Vorbeugung. Treten die Hühneraugen immer wieder an der gleichen Stelle auf, kann das prophylaktische Tragen von Hühneraugendruckschutzringen oder -polstern angebracht sein. Auch eine adäquate Fußpflege mit Bädern, vorsichtiger Hornhautentfernung und pflegenden Cremes unterstützt die Vorbeugung sinnvoll.
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