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Informationen zum Thema Kopfschuppen

Kopfschuppen

Ursache
Erblich, Störung der Talgproduktion, Veränderungen im Hormonhaushalt, Stress, Infektionen der Kopfhaut mit Hefepilzen, Klima, irritative Wasch- und Pflegeprodukte, Ernährung.

Symptome

Hornschüppchen, die sich sichtbar von der Hautoberfläche (oberste Schicht der Haut = Hornschicht) ablösen.

Erste Maßnahmen
Herausfinden der Ursache, Beheben der Ursache, Anwenden von Anti-Schuppenshampoos, gegebenenfalls Aufsuchen eines Hautarztes.

Beschreibung
Fast jeder zweite Mensch macht mindestens einmal im Leben eine Phase durch, in der er mit einer Schuppenbildung der Kopfhaut zu kämpfen hat. Manche Personen haben fast ständig eine große Last mit ihren Schuppen. Die betroffenen Menschen fühlen sich dadurch in ihrem Leben stark beeinträchtigt: Es ist nur schwerlich möglich, dunkle Kleidung zu tragen, da die hellen Schüppchen darauf deutlich zu sehen sind. Auch durch regelmäßiges Haarewaschen sind die Schuppen oftmals nicht zu beseitigen. Neben den rein kosmetischen und äußerlichen Unannehmlichkeiten weist die Kopfhaut bei vorhandener übermäßiger Schuppenbildung oft noch eine weitere Eigenschaft auf: Sie kann sehr stark jucken.

Eine gewisse leichte ständige Schuppung der gesamten Haut - die sogenannte Abschilferung - findet ständig bei jedem Menschen statt. Diese ist unsichtbar. Im Gegensatz dazu steht die sichtbare Schuppung, die aufgrund einer übermäßigen Abschilferung der Hornschicht der Haut (die oberste Schicht der Haut) entsteht.

Die entstehenden Kopfschuppen kann man einerseits einteilen in trockene, feine, rieselnde Schuppen und andererseits in große, fettige, festhaftende Schuppen. Bei manchen Hauterkrankungen, die mit einer Schuppung einhergehen, kann man noch andere Schuppenformen beobachten, wie z.B. weiße, spanartige Schuppen bei der Schuppenflechte.

Für die übermäßige Bildung von Kopfschuppen kann es viele verschiedene Gründe geben: Diese kann man nach inneren und äußeren Faktoren unterscheiden. Zu den inneren Faktoren gehören die erbliche Veranlagung, Störungen der Talgproduktion, Veränderungen im Hormonhaushalt sowie psychische Belastungen wie z.B. Stress. Diese inneren Faktoren lassen sich bis auf den Stress kaum beeinflussen. Viele Menschen beobachten, dass in Stresssituationen (besonders wenn es sich um den sogenannten negativen Stress handelt, der als lähmend und belastend empfunden wird) die Schuppenbildung zunimmt und sich diese während ruhigerer Zeiten normalisiert. Man sollte also versuchen, so entspannt wie möglich zu leben. Wenn man aus einer "Schuppenfamilie" stammt, sollte man diesen Rat besonders befolgen und insbesondere die äußeren Einflussfaktoren (siehe unten) meiden. Zu bestimmten Zeiten im Leben, z.B. in der Pubertät, sind die Talgproduktion und der Hormonhaushalt im Ungleichgewicht, so dass Schuppen auftreten können.

Einer der wichtigsten Faktoren, der für die Bildung von Kopfschuppen verantwortlich ist, ist die übermäßige Besiedelung der Kopfhaut mit bestimmten Pilzen. Dieser Punkt wird zu den äußeren Einflussfaktoren gerechnet. Auf der gesamten Haut, also auch auf der Kopfhaut, befinden sich Mikroorganismen, nämlich Pilze und Bakterien, die für ein gesundes Hautklima unerlässlich sind. Wenn bestimmte Arten sich nun über das normale Maß hinaus vermehren, tritt für die Kopfhaut ein starker Reiz auf, der ihr das Signal gibt, vermehrt Hornzellen = Schuppen abzustoßen.

Aber auch das Klima ist ein wichtiger äußerer Einflussfaktor. Menschen, die sonst nie unter Schuppen zu leiden haben, berichten im Winter ganz oft über Schuppenbildung. Verantwortlich hierfür ist der Wechsel zwischen kalter, trockener Luft im Freien und warmer, trockener Heizungsluft in Gebäuden. Auch irritative Wasch- und Pflegeprodukte können, wenn sie nicht auf den persönlichen Hautzustand abgestimmt sind, zu einer Austrocknung der Kopfhaut und damit nachfolgend zu einer Abschuppung führen. Manche Personen berichten auch, dass der Genuss bestimmter Speisen und Getränke, wie z.B. scharf gewürzte Speisen und Alkohol, bei ihnen zur Schuppenbildung führen kann. Die Faktoren Ernährung, Wasch- und Pflegeprodukte sowie Klima lassen sich recht gut beeinflussen.

Um der übermäßigen Besiedelung mit Pilzen (insbesondere dem Hefepilz Malassezia furfur) Einhalt zu gebieten, empfiehlt sich die Anwendung von
Anti-Schuppenshampoos, die Aktivstoffe enthalten, die dem Pilzwachstum entgegenwirken. Diese können je nach Ausprägung der Schuppen täglich oder nur wenige Male pro Woche angewandt werden. Später ist oft nur noch eine seltenere vorbeugende Anwendung nötig. In viele dieser Anti-Schuppenshampoos sind zusätzlich auch schuppenerweichende und schuppenlösende Aktivstoffe eingearbeitet. Diese sind besonders dann sehr sinnvoll, wenn man fettige, festhaftende Schuppen in Angriff nehmen möchte. In dem Maße, in dem die Schuppen verschwinden, lässt auch der lästige Juckreiz nach. Einige Anti-Schuppenshampoos enthalten zusätzlich aber auch juckreizlindernde Substanzen. Dieses ist insbesondere in der Anfangsphase der Anwendung sehr willkommen.

Wenn eine Hauterkrankung die Ursache für die Schuppung ist, ist es unbedingt ratsam, dass ein Hautarzt aufgesucht wird, der die spezielle Therapie für die Erkrankung festlegt. Man sollte auch immer dann zu einem Arzt gehen, wenn erstmals eine starke Schuppung auftritt oder eine bisher gewohnte Schuppung das übliche Maß übersteigt.

Tipps

  • Bei Kopfschuppen ist die richtige Haarwäsche wichtig. Das Haar sollte möglichst nur zweimal pro Woche gewaschen werden. Hierbei sollte nur lauwarmes Wasser verwendet werden. Das Haar gründlich spülen und anschließend in ein Handtuch einschlagen – nicht kräftig rubbeln, sanft auskämmen und am besten an der Luft trocknen lassen oder nur mäßig warm fönen. Zum Waschen eignen sich Spezialshampoos wie z.B. de-squaman Hermal Anti-Schuppen Cremeshampoo.
  • Das Haar keinen extremen Temperaturen aussetzen (heißer Fön, überwärmte Heizungsluft, extreme Sonneneinstrahlung, eisige Winterkälte).
  • Sonne verstärkt die Austrocknung der Kopfhaut und der Haare selbst. Die Haarspitzen können mit einem Haaröl eingerieben werden und es sollte möglichst eine Kopfbedeckung getragen werden.
  • Auf den persönlichen Hautzustand abgestimmte Wasch- und Pflegeprodukte für das Haar benutzen.
  • Eine tägliche Kopfmassage mit den Fingerspitzen fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel und die Talgproduktion an.
  • Kratzen sollte vermieden werden, damit keine Entzündungen entstehen können.
  • Eine Kurzhaarfrisur erleichtert die Kopfhautbehandlung oder Pflege.
  • Belastenden Stress meiden.
  • Nahrungsmittel meiden, die erfahrungsgemäß zu einer Kopfschuppung führen.
  • Wenn die geerbte Veranlagung bekannt ist, insbesondere die äußeren Einflussfaktoren berücksichtigen, um eine einsetzende Schuppenbildung möglichst mild ablaufen zu lassen.
  • Beim Seborrhoischen Kopfekzem sollte dagegen auf eine Kopfbedeckung verzichtet werden. Sonne und Luft haben einen günstigen Einfluß. Bei verstärkter Talgproduktion und schnellem Nachfetten der Haare kann mit einem milden Shampoo das Haar auch täglich gewaschen werden.
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