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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Lupus erythematodes

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| (Lupus erythematodes) |
Weitere Bezeichnung
Schmetterlingsflechte
Ursache
Die genauen Ursachen des Lupus Erythematodes (LE) sind bis heute
ungeklärt. Einige Auslösefaktoren und die genetische Prädisposition
konnten aus der Erfahrung ermittelt werden.
Definition
Wenn im allgemeinen von Lupus Erythematodes gesprochen wird, so ist
meist damit die häufigste und zugleich schwerwiegendste Form des LE
gemeint, bei der es sich um eine systemische Erkrankung handelt, die
sich durch rheumaartige Beschwerden sowie auch durch Hautveränderungen
auszeichnet. LE-Formen, die sich nur auf der Haut zeigen, sind dagegen durch typische Hauterscheinungen im Gesicht und
am Körper gekennzeichnet. Die auftretende schmetterlingsförmige Rötung
der Gesichtshaut auf Wangen und Nasenflügeln gab der Erkrankung ihren
Namen und ist bei allen LE-Typen anzutreffen.
Weitere Informationen finden Sie unter Beschreibung.
Symptome
Unter dem Oberbegriff Lupus erythematodes werden verschiedene
Krankheitsbilder zusammengefasst, die in ihren Symptomen sehr
unterschiedlich ausgeprägt sind und doch spezifische Gemeinsamkeiten
aufweisen. Bei allen Formen handelt es sich um chronische
Autoimmunkrankheiten, deren genaue Ursache noch nicht geklärt werden
konnte.
Im wesentlichen werden drei Formen des Lupus erythematodes unterschieden:
- Diskoider Lupus erythematodes, auch Lupus erythematodes chronicus genannt (DLE), befällt fast ausschließlich die Haut.
- Subakut-kutaner Lupus erythematodes (SCLE)
- Sytemischer Lupus erythematodes (SLE), der zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen (Kollagenosen) zählt.
Bei Autoimmunerkrankungen bekämpft das Immunsystem irrtümlicherweise
Bestandteile des eigenen Körpers und verursacht dadurch chronische
Entzündungen. Die Erkrankung verläuft in Schüben. Die Ursachen sind
unbekannt, eine vererbte Veranlagung ist jedoch wahrscheinlich. Treten
weitere Faktoren, wie z.B. Stress, Infektionen, Licht, Kälte zusätzlich
auf, kann ein Lupus erythematodes entstehen. Oft wird durch starke
Sonneneinstrahlung ein Schub ausgelöst.
Eine Umwandlung der einzelnen Subtypen in einander ist möglich. Da die
Erkrankung sich oft über Jahre und Jahrzehnte hinzieht, können auch
lange, symptomfreie Intervalle zwischen den einzelnen Schüben auftreten.
Erste Maßnahmen
Diese ernstzunehmende Erkrankung bedarf in jedem Fall der Behandlung
durch einen Facharzt. Therapeutische Eigenversuche und Selbstbehandlung
sollten unbedingt vermieden werden, da diese den Beginn einer gezielten
Therapie hinauszögern und damit die Prognose der Erkrankung
verschlechtern. Je früher der LE erkannt wird, um so eher kann mit
einer entsprechenden Therapie dem fortschreitenden Verlauf der
Erkrankung Einhalt geboten werden. Wird die Erkrankung sehr bald nach
ihrem Ausbruch erkannt und behandelt, haben auch Menschen mit Lupus
erythematodes eine normale Lebenserwartung.
Je nach Schweregrad der Erkrankung und je nach Form ist die Therapie
unterschiedlich. Neben einer Therapie mit äußerlich aufzutragenden
Substanzen ist vor allem bei einer Beeinträchtigung von Organen auch
eine systemische Therapie erforderlich.
Besonderheiten
Der Name Lupus (= Wolf) erythematodes wurde ursprünglich geprägt durch
Verformungen im Bereich der Ohren und der Nase durch die starke
Verdünnung (Atrophie) der Haut. Es entstand der Eindruck einer
"fressenden" Flechte.
Weitere Informationen
Die einzelnen Formen des Lupus erythematodes unterscheiden sich sehr deutlich voneinander:
1.) Diskoider ("scheibenförmiger") Lupus erythematodes (DLE)
Diese Form des LE tritt nur im Gesicht auf. Es handelt sich um eine
chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die bei Frauen dreimal häufiger
auftritt als bei Männern. Meist bricht DLE das erste Mal im Alter
zwischen 20 und 40 Jahren aus. Die Hauterscheinungen treten im Gesicht
vor allem an Wangen, Stirn und Nase auf. Dadurch ergibt sich ein
schmetterlingsförmiger Ausschlag auf der Haut (Exanthem), dessen Form
für alle LE-Formen charakteristisch ist. Dieser typische Ausschlag ist
durch eine scharf umgrenzte Rötung (Erythem) gekennzeichnet, auf die
schuppige Verhornungen (Keratosen) folgen. Abzupfen oder Abkratzen
dieser verhornten Schichten ist sehr schmerzhaft. Nach Abheilung der
Symptome ist die Haut an der erkrankten Stelle fühlbar dünner als an
den gesunden Hautarealen (Hautatrophie). Dabei verschwinden die
Hornauflagerungen völlig.
2.) Subakut-kutaner Lupus erythematodes (SCLE)
Die subakut-kutane Variante des Lupus erythematodes stellt eine
Sonderform dar, die in ihrer Ausprägung zwischen der kutanen und der
systemischen Form steht. Diese Form ist seltener als DLE und tritt
zudem häufiger bei Männern (im Alter zwischen 30 und 40 Jahren) als bei
Frauen auf. Beim SCLE spielt die Auswirkung von Sonnenlicht auf das
Hautbild eine größere Rolle. Bei etwa 60% der Betroffenen führt
UV-Strahlung zu einer Verschlechterung des Hautbildes. Die typischen
Erytheme treten nicht nur im Gesicht, sondern vor allem an
lichtexponierten Körperstellen auf. Dabei sind Schulter, Rücken, Brust
sowie Arme gleichermaßen betroffen. Anstelle der starken Verhornung ist
bei dieser Form des LE nur eine randständige Schuppung zu erkennen. Die
Abheilung erfolgt rascher und in der Regel ohne Narbenbildung. Ein
Übermaß an Hautpigmenten ist nachfolgend an den betroffenen Arealen
ebenso möglich wie ein Pigmentmangel, wodurch die Haut ein fleckiges
Aussehen erhält. Das Besondere am SCLE ist jedoch, dass bei dieser
Erkrankung auch Organe betroffen sein können, vor allem Muskelfasern,
selten auch die Nieren und das Zentralnervensystem. In akuten Stadien
führt dies oft zu Abgeschlagenheit, Schwäche, aber auch Fieber bei den
Betroffenen.
3.) Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Der systemische Lupus erythematodes (SLE) stellt eine
chronisch-entzündliche Erkrankung des Gefäßbindegewebes dar, mit
Beteiligung der Haut und Möglichkeit des Befalls fast aller Organe.
Nieren, Gelenke, Nervensystem sowie seröse Häute (Rippenfell,
Herzbeutel) werden besonders häufig befallen. SLE zählt zu den
Autoimmunerkrankungen aus der Gruppe der Kollagenosen und stellt die
schwerwiegendste Form des Lupus erythematodes dar. Diese weltweit
verbreitete Erkrankung betrifft Frauen acht- bis zehnmal häufiger als
Männer und tritt meist um das 30. Lebensjahr erstmalig auf. In
Mitteleuropa sind ca. 10 bis 30 von 100 000 Einwohnern von dieser
Erkrankung betroffen. Neben einer extrem hohen Lichtempfindlichkeit ist
für diese Form die starke Ausprägung der Symptome während eines Schubs
kennzeichnend. Den typischen Erythemen folgen häufig Vernarbungen.
Haarausfall ist ebenso möglich wie Gelenk- und Muskelentzündungen, die
häufig zu Schmerzen und Deformierungen führen, und den Symptomen des
Rheumas sehr ähnlich sind. Die Organschädigungen
sind vielfältig und im akuten Zustand meist schwerwiegend. Zwischen den
einzelnen Schüben sind Wochen, Monate oder sogar Jahre ohne Beschwerden
möglich. Schwangerschaften können aufgrund der hormonellen
Umstellung Auslöser eines erneuten Schubs sein.
Tipps
- Auf keinen Fall selbst an den Verhornungen kratzen oder zupfen.
Dies ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann zu sekundären Entzündungen
durch Keime führen, die in die Wunde gelangen.
- Obwohl
nur bei etwa 40% - 60% der Betroffenen Sonnenlicht ein
Provokationsfaktor für den Ausbruch eines Schubs darstellt, sollten
Menschen mit LE stets abdeckende Sonnenschutzmittel benutzen und
entsprechende Kleidung zum Schutz vor direkter Sonnenbestrahlung
tragen. Sonnenbaden sollte auf jeden Fall vermieden werden.
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