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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Masern

Ursache
Die Masern-Erkrankung wird durch ein Virus verursacht, welches hoch
ansteckend ist. Die Infektion erfolgt dabei in der Regel im direkten
Kontakt durch das Einatmen ansteckender Tröpfchen, die über Sprechen,
Husten oder Niesen weiterverbreitet werden. Auch Sekrete aus Nasen-
oder Rachenraum sind infektiös.
Epidemiologie
Masern sind weltweit verbreitet. In Deutschland ist die Häufigkeit zwar
mit der Einführung einer wirksamen Schutzimpfung deutlich
zurückgegangen. Dennoch kommt es in regelmäßigen Abständen immer wieder
zu weiträumigen Ausbrüchen. Diese werden oft durch einen ungenügenden
Impfschutz (verpasste Zweitimpfung im Alter von 15-23 Monaten) oder
durch grob fahrlässige „Masern-Parties“ provoziert, bei denen sich
gesunde ungeimpfte Kinder bewusst bei Erkrankten anstecken sollen.
Symptome
Typisch ist ein zweiphasiger Verlauf. Die Erkrankung beginnt mit
Fieber, Bindehautentzündung, trockenem Husten und einem fleckigen
dunkelroten Ausschlag am Gaumen. Charakteristisch im Mund sind die
sogenannten Koplik-Flecken, weiße, 1-2 mm große, kalkspritzerartige
Flecken auf gerötetem Grund. Sie treten in Höhe der vorderen
Backenzähne an der Wangenschleimhaut auf und sind nicht abwischbar.
Nach einem zwischenzeitlichen Fieberabfall tritt dann am 3.-7. Tag
unter einem erneuten Temperaturanstieg der für Masern typische
Hautausschlag auf. Dieser beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und
breitet sich dann über den ganzen Körper aus, wobei Handflächen und
Fußsohlen nicht betroffen sind. Der Ausschlag ist zunächst hellrot und
wird im weiteren Verlauf dunkelrot. Es handelt sich um leicht erhabene,
große Flecken mit einem Durchmesser bis zu 1 cm, die besonders im
Gesicht, am Stamm und im körpernahen Bereich der Extremitäten konfluieren (zusammenfließen). Juckreiz besteht meistens
nicht. Beim Abklingen kann oft eine kleieartige Schuppung beobachtet
werden. Der Ausschlag bildet sich genau in der Reihenfolge zurück, in
der er entstanden sind. Insgesamt dauert er 4-7 Tage.
Komplikationen
Durch die Virus-Infektion wird das Immunsystem geschwächt, so
dass zusätzlich auch bakterielle Infektionen wie
Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung und Durchfälle
auftreten können. Gefürchtet ist die sogenannte akute postinfektiöse Enzephalitis, eine Gehirnentzündung, die bei jedem
tausendsten Patienten auftreten kann. Eine sehr seltene
Spätkomplikation ist die subakute sklerosierende Panenzephalitis
(SSPE), ebenfalls eine Entzündung des Gehirns, die eine schlechte
Prognose hat und erst 6-8 Jahre nach der Erkrankung in Erscheinung
tritt. Hautkomplikationen im Sinne einer Narbenbildung oder
zusätzlichen bakteriellen Infektionen treten in der Regel nicht auf.
Therapie
Während der Erkrankung sollte strenge Bettruhe eingehalten werden. Eine
spezifische antivirale Therapie existiert nicht. Bei Fieber können
fiebersenkende Maßnahmen und Medikamente sinnvoll sein. Zusätzlich
sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Bei
bakteriellen Infektionen kommen Antibiotika zum Einsatz.
Prophylaxe
Da ein geeigneter Impfstoff zur Verfügung steht, ist eine wirksame
Prävention möglich. Deutschland gehört derzeit jedoch zu den Ländern
mit ungenügenden Masernimpfraten. Der Impfstoff kann allein oder in
Kombination mit Mumps- und Rötelnvirus (MMR- Vakzine) verabreicht
werden. Eine Erstimpfung sollte im Alter von 11-14 Monaten erfolgen,
die unbedingt empfohlene Zweitimpfung im Alter von 15-23 Monaten.
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