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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Melanom
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| Melanom (schwarzer Hautkrebs) |
Ursache
UV-Strahlung (UVA und UVB) spielt eine bedeutende Rolle.
Symptome
Veränderungen an vorbestehenden Pigmentmalen (Leberflecken), oder
spontan auftretende neue Pigmentmale. Auch juckende Leberflecken können
ein Hinweis sein.
Erste Maßnahmen
Regelmäßige und gründliche Selbstuntersuchung. Früh erkannt ist Hautkrebs heilbar.
Besonderheiten
Zum Ausschluß einer bösartigen Entwicklung sollte jede Veränderung
eines bestehenden Pigmentmales und jedes Neuwachstum von Pigmentflecken
auf der Haut schnellstmöglich von einem Hautarzt untersucht werden.
Beschreibung
Der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom) ist die schwerste Form von
Hautkrebs. Dennoch ist er - bei frühzeitiger Diagnose und operativer
Therapie - zu 100 Prozent heilbar. Wird der schwarze Hautkrebs jedoch
erst spät bemerkt und hat bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) im
Körper, ist er schwer zu behandeln und kann tödlich verlaufen. In den
letzten zehn Jahren hat die Zahl der Menschen mit schwarzem Hautkrebs
stärker zugenommen, als bei jedem anderen Krebsleiden.
Maligne (bösartige) Melanome sind Tumore, die ihren Ursprung in den
Pigmentzellen (Melanozyten) der Haut haben. Dabei handelt es sich um
die Zellen, die das braun-schwarze Pigment Melanin bilden, das unsere
Haut, Haare und Augen färbt und vor schädlichen UV-Strahlen schützt.
Besonders viel Melanin findet sich in den sogenannten Leberflecken. Die
überwiegende Zahl der malignen Melanome sieht braun oder schwarz aus.
Da Melanome unter Umständen aufhören Melanin zu bilden, kann der
schwarze Hautkrebs aber auch Anteile haben, die lila, rot, rosa,
hautfarben oder weiß aussehen.

Wie ist ein harmloser Pigmentfleck vom schwarzen Hautkrebs zu unterscheiden?
Wer regelmäßig seine Pigmentflecke auf der Haut untersucht, hat ein
deutlich geringeres Risiko an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Die
meisten Menschen haben eine ganze Reihe von braunen Pigmentflecken auf
ihrer Haut - Sommersprossen, Muttermale, Leberflecke - und fast alle
diese Flecke sind harmlos. Der Hautarzt kann Ihnen am besten Ihre
ungefährlichen Pigmentflecke zeigen und den Unterschied zwischen einem
Leberfleck und schwarzem Hautkrebs erklären. Stellen Sie bei der
regelmäßigen Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs unten genannte Veränderungen fest, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
1. Kriterien zur Früherkennung: Die A-B-C-D-Regel
Die sogenannte A-B-C-D-Regel hilft Ihnen den schwarzen Hautkrebs von gutartigen Hautveränderungen zu unterscheiden:
Asymmetrie des Herdes. Etwa in der Hälfte der Fälle entwickelt
sich der schwarze Hautkrebs in einem vorhandenen Leberfleck. In anderen
Fällen entwickelt er sich als vollkommen neue Hauterscheinung, die
einem Leberfleck ähnlich sehen kann. Ein gutartiger Leberfleck ist
jedoch normalerweise symmetrisch und kreisförmig, während der schwarze
Hautkrebs gewöhnlich ungleichmäßig und asymmetrisch wächst.
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Abb. 1: Leberfleck
(dysplastischer Naevus) |
Abb. 2: Leberfleck
(papulärer Naevus) |
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Abb. 3: Spindelzellnävus
(gutartig) |
Abb. 4: Spindelzellnävus
(gutartig) |
Wir danken Herrn Dr. Kirchesch, Hautarzt, Pulheim für die Bereitstellung der klinischen Bilddokumentation.
Begrenzung unregelmäßig. Gutartige Veränderungen der Haut
grenzen sich in aller Regel scharf von der umgebenden Haut ab. Der
schwarze Hautkrebs hingegen hat häufig einen eingekerbten oder
undeutlichen Rand, der auf das weitere Wachstum und Ausbreiten des
Krebses hinweisen kann.
Color, Farbveränderungen. Eines der frühesten Zeichen für den
schwarzen Hautkrebs können Farbveränderungen innerhalb des
Pigmentfleckes sein. Da der schwarze Hautkrebs innerhalb von
Pigment-bildenden Zellen entsteht, ist er häufig unregelmäßig
dunkelbraun bis schwarzbraun, auch mit rötlichen, weißen und grauen
Zonen gefärbt.
Durchmesser. Ein Durchmesser von mehr als 6 Millimetern (die
Größe eines Bleistiftradiergummis) ist verdächtig. Der schwarze
Hautkrebs beginnt als kleine Hautveränderung. Hat er eine Größe von 6
Millimetern erreicht, sollten weitere Kriterien für Bösartigkeit
erkennbar sein. Egal wie groß die Veränderung ist, jeder verdächtige
Pigmentfleck sollte am besten von einem Hautarzt untersucht werden!
2. Kriterien zur Früherkennung: Die Art des Wachstums
Der schwarze Hautkrebs neigt dazu stufenweise zu wachsen:
- Meistens ist der schwarze Hautkrebs zunächst flach und breitet
sich seitwärts auf der Hautoberfläche aus. In diesem frühen Stadium,
das ein bis fünf Jahre und länger dauern kann, hat die operative
Entfernung des Krebses eine sehr gute Heilungschance.
- Pigmentflecke, die sich im zeitlichen Verlauf von der
Hautoberfläche erheben oder kuppelförmig wachsen, weisen darauf hin,
daß sie auch in tiefere Hautschichten eindringen.
Jede Veränderung, die sehr schnell an Größe zunimmt oder teils flach,
teils erhaben wächst oder juckt, sollte umgehend am besten von einem
Hautarzt begutachtet werden.
3. Kriterien zur Früherkennung: Lokalisation
Schwarzen Hautkrebs findet man bei Männern bevorzugt am Kopf, Hals und
Stamm. Bei Frauen sind häufiger die Arme oder Beine betroffen.
Grundsätzlich kann jedoch bei beiden Geschlechtern jede Hautstelle am
gesamten Körper betroffen sein. Gerade an "untypischen" Stellen, die
schwer zu untersuchen sind (Kopfhaut, Rücken), kann der schwarze
Hautkrebs länger übersehen werden. Weniger häufig befallenen
Hautstellen sind zum Beispiel: Finger, Handflächen, Fußsohlen,
Genitalien, Lippen, unter den Finger- oder Zehennägeln. Sehr selten
kann der schwarze Hautkrebs auch im Bereich der Mundschleimhaut, der
Regenbogenhaut oder Netzhaut des Auges und des Augenhintergrundes
auftreten.
Was schützt vor dem schwarzen Hautkrebs?
1. Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs
Es gibt ein sehr einfaches und wirksames Mittel, um Hautkrebs im
Frühstadium zu erkennen: Untersuchen Sie regelmäßig und systematisch
Ihre Haut vom Kopf bis zu den Fußsohlen auf verdächtige Pigmentflecken.
Hier ist eine Anleitung zur Selbstuntersuchung auf schwarzen Hautkrebs.
Alles was Sie dafür benötigen ist ein Ganzkörperspiegel, ein
Handspiegel, einen gut beleuchteten Raum und unter Umständen einen
Haartrockner. Sie können sich alleine untersuchen oder zusammen mit
Ihrem Partner.
- Untersuchen sie gesamte Körpervorder- und rückseite im Spiegel, danach die rechte und linke Körperseite mit angehobenen Armen.
- Beugen Sie die Ellenbogen und kontrollieren Unterarme, Oberarme und Hände.
- Schauen Sie sich die Rückseite Ihrer Beine, den Füßrücken, die Fußsohle und die Zehenzwischenräume an.
- Vergessen Sie nicht die Rückseite des Kopfes und Halses. Scheiteln Sie die
Haare - zum Beispiel mit einem Haartrockner - für einen besseren Blick
auf die Kopfhaut.
- Abschließend kontrollieren Sie noch die Lendengegend, das Gesäß und den Genitalbereich mit dem Handspiegel.
Wenn Sie bei der regelmäßigen Selbstuntersuchung Veränderungen finden,
die Sie für schwarzen Hautkrebs halten, machen Sie unbedingt Ihren Arzt
darauf aufmerksam. Die frühzeitige Diagnose kann Leben retten!
2. Achtung Sonne!
Der beste Weg um eine Vielzahl von Hautschäden zu vermeiden ist, der
Sonne aus dem Weg zu gehen. Daneben gelten für Sonnenbäder folgende
Richtlinien:
- Meiden Sie direkte Sonnenstrahlen vor allem zwischen 10:00 Uhr
und 16:00 Uhr. In dieser Zeit setzt die Sonne ca. 80 Prozent der
Gesamt-UV-Dosis eines Tages frei.
- Meiden Sie reflektierende Oberflächen wie Wasser, Sand, Beton,
weiß gemalte Flächen. (Wolken und Nebel schützen nicht, sondern können
im Gegenteil die UVB-Strahlung noch erhöhen).
- Die Höhe der UV-Strahlung hängt vom Einfallswinkel der Sonne ab,
nicht von der Hitze oder Helligkeit. Um den Sommeranfang ist damit die
Gefahr am größten und zwei Monate davor (April) genauso groß wie zwei
Monate danach (August).
- Je höher auf der Erde man sich befindet, desto schneller bekommt man einen Sonnenbrand.
- Meiden Sie künstliche UV-Strahlen (Solarien, Heimsonne).
3. Sonnenschutzmittel verwenden
- Verwenden Sie bei jedem Sonnenbad ein Sonnenschutzmittel (Lotion,
Gel, Creme, Lippenschutzstift) mit einem Lichtschutzfaktor von
mindestens 15. Idealerweise sollte das Mittel sowohl UVA- als
UVB-Strahlen blocken.
- Verwenden Sie das Sonnenschutzmittel korrekt indem sie es im
Schatten und alle zwei Stunden erneut auftragen. Aber Achtung:
Nachcremen verlängert nicht die Schutzwirkung, sondern erhält sie nur.
4. Schützende Kleidung tragen
- Jeder, vor allem Kinder, sollte in der Sonne einen Hut mit breitem Rand tragen.
- Die Kleidung sollte locker am Körper sitzen, ungebleicht und engmaschig sein.
- Geeignete Sonnenbrillen schützen die Augen vor UVB- und UVA-Strahlung.
Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?
1. Ultraviolette Strahlen (UV) und Sonnenlicht
Initial schädliche Effekte des Sonnenlichts oder "künstlicher"
UV-Bestrahlung (Solarien): Der Zusammenhang zwischen Sonnenstrahlung
und Hautkrebs kann nicht genug betont werden. Wenn Sonnenlicht die
oberen Hautschichten durchdringt, bombardieren ultraviolette Strahlen
(UVA und UVB) das genetische Zellmaterial - die DNA - und schädigen es.
- UVB ist verantwortlich für den Sonnenbrand und trifft vor allem auf die oberen Hautschichten.
- UVA gelangt tiefer in die Haut.
Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen verursachen Hautschäden und sind
verantwortlich für Defekte am genetischen Material, Hautfalten,
Immunschwäche, Hautalterung, Hauterkrankungen und Hautkrebs.
Schutzmaßnahmen der Haut: Die Haut schützt sich vor den schädlichen UV-Strahlen durch verschiedene Mechanismen:
- Als Antwort auf vermehrte UV-Strahlung bildet die Haut mehr
Melanin. Dabei handelt es sich um ein von Melanozyten gebildetes
braun-schwarzes Pigment.
- Enzyme in der Haut versuchen, die Schäden an der DNA zu reparieren.
- Reichen diese Mechanismen nicht aus, um die Haut zu schützen,
durchlaufen geschädigte Zellen einen Prozeß, der letztendlich zu ihrem
Untergang führt (sichtbares Zeichen dieses Vorganges ist das Schuppen
der Haut nach einem Sonnenbrand).
UVB- und UVA-Strahlen tragen zur Entstehung von Hautkrebs bei. Der
exakte Mechanismus ist allerdings bislang noch nicht vollständig
aufgeklärt.
2. Genetische Faktoren
Eine Reihe von genetischen Faktoren werden zur Zeit auf ihre Rolle in der Melanom-Entstehung untersucht.
3. Alter
Mit dem Alter nimmt die Fähigkeit unseres Körpers, beginnende Tumoren zu bekämpfen, ab.
4. Ozon
Ozon ist keine direkte Ursache für die Entstehung von schwarzem
Hautkrebs. Es gibt jedoch einen indirekten Zusammenhang zwischen Ozon
und der Zunahme an schwarzem Hautkrebs in den letzten Jahren:
- Die Abnahme der Ozonschicht in der oberen Atmosphäre erhöht den Anteil schädlicher UV-Strahlung, die die Erde erreicht.
- Das luftverschmutzende Ozon in der unteren Atmosphäre fördert die Freisetzung schädlicher freier Radikale.
Die
Abbildungen sind mit freundlicher Genehmigung aus Broschüren der
Kommission zur Früherkennung und Prävention von Hautkrebs entnommem.
Diese Arbeitsgemeinschaft wird unterstützt von: Deutsche Krebshilfe e.V.
Folgende Broschüren sind erhältlich in der Geschäftsstelle der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V.
Postfach 100745
20005 Hamburg
- Achtung, Sonne. Eine Packungsbeilage für die ganze Familie.
- So schützen Sie sich vor dem schwarzen Hautkrebs.
- Der kleine Sonnenreiseführer.
- Selbstverteidigung für Solariengänger.
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