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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Seborrhoisches Ekzem
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| Seborrhoisches Ekzem |
Synonyma:
Morbus Unna, seborrhoische Dermatitis, Dysseborrhoisches Ekzem
Definition:
Häufige, chronisch-rezidivierend verlaufende Hauterkrankung mit
bevorzugter Lokalisation der schuppenden Hautveränderungen in den sog.
"seborrhoischen" Arealen (vordere u. hintere Schweißrinne, Gesicht:
Augenbrauen, Nasolabialfalten, behaarter Kopf, Stirn-Haar-Grenze,
Ohren).
Das seborrhoische Ekzem ist eine chronische Hauterkrankung, die im
Bereich des Kopfes besonders dort auftritt, wo viele Talgdrüsen in der
Haut vorkommen, wie unterhalb und neben der Nase, im Bereich der
Augenbrauen, Ohrmuschelregion und Bereich über dem Brustbein.
Als Krankheitszeichen bilden sich rötlich-braune (vergilbte) leicht
entzündete, schuppende Herde, die wenig jucken. Fast immer besteht eine
starke Kopfschuppung. Die Behandlung mit niedrig konzentrierten
Hydrokortisonpräparaten mit antibakteriellem Zusatz sollte nur nach
Diagnosestellung durch den Hautarzt erfolgen. Schwefelhaltige Präparate
können nach Stabilisierung des Hautzustandes angewendet werden.
Das seborrhoische Ekzem kehrt häufig wieder. Zu einer Besserung der
Symptome kommt es im Sommer, im Gebirge und am Meer. Aufenthalte an der
frischen Luft und an der Sonne wirken sich positiv aus.
Epidemiologie: Ca. 1-3% der Gesamtbevölkerung, (oft Säuglinge < 3 Monaten und junge männliche Erwachsene).
Pathogenese: Die Ursachen des seborrhoischen Ekzems sind nicht
bekannt. Störungen des Säureschutzmantels der Haut und mikrobielle
Besiedlung der Haut werden als auslösende Faktoren vermutet.
Abhängigkeit vom Klima (Abklingen der Symptome im Sommer und im Gebirge
bzw. Meeresklima) und Psyche (Verschlechterung der Symptome bei Stress).
Exogene Faktoren: Klimaeinflüsse (Häufigkeitsgipfel im Frühjahr und im Herbst) und psychische Faktoren ("Stress").
Seborrhoisches Ekzem des Säuglings (Dermatitis seborrhoides
infantum): Oft schon in den ersten vier Lebenswochen treten die
Hautveränderungen auf. Manchmal ist nur eine fettige, ziemlich fest
haftende Schuppung des Kopfes (Gneis) vorhanden. Bei stärkerem Befall
zusätzliche entzündliche Rötung/Schuppung im Bereich von Leisten und
Achselhöhle. Es kann zur Besiedlung mit Hefepilzen kommen. Auch hier
helfen kurzfristig Hydrokortison-haltige Cremes und die Behandlung mit
Antimykotika gegen den Hefepilzbefall.
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