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Erkrankungen der Haut, Haare und Nägel. |
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Informationen zum Thema Sklerodermie
Die Sklerodermie ist eine chronisch - entzündliche Erkrankung der Haut
mit oder ohne eine Beteiligung des Bindegewebes innerer Organe.
Ursache Die genaue Ursache oder die Ursachen sind nicht
bekannt. Die ablaufenden krankhaften Vorgänge im Bindegewebe kennt man
dagegen relativ gut. Es wird vermehrt Kollagen (Fasereiweiß des
Bindegewebes) gebildet. Nach anfänglicher Bindegewebsverdickung kommt
es zur Schrumpfung und Verhärtung. Im weiteren Verlauf erkranken auch
bindegewebige Anteile des Unterhautfettgewebes, der Muskulatur und der
Sehnenscheiden.
Symptome
Zeichen einer Sklerodermie kann eine oder mehrere der folgenden Beschwerden sein:
- Hautveränderungen:
- Verhärtungen, Verdickungen der Finger
- Geschwüre und Wunden an den Fingern
- Haarverlust über betroffenen Arealen
- Veränderungen der Hautfarbe
- Schwellung der Finger und Zehen / Hände und Füße
- Glänzende Haut
- Verlust der Hautfalten
- Probleme eine Faust zu machen
- Raynaud Phänomen (u.a. gestörte Empfindlichkeit gegenüber Kältereizen in den Extremitäten)
- Gelenkschmerzen, Gelenksteife, Muskelschmerzen
- Kontrakturen (eingeschränkte Beweglichkeit) der Gelenke
- Störungen im Magen-Darm-Trakt
- Sjögren Syndrom (trockene Schleimhäute)
- Beschwerden im Bereich Mund, Gesicht, Zähne
- Beteiligung der Nieren, Herz und Lunge
- Durchblutungsstörungen
- Unspezifische Beschwerden (extreme Müdigkeit, allgemeine Schwäche, Gewichtsverlust, Gelenkbeschwerden).
Erste Maßnahmen
Wichtig ist eine frühzeitige Diagnosestellung und ausführliche Beratung. Informationen von Selbsthilfegruppen finden Sie unter www.sklerodermie-selbsthilfe.de und unter www.scleroliga.de.
Besonderheiten
Es ist häufig ein langer und schwerer Weg, bis die richtige Diagnose
gestellt wird. Denn die Erkrankung ist insgesamt selten und kann zu
Beginn anderen Bindegewebserkrankungen ähneln.
Weitere Informationen
Sklerodermie ("harte Haut") ist eine Autoimmunerkrankung des
Bindegewebes. Es kommt zu einer Verdickung, Verhärtung oder Straffung
der Haut, der Blutgefäße und der inneren Organe. Der Verlauf der
Erkrankung ist chronisch. Betroffen sind vor allem Personen zwischen 30
und 50 Jahre, Frauen ca. 4mal häufiger als Männer. Sklerodermie ist
weder erblich noch ansteckend. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen:
- Eine umschriebene (zirkumskripte) Form, die im Wesentlichen das Bindegewebe der Haut befällt und aus zwei Unterformen besteht:
- Morphaea (fleckförmige, zentrifugal sich ausdehnende Rötung
der Haut, die zunehmend teigig derb wird. Rasche Umwandlung in eine
harte, weißlich glänzende Platte)
- Lineare Sklerodermie (eine Linie oder Streifen verdickter Haut im Bereich der Arme, Beine oder Stirn)
- Eine generalisierte (progressive systemische) Form, die neben dem
Bindegewebe der Haut auch das Bindegewebe innerer Organe befällt
Obwohl es noch keine Heilung gibt, können eine Reihe von Maßnahmen den Verlauf der Erkrankung beeinflussen:
- Arzneimittel: Nichtsteroidale Antirheumatika und die sogenannten
Basistherapeutika der Rheumatherapie bei Entzündung und Schmerzen.
Kortikosteroide bei Gelenks- und Muskelbeschwerden. Bei Beteiligung der
inneren Organe erfolgt die medikamentöse Therapie zielgerichtet auf die
Beschwerden.
- Sportliche Übungen zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit
- Krankengymnastik, Ergotherapie, physikalische Maßnahmen (Wärmeanwendungen, Massagen)
- Gelenkschützende Maßnahmen
- Hautschutz
- Stressbewältigungsprogramme
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