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Informationen zum Thema Spinaliom
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| Spinaliom der Unterlippe |
Ursache
Die Hauptursache für die Entstehung des bösartigen Spinalioms ist die langjährige
Exposition gegenüber dem Sonnenlicht und vererbte Faktoren wie
sonnenempfindlicher Hauttyp ( Menschen mit blonden Haaren und blauen
bis blaugrünen Augen). Als mitverursachende Faktoren werden Rauchen,
industrielle Schadstoffe ( z.B. Teer, Mineralöle, Arsen) angesehen.
Symptome
Hautfarbene bis gelbgrau bräunliche wenig erhabene Hautveränderung.
Warzenähnliche Formen oder geschwürartig nässende Formen kommen vor.
Zum Teil sind die Hautveränderungen leicht verletzlich.
Erste Maßnahmen
Bei unklaren Hautveränderungen den Hautarzt aufsuchen. Wichtig ist bei
allen Spinaliomen eine regelmäßige Tumornachsorge. Sie dient der
Vorbeugung und Früherkennung, damit beim Neuauftreten von Tumoren und
bei der Bildung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) frühzeitig
eingegriffen werden kann.
Besonderheiten
Engmaschige Nachkontrollen sind für zunächst fünf Jahre in ein-, sechs-
und zwölfmonatigen Abständen, danach einmal jährlich indiziert.
Weitere Informationen
Synonyma:
Plattenepithelkarzinom, Epithelioma spinocellulare, Stachelzellkarzinom
Maligner (bösartiger) Tumor der Haut - und Schleimhäute mit schnellem,
lokal infiltrierend-destruierendem Wachstum und Bildung von
Tochtergeschwülsten (Metastasierung). Die häufigsten Stellen, an denen
ein Spinaliom vorkommt, sind Gesicht, Mund und Lippen, Arme und die
Genitalregion. Das Aussehen der Hautveränderung kann unterschiedlich
sein. Die Geschwulst kann warzenähnliche Formen annehmen, oder nach
außen wachsen. Spinaliome können aber auch geschwürartig aussehen und
nässen. Karzinome der Mundschleimhaut, der Vulva und des Penis gelten
als besonders bösartig, sie wachsen und metastasieren schneller.
Epidemiologie: Nach dem Basaliom zweithäufigster maligner Tumor
mit steigender Inzidenz, besonders in sonnigen Ländern (Australien
50/100.000/Jahr), Männer sind häufiger betroffen als Frauen,
Erkrankungsgipfel 6. bis 8. Lebensjahrzehnt, in südlichen Ländern auch
darunter.
Beruflicher Umgang mit Chemokanzerogenen wie Teer, Asbest, Nikotin,
Ruß, Arsen, Paraffinöl oder Cresol, Immunsuppression und viralen
Infektionen können das Auftreten von Spinaliomen fördern. Eine erhöhte
Inzidenz tritt bei Transplantationspatienten und HIV-positiven Personen
auf.
Bei Mundspinaliomen ist in erster Linie nicht die Sonne, sondern
vor allem der Tabakkonsum und Alkohol als auslösender Faktor anzusehen.
Besonders bei Frauen wird durch die Kombination von Alkohol (besonders
hochkonzentrierter, minderwertiger) und Nikotin das Risiko erhöht.
Weitere Sonderformen des Spinalioms: Das Lippenkarzinom ist an den Lippen lokalisiert. Die meisten entwickeln sich an der Unterlippe aus einer Krebsvorstufe. Beim Zungenkarzinom
sind die Vorläuferläsionen meist chronische Entzündungen, straffe
Narben oder Veränderungen an der Schleimhaut (Leukoplakie). Meist am
Zungenrand. Bei älteren Männern kann das Peniskarzinom auftreten. Dagegen kann sich bei älteren Frauen das Vulvakarzinom entwickeln.
Spinaliome werden, wenn möglich, operativ entfernt. Bei Tumoren mit
schlechter Prognose müssen gegebenenfalls die regionalen Lymphknoten
mit entfernt werden. Das kann in manchen Fällen, z.B. bei Tumoren im
Genitalbereich, zu einem Lymphstau und ausgedehnten Lymphödemen führen.
Chemotherapeutika und Bestrahlungen werden häufig, vor allem bei
ungünstiger Lage oder bei ausgeprägter Größe des Tumors, eingesetzt.
Sie sollen den Tumor vor der Operation verkleinern. Bei Spinaliomen am
Penis ist in den meisten Fällen eine teilweise Amputation des Gliedes
unumgänglich.
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