 |
Informationen zum Thema Warzen
Ursache
Warzen gehören zu den gutartigen Hauttumoren. Die unterschiedlichen Warzenviren verursachen verschiedene Arten von Warzen auf Haut und Schleimhaut. Warzenviren kommen auf der ganzen Welt vor. Sie dringen durch kleine oberflächliche Verletzungen in die obere Hautschicht ein. Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich und kann zwischen Wochen und Jahren variieren.
Symptome
gewöhnliche Warzen verursachen keine Symptome, sondern stellen eher ein kosmetisches Problem dar. Warzen an den Fußsohlen können hingegen durch den Druck in die Haut wachsen und so schmerzen verursachen (Dornwarzen)
Erste Maßnahmen
Über die Art der Behandlung entscheidet der Sitz der Warze und die Dauer der Erkrankung. Eine Behandlung, die für jeden Warzentyp geeignet es, gibt es nicht. Abhängig von der Lokalisation der Warze kann die Entfernung chirurgisch erfolgen, durch Vereisung mit flüssigem Stickstoff und Ausschabung oder durch Auftragen von Substanzen, die die Warze auflösen und zerstören (Keratolytika, Virustatika) oder durch Lasertherapie. Andererseits können Warzen in vielen Fällen von selbst abheilen.
Besonderheiten
Chronische Verläufe sind häufig. Fast alle Menschen erkranken in ihrem Leben irgendwann an Warzen. Meistens sind Kinder und Jugendliche betroffen. Viele Menschen versuchen, die Warzen selbst zu entfernen. Davon ist aber abzuraten, weil sich die Warzen dadurch meist leicht ausbreiten können und auch eher Narben zurückbleiben.
Beschreibung
Zur Zeit sind über 100 verschiedene Virus-Typen bekannt. Man fasst die verschiedenen Viren unter dem Namen HPV-Viren (Human Papilloma Virus) zusammen. Sie sind durchnummeriert, wobei nicht jeder Paillom-Virus Warzen verursacht. Zwar sind Warzen in der Regel harmlos, in einigen Fällen können sie aber die Entstehung von Krebs fördern. Dies vor allem der HPV Virustyp 16 und 18. Warzen entwickeln sich an der Stelle, an der der Erreger in die Haut eingedrungen ist. Die meisten Infektionen treten im Gesicht, an der Hand, an der Fußsohle und im Genitalbereich auf. Die Inkubationszeit beträgt zwischen vier Wochen und acht Monaten.
Typisierung in Zusammenhang mit Erkrankungen:
Gesicht, Hand, Fußsohle
- Typ 1: Solitäre Plantarwarzen (Dornwarzen)
- Typen 2/4: Verruca vulgaris (Stachelwarzen, Pinselwarzen)
- Typen 3/10: Verruca plana juvenilis (Flachwarzen)
Genitalbereich:
- Typen 6/11: Condylomata acuminata, Condylomata gigantea Buschke-Löwenstein
- Typen 6/16/18 Penis-/Vulvakarzinom, Bowenoide, Papulose
- Typen 16/18: Zervixkarzinom
Ausbreitung und Hartnäckigkeit der Warzen sind weitgehend abhängig vom zellulären Immunstatus. Die Übertragung durch direkten Kontakt auf andere Körperregionen und auf andere Personen (auch durch Geschlechtsverkehr) ist jederzeit möglich, da in den Läsionen immerfort Viren produziert werden.
Prädispositionsfaktoren sind: Durchblutungsstörungen , Hyperhidrose (vermehrte Schweißbildung), Immunstörungen, Immunsuppression, Störung der Barrierefunktion der Haut (z.B. durch Ekzeme).
Flachwarzen: Bei den Flachwarzen handelt es sich um gutartige Tumoren, die in Form von kleinen, rötlich umrandeten Papeln an der Stirn, den Wangen, Armen und im Mundbereich auftreten. Die Papeln sind flach und hautfarben. Diese harmlosen, jedoch lästigen Hauterscheinungen treten überwiegend im Kindes- und Jugendalter auf. Meistens bilden sie sich nach einiger Zeit zurück.
Stachelwarzen: Es handelt sich bei Stachelwarzen um harte, sich vorwölbende derbe Knötchen, die mit der Zeit verhornen. Dann verfärben sie sich gräulich und fühlen sich rau und hornig an. Die Größe schwankt von stecknadel- bis erbsengroß. Die Warzen können überall am Körper vorkommen, jedoch bevorzugt an Händen, im Gesicht sowie an und unter den Nägeln. Durch Kratzen werden die Erreger häufig in der Umgebung verteilt und es kommt zur Ausbildung von Tochterwarzen. (Bedingt durch den starken Juckreiz bei Neurodermitis werden die Warzen durch Kratzen über den ganzen Körper verteilt werden). Die Stachelwarzen kommen häufig bei Personen vor, deren Abwehr geschwächt ist. Bei Menschen mit Immundefekten wie z.B. AIDS kann es zu einer richtigen Aussaat der Warzen kommen.
Je nach Sitz nehmen Stachelwarzen unterschiedliche Gestalt an. Neben der rauen flachen Form können auch hohe fadenförmige Warzen, sog. Pinselwarzen auftreten. Pinselwarzen entstehen besonders in der Augengegend.
Dornwarzen: Dornwarzen sind Warzen, die an den Fußsohlen entstehen. Durch den Druck des Körpergewichtes wachsen sie nicht nach außen, sondern wie ein Dorn in die Tiefe. Dornwarzen können deshalb beim Gehen sehr schmerzhaft sein. Die Infektion mit diesen Warzen kann in jedem Alter erfolgen. Am häufigsten werden die Erreger durch Barfußgehen an Orten wie Sauna, Schwimmbäder, Turnhallen oder Umkleidekabinen übertragen.
Feigwarzen: Feigwarzen lieben feuchte und warme Hautfalten und die Schleimhaut. Deshalb sind insbesondere Vorhaut, Eichel, After, Schamlippen, Scheide und Enddarm von einer Infektion betroffen. Eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr ist möglich. Feigwarzen werden besonders leicht übertragen, wenn die Haut an diesen Stellen auf irgendeine Weise geschädigt ist.
Besonders leicht entwickeln sie sich bei:
- Harnröhrenentzündungen
- Scheidenentzündungen
- Darmentzündung
- Wurmbefall
- Vorhautverengung.
Dellwarzen: Die typischen gedellten Papeln werden durch Viren der Pockengruppe verursacht. Betroffen sind Kinder, insbesondere Personen mit Neurodermitis und immungeschwächte Personen (AIDS, Chemotherapie o.ä.). Es bilden sich an Gesicht, Augenlidern, Stamm, Beugen, und Genitale meist multiple stecknadelkopfgroße, kugelige, zentral eingedellte, hautfarbene oder gerötete Papeln. Auf Druck entleert sich eine weißliche wachsartige, krümelige Masse (sog. Molluscumkörperchen).
|
 |