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Akne-Lexikon |
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Im Akne-Lexikon finden Sie alle relevanten Stichwörter zum Thema Akne. Bitte wählen Sie einen Begriff aus. |
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Abszeß Acne aestivalis Acne comedonica Acne conglobata Acne cosmetica
Acne venenata Acne excoriee des jeunes filles Acne fulminans Acne infantum
Acne inversa
Acne neonatorum
Acne tarda Acne vulgaris Androgene Antibiotika Bakterien Basalzellschicht Benzoylperoxid Chlorakne Corium Creme Depigmentierung Dermabrasion Detergenzien Effloreszenzen Emulgatoren Emulsion Epidermis Erythem Erythromycin
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Fistel Follikel Gel
Gestagene Hardening Hormone Immunsystem Irritation Isotretinoin Keloide Kollagen Komedo Komedogen Lotion Mallorca-Akne Medikamentenakne Melanin Mikrokomedo Minocyclin Ölakne Östrogene
Papel Peeling phototoxische Substanzen Poren Prädilektionsstellen Propionibacterium acnes
Pustel
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Resistenz Retinoide Rosazea Salbe Säureschutzmantel Schälmittel Seborrhoe Sebum Sensibilisierung Seveso-Akne
Sexualhormone Steroid-Akne Strahlen-Akne Subcutis Symptom Syndet Talgdrüse Teerakne Teleangiektasien Terminalhaare Testosteron Tetracycline Tretinoin Triglyceride UV-Licht Vitamin A-Säure Zyste
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Abszeß
(lat. Abscessus = Eitergeschwür)
Eiteransammlung im Gewebe, in der Regel durch eine bakterielle Infektion ausgelöst.
Acne aestivalis (syn. Mallorca - Akne) Die
Akne aestivalis oder auch Mallorca-Akne ist eine Akne-ähnliche
Hauterkrankung, die vermutlich durch Sonnen- und/oder UV-Licht
ausgelöst wird. Das akneartige Krankheitsbild tritt meist im Frühjahr
auf, verschlimmert sich im Sommer und klingt im Herbst spontan wieder
ab. Meistens sind die Pickel gleichförmig auf Oberarmen, Schultern,
Rücken und Brust verteilt, Mitesser (Komedonen) fehlen. Eventuell
spielen während des Sonnenbadens verwendete Lichtschutzmittel oder
Kosmetika bzw. die darin enthaltenen Emulgatoren bei der Entstehung der Mallorca-Akne eine Rolle.
Acne comedonica Sie
ist meist das Frühstadium einer Akne zu Beginn der Pubertät und fast
ausschließlich im Gesicht, auf Stirn, Nase oder Wange anzutreffen. Es
finden sich praktisch ausschließlich geschlossene und offene Komedonen. Vereinzelt können auch entzündliche Hautveränderungen (Pickel) auftreten.
Acne conglobata
Schwerste Form der Akne mit Riesenkomedonen, Abszessen und starken Vernarbungen.
Acne cosmetica Langzeitige,
tägliche und übermäßige Anwendung von Kosmetika kann zur Akne führen.
Als Kosmetika gelten im weitesten Sinn alle zur Reinigung und Pflege
der Haut eingesetzten Präparate, wie zum Beispiel Feuchtigkeits-,
Gesichts-, Nacht- und Sonnenschutzcremes, Rouge und
Haarpflegepräparate. Das Erscheinungsbild ähnelt dem der Acne vulgaris. Das Vermeiden verdächtiger akneigener (Akne erzeugender) Substanzen kann zu einer Besserung der Acne cosmetica führen.
Acne excoriee des jeunes filles
Akneform,
die vor allem bei jungen Mädchen durch dauernde, zwanghafte
Manipulation an echten und vermeintlichen Pickeln und Mitessern
entsteht.
Acne fulminans
Seltene, schwere Akneform bei männlichen Jugendlichen mit großen Eiterpickeln, Geschwüren und Krusten, oft mit Fieber verbunden.
Acne infantum Sehr
seltene Akneform, die bei Kleinkindern ab dem 3. bis 6. Lebensmonat
auftritt und mehrere Monate bis Jahre bestehen bleiben kann. Sie ist
oft stärker ausgeprägt als die Acne neonatorum und betrifft Jungen
häufiger als Mädchen.
Acne inversa
Akneform, die anders als die Acne vulgaris nicht die Talgdrüsen, sondern die Terminalhaarfollikel
betrifft. Somit befällt sie auch den Nacken, Rücken, Brust, die
Achselhöhlen, Leisten, Genitale und das Gesäß. Meist sind Erwachsene
betroffen. Die Acne inversa verläuft häufig sehr schwer und geht mit
schmerzhaften Entzündungen einher. Oft liegen Fistelgänge vor, die tief
in die Haut hineinreichen. Die Behandlung erfordert oft chirurgische
Eingriffe.
Acne neonatorum
Seltene Akneform, die bei Säuglingen (meist Jungen) von Geburt an
bestehen kann oder sich in den ersten Wochen nach der Geburt
entwickelt. Die Hautveränderungen sind meist gering und heilen
innerhalb kurzer Zeit (wenige Wochen bis Monate) wieder ab.
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Acne tarda
Vor allem bei Frauen kommt es immer häufiger vor, dass die Akne ab dem
30. bis zum 40. Lebensjahr erstmals oder erneut auftritt. Anders als
bei jüngeren Acne-vulgaris-Patienten ist die Haut der Patienten, die an
der sogenannten Spätakne bzw. Acne tarda leiden, eher trocken.
Als mögliche Ursache der Acne tarda wird unter anderem angenommen, dass
das Absetzen der Antibaby-Pille die Empfindlichkeit der Talgzellen auf
männliche Hormone (Androgene) fördert. Eine weitere Hypothese gilt dem
Alltagsstress, der offensichtlich die Wirkung der Androgene am Rezeptor
der Talgdrüse verstärkt. Auch Übergewicht spielt eine Rolle bei der
Spätakne. Verschiedene biochemische Prozesse, die im Fettgewebe
ablaufen, beeinflussen den Hormonhaushalt und führen zur verstärkten
Bildung männlicher Hormone.
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Acne venenata (syn. Kontaktakne)
Die Acne venenata ist eine akneartige Hauterkrankung, die durch den
Hautkontakt mit einer Vielzahl von Verbindungen hervorgerufen werden
kann, die die Entstehung von Komedonen (Mitessern) begünstigen. Dazu
zählen halogenierte Kohlenwasserstoffe, Öl, Teer und Pech und Kosmetika.
Acne vulgaris "Gewöhnliche" Akne, die durch eine verstärkte Verhornung und Verstopfung der Talgdrüsen entsteht. Drei Faktoren sind hauptsächlich für die Bildung von Pickeln und Mitessern verantwortlich:
1. Produktion von überschüssigem Hauttalg (Sebum)
2. Verhornungsstörung der Talgdrüse
3. Besiedlung der Talgdrüse mit Bakterien und Entzündungsreaktionen.
Androgene Männliche Sexualhormone (z.B. Testosteron), die das Wachstum und die Talgproduktion der Talgdrüse
(Link!!!) in der Haut steuern. Zusätzlich kommt es unter dem Einfluss
männlicher Hormone zu einem schnelleren Wachstum der Hornzellen im
Ausführungsgang der Talgdrüsen und somit zu einer verstärkten
Ansammlung von Hornzellen. Durch die erhöhte Talgproduktion und
Verhornungsstörung im Talgdrüsenausführungsgang wird die Entstehung der
Akne stark begünstigt. Androgene kommen bei Männern und Frauen vor
(s.a. Hormone).
Antibiotika
Pflanzliche oder synthetische Wirkstoffe, die Bakterien hemmen oder abtöten können. Antibiotika können äußerlich als Salbe oder Creme auf die Haut aufgetragen werden oder innerlich als Tablette gegeben werden.
Bakterien
Einzellige
Kleinlebewesen, von denen einige für den Menschen nützlich und
notwendig sind, andere aber Krankheiten auslösen können.
Basalzellschicht Dünne
Membran zwischen Oberhaut und Lederhaut, die der Hautregeneration
dient. Die Basalzellen teilen sich permanent und schieben innere
Zellschichten nach außen. Diese sterben ab, verhärten und bilden die
schützende Hornschicht der Haut (s.a. Haut: Aufbau und Funktion).
Benzoylperoxid Aknetherapeutikum
zur äußerlichen Anwendung. Benzoylperoxid hat eine starke
antimikrobielle Wirkung und vermindert die Anzahl an offenen und
geschlossenen Mitessern. Da Benzoylperoxid-haltige Arzneimittel auch
einen stark bleichenden Effekt auf Haare und Textilien haben, sollte
die Anwendung in der Nähe des Haaransatzes und Bartes vorsichtig
erfolgen (s.a. Akneroxid).
Chlorakne Unkontrollierter
Kontakt der Haut mit chlorhaltigen Chemikalien (Dioxine,
Holzschutzmittel) z.B. im Berufsleben kann zu dieser schmerzhaften,
schwer heilenden Hauterkrankung führen
(s.a. Seveso-Akne).
Corium
Lateinische Bezeichnung für die Lederhaut, die mittlere der drei Hautschichten (s.a. Haut: Aufbau und Funktion).
Creme
Öl-in-Wasser-Emulsion (s.a. Salben, Cremes und mehr...).
Depigmentierung
Durch Entfernung oder Verlust der Hautfärbung entstehen helle Flecken auf der Haut.
Dermabrasion Abschleifen
der Haut entweder mit Glas- oder Sandpapier oder mit hochtourigen
Schleifgeräten zur Behandlung z.B. von (Akne-) Narben.
Detergenzien (syn. Tenside) Im
allgemeinen sind damit synthetische, organische, grenzflächenaktive
Substanzen gemeint, die anionisch, kationisch, nichtionisch oder
ampholytisch aufgebaut sein können. Nach der europäische
Detergentienverordnung bezeichnet der Begriff "Detergens" einen Stoff
oder eine Zubereitung, der/die Seifen oder andere Tenside enthält.
Detergenzien setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und
fördern die Schmutz- bzw. Fettlösung.
Synthetische Detergenzien (Syndets)
haben i.d.R. einen sauren pH-Wert, der dem der Haut ähnlich ist.
Deshalb eignen sie sich z.B. als milde (seifenfreie) Waschlösungen bei
Problemhaut.
Dagegen reagieren Seifen (anionische Tenside) alkalisch und können
(z.B. bei der Gesichtsreinigung) den Säure-Schutzmantel der Haut
angreifen.
Effloreszenzen
Unterschiedliche Formen krankhafter Hautveränderungen, z.B. Fleck, Bläschen, Quaddel, Geschwür u.s.w.
Emulgatoren Es
wird vermutet, dass Emulgatoren bei bestimmten Patienten unter
Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautreaktionen (z.B. in Form der Mallorca-Akne) führen.
Emulgatoren sind Stoffe, die die Bildung von Emulsionen
fördern und deren Stabilität erhöhen. Emulsionen neigen
natürlicherweise dazu, sich in ihre einzelnen Phasen zu trennen
(Phasentrennung), sie sind instabil. Emulgatoren, die aus einem
hydrophilen und einem lipophilen Teil bestehen - sie sind also
gleichzeitig fettliebend und wasserliebend - sorgen dafür, dass die aus
einer Fett- und einer Wasserphase zusammengesetzten Emulsionen fein
vermengt werden können. Durch die Zugabe von Emulgatoren wird die
Grenzflächenspannung zwischen den beiden Phasen reduziert. Der
Emulgator bildet einen zusammenhängenden Film um die dispergierten
Tröpfchen und verhindert ein Zusammenfließen der inneren Phase (s.a. Salben, Cremes und mehr...)
Patienten mit Mallorca-Akne sollten auf emulgatorfreie Sonnenschutzpräparate achten. Hier sind besondere Sonnenschutzgele zu empfehlen.
Emulsion Feinste Verteilung zweier nicht ineinander löslicher Flüssigkeiten wie z.B. Öl und Wasser.
Emulsionen als Arzneiform sind allgemein dünnflüssigere Cremes vom W/O-
oder O/W-Typ. Sie werden häufig auch als Lotionen bezeichnet (s.a. Salben, Cremes und mehr...).
Epidermis
Lateinische Bezeichnung der Oberhaut (s.a. Haut: Aufbau und Funktion)
Erythem
Hautrötung infolge einer Erweiterung der Blutgefäße; es verschwindet unter Druck.
Erythromycin
Antibiotikum zur Behandlung entzündlicher Akneformen. Neben seiner antibakteriellen besitzt es auch eine deutliche antientzündliche Wirkung.
Fistel
Röhrenförmiger
Gang, der von einem krankhaft bedingten Hohlraum ausgeht und an der
Körperoberfläche ausmündet oder nur im Körperinneren verläuft, z.B. zwischwn Papeln und Pusteln.
Follikel
Schlauchförmiges mit Deckgewebe ausgekleidetes Bläschen z.B. Haarfollikel, Eifollikel.
Gel Halbfeste, klare, meist fettfreie Arzneizubereitung bezeichnet (s.a. Salben, Cremes und mehr...).
Gestagene
Gestagene zählen zu den weiblichen Sexualhormonen. Sie beeinflussen den
weiblichen Zyklus auf vielfältige Weise. In ausreichend hohen Mengen
verhindern sie den Eisprung und verändern die Viskosität des
Zervixschleims. Aufgrund dieser Eigenschaften wirken sie
empfängnisverhütend.
Aber Gestagen ist nicht gleich Gestagen. Aufgrund zusätzlicher
Eigenschaften werden sie u.a. unterteilt in solche mit anti-androgener
und solche mit androgener Teilwirkung.
Zur Behandlung der Akne sind diejenigen Gestagene geeignet, die eine
antiandrogene Wirkkomponente besitzen. Sie können die
Akne-verursachende Wirkung von männlichen Sexualhormonen in den
Talgdrüsen hemmen.
zur Übersicht
Hardening Zu
Beginn einer Behandlung mit Aknemitteln kann es zu Hautreizungen
kommen, die normalerweise im Laufe der Behandlung vergehen. Mit der
Zeit tritt also eine gewisse Gewöhnung der Haut an den reizenden
Wirkstoff ein. Diese Art "Abhärtung" der Haut macht sich auch bei
anderen reizenden Substanzen oder physikalischen Reizen bemerkbar.
Ausgenutzt wird der Effekt z.B. bei erhöhter Lichtempfindlichkeit der
Haut. Hier kann ein sogenanntes Light-hardening beim Arzt Abhilfe
schaffen.
Hormone Jeder
Organismus verfügt über eine Reihe von Stoffen, die die Funktionen des
Körpers aufrechterhalten und regulieren. Dazu gehören auch die Hormone.
Sie erfüllen die unterschiedlichsten Aufgaben. Als Signalstoffe
übermitteln sie im Körper Informationen und steuern biochemische
Reaktionen. Da das Gebiet der Hormone sehr umfangreich ist, werden im
Folgenden nur einige Beispiele genannt:
· Hormone der Schilddrüse
sind z.B. Thyroxin und Triiodthyronin. Sie erhöhen u.a. den Grundumsatz,
steigern die Glykogenolyse in Leber u. Muskeln und wirken lipolytisch.
· Hormone der
Nebennierenrinde sind u.a. die Glukokortikoide, die den Organismus
befähigen, auf
innere und äußere Beanspruchung
("Stress", wie Verbrennungen, operative Eingriffe, schwere
Infektionskrankheiten) zu reagieren.
· Hormone der Keimdrüsen (Sexualhormone) steuern in erster Linie die Entwicklung und
Funktion der Sexualorgane, beeinflussen aber auch noch andere Organe und Gewebe, wie zum
Beispiel die Talgdrüsen.
Immunsystem Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Abwehrsystem zum Schutz vor Infektionen und Krankheiten.
Das Immunsystem hat eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung
der Akne. Durch unterschiedliche und sehr komplexe Reaktionen des
Immunsystems kann eine bereits bestehende Entzündungsreaktion verstärkt
werden, so dass aus Mikrokomedomen entzündete Pickel (Pusteln und Papeln) entstehen können.
Irritation
Lateinische Bezeichnung für Reizung.
Eine Irritation oder Reizung der Haut kann z.B. durch mechanische
(Reiben oder Kratzen) oder chemische Einflüsse entstehen. Auch
Aknemittel können zu Beginn der Behandlung eine Hautreizung
hervorrufen. Die Haut kann dann vorübergehend gerötet sein, brennen
u./o. jucken. Eventuell hilft es in diesen Fällen, dass entsprechende
Präparat weniger häufig anzuwenden, z.B. statt zweimal täglich zunächst
nur einmal täglich. Wenn die Irritation sehr stark ist oder über einen
längeren Zeitraum bestehen bleibt, sollte die Behandlung unterbrochen
und Arzt konsultiert werden.
Isotretinoin
Eine mit der Vitamin A-Säure verwandte Substanz zur innerlichen
Behandlung schwerer und sehr schwerer Akneformen. Der Wirkstoff
vermindert die gesteigerte Talgproduktion, verhindert die Bildung von
Mitessern, reduziert die Keimbesiedlung in den Talgdrüsenfollikeln und
wirkt antientzündlich. Bei Frauen im gebärfähigem Alter nur geeignet,
wenn die umfangreichen Regeln eines Schwangerschaftsverhütungsprogramms
strengstens eingehalten werden. Eine Schwangerschaft ist unter der
Therapie mit Isotretinoin unbedingt zu vermeiden, da es zu schweren
Missbildungen beim ungeborenen Kind führen kann.
Keloide
Derbe,
bindegewebrige, strangförmige Wulstnarben, die nach Verbrennungen,
Verätzungen u.a. schweren Hautverletzungen entstehen können.
Kollagen
Bestandteil des Bindegewebes, das der Haut die Festigkeit verleiht.
Komedo Erweiterte, mit Keratin und Talg gefüllte (verstopfte) Talgdrüse, Mitesser. Man unterscheidet offene Komedonen und geschlossene Komedonen.
Komedogen
Mitesser verursachend.
Substanzen, die auf der Haut die Bildung von Mitessern fördern, wie z.B. fette Öle, werden als komedogen bezeichnet.
Lotion
Äußerlich anzuwendende flüssige Zubereitung mit suspendierten oder emulgierten Wirk- oder Hilfsstoffen.
Meist handelt es sich um eine Mischung von Wasser mit sehr wenig Öl. Solche dünnflüssigen Öl-in-Wasser-Emulsionen dienen als Hautpflegemilch.
Mallorca-Akne
s. Acne aestivalis
Medikamentenakne
Manche Arzneimittel können Akne-ähnliche Hautreaktionen hervorrufen. Dabei können Papeln und Pusteln
auftreten, aber keine Mitesser. Zu diesen Arzneimittel gehören u.a.
Vitamin B1, B6 und B12, Isoniazid, Halogene (Jod, Brom, chlorierte
Kohlenwasserstoffe), bestimmte Antiepileptika (Hydantoinderivate),
Phenobarbital und Lithium.
Melanin
Dunkle,
stickstoffhaltige Farbstoffe (Pigmente) auf die die Färbung der Haut
zurückzuführen ist. Melanin schützt die Haut vor den schädlichen Folgen
der UV-Strahlung und wird von den in der Haut vorkommenden Melanozyten
gebildet.
Auch die dunkle Farbe der offenen Mitesser ist auf Melanin zurückzuführen.
Mikrokomedo
Nur mikroskopisch zu erkennende Vorstufe des auch äußerlich sichtbaren Komedos.
Minocyclin
Innerlich anzuwendendes Tetracyclin-Antibiotikum,
welches neben der antibakteriellen auch eine antientzündliche Wirkung
zeigt. Unter den Antibiotika Mittel der Wahl bei Akneformen, die eine
innerliche antibakterielle Therapie erforderlich machen.
Ölakne
Akneform,
die durch ständigen Kontakt der Haut mit Schmierölen, Pech- und
Teerprodukten im Berufsleben (Automechaniker, Asphaltarbeiter)
verursacht wird.
Östrogene Östrogene sind weibliche Sexualhormone, die als Gegenspieler der männlichen Geschlechtshormone (Androgene)
wirken. Durch ihren Einfluss wird die Menge der frei im Blut
zirkulierenden Androgene vermindert. Dadurch wird das Wachstum und die
Talgproduktion der Talgdrüsen vermindert. Außerdem wirken sie
stabilisierend auf den weiblichen Zyklus und vermindern
Zyklusschwankungen.
Östrogene werden häufig in Kombination mit Gestagenen,
die eine antiandrogene Wirkkomponente besitzen, in Hormonpräparaten
("Hautpillen") zur Behandlung der Akne bei Frauen eingesetzt.
Papel
Ist
der Ausführungsgang der Talgdrüse durch einen Horn-Talg-Pfropf
verstopft, wird der permanent produzierte Talg angesammelt. Die Talgdrüse schwillt an, wird dick, hart und gespannt. Es entsteht eine Papel.
Peeling
Das
Abschleifen und / oder die Entfernung der äußersten Hautschichten,
entweder mechanisch unter Verwendung feiner Schleifmaterialien (z.B.
Mandelkleie) oder chemischer Mittel (oder UV-Bestrahlung). Medizinisch
wird zwischen epidermalem Peeling oberflächlich-, dermoepidermalem
Peeling mittlere Tiefe- und dermalem Peeling (tief) unterschieden. Je
tiefer das Peeling, desto höher ist das Nebenwirkungsrisiko.
Peeling-Cremes haben eine vorwiegend reinigende Wirkung. Die bereits
abgestorbenen äußeren Zellschichten werden abgelöst, die Haut geklärt
und gereinigt. Außerdem wird die Durchblutung erhöht, die Haut kann so
auf eine anschließende Therapie oder Pflege vorbereitet werden. Da die
Haut jedoch lediglich oberflächlich abgerieben wird, kann man keine
Wunderwirkungen von Peeling-Cremes erwarten.
phototoxische Substanzen
Pflanzliche oder synthetische Stoffe, die die Haut extrem lichtempfindlich machen.
Poren
Griechisches Wort für Loch, Öffnung.
z.B.: Ausführungsgang der Talgdrüse in die Haut.
Über die Hautporen können neben Hauttalg und Schweiß auch Schadstoffe
ausgeschieden werden. Außerdem können Sauerstoff und Nährstoffe durch
die Poren in der Haut in den Körper aufgenommen werden.
Prädilektionsstellen
Von
einem Krankheitsprozess bevorzugte Körperstelle; bei der Akne vor allem
das Gesicht und die obere Rumpfregion (Brust, Rücken), da diese
Regionen eine besonders hohe Anzahl an Talgdrüsen aufweisen.
Propionibacterium acnes
Lateinischer Name der Akne verusachenden Bakterien, die auf der Haut und in den Talgdrüsen
vorkommen. Kann der Talg nicht aus den Talgdrüsen abfließen, können
sich die Bakterien extrem vermehren. Es kann zu einer Erzündung kommen; Pickel können entsteht.
zur Übersicht
Pustel
Mit Eiter gefülltes Bläschen; Eiterpickel.
Resistenz
Meist im Lauf der Zeit erworbene Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika.
Nach Auseinandersetzung der Bakterien mit den Antibiotika können sie
durch unterschiedliche Anpassungsmechanismen Resistenzen entwickeln.
Durch Selektion überleben schließlich nur die resistenten - also gegen
ein bestimmten Antibiotikum unempfindlichen - Mikroorganismen.
Bei Akne äußert sich das darin, dass sich der Hautzustand zu Beginn
einer äußerlichen Behandlung mit Antibiotika nicht verbessert, bzw.
während der Behandlung wieder verschlechtert. In diesem Fall sollte das
weitere Vorgehen mit der Hautärztin/dem Hautarzt abgesprochen werden.
Retinoide
Sammelbegriff für natürliche und synthetische Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure. Synthetische Retinoide werden aufgrund ihrer keratolytischen (Hornhaut lösenden) Wirkung z.B. als Aknemittel eingesetzt.
Rosazea
Entzündliche
Hauterkrankung des Gesichtes, die ab dem 2. Lebensjahrzehnt auftreten
kann. Sie ist gekennzeichnet durch Hautrötung, Papeln und Pusteln. Im Gegensatz zur Akne treten niemals Komedonen, dafür aber Teleangiektasien auf. Bei Männern kann sich eine Knollennase entwickeln.
Salbe
Streichfähige Arzneizubereitung aus Wasser in viel Öl oder Fett. Ein Emulgator sorgt dafür, daß sich die feinen Tröpfchen aus Wasser und Öl nicht entmischen (s.a. unter...)
Säureschutzmantel
Die
durch Absonderung der Hautdrüsen (insbesondere Schweiß) auf der Haut
gebildete natürliche, schwachsauere Schicht (pH 4-7) die vor
Krankheitserregern und alkalischen Substanzen schützt.
Schälmittel
Mittel, die äußerlich gegen Akne eingesetzt werden. Sie bewirken eine Ablösung der äußeren Hornschichten der Haut. Vgl. auch Peeling, Vitamin A-Säure.
Seborrhoe
Fettige Haut infolge vermehrter Talgabsonderung. Eine große Rolle spielen dabei die männlichen Sexualhormone (Androgene), die die Talgproduktion beeinflussen. Die Veranlagung zur Seborrhoe kann vererbt werden.
Sebum
Lateinische Bezeichnung für Talg.
Das von denTalgdrüsen
abgesonderte Sebum dient dazu, die Haut mit einem dünnen Fettfilm zu
bedecken, der die Haut vor Austrocknung bewahrt und das Eindringen von
Schadstoffen und Krankheitserregern in die Haut verhindert.
Sensibilisierung
Erzeugung einer Immunantwort, Allergisierung (s. dazu auch: Infozentrum Allergie)
Seveso-Akne
Schwere
Form der Akne, ausgelöst durch giftige, chlorierte Substanzen
(Dioxine).Benannt nach der italienischen Stadt Seveso, in der es 1976
zu einem Reaktorunfall kam, bei dem Dioxin freigesetzt wurde. Es traten
zahlreiche Fälle einer Chlorakne auf.
Sexualhormone
Hormone der Keimdrüsen, die in erster Linie die Entwicklung und
Funktion der Sexualorgane steuern. Sie beeinflussen aber auch noch
andere Organe und Gewebe, wie zum Beispiel die Talgdrüsen . Es gibt sowohl männliche (Androgene) als auch weibliche (Östrogene bzw. Gestagene)
Sexualhormone, die im jeweiligen Geschlecht in unterschiedlichen Mengen
gebildet werden. Das heißt, dass natürlicherweise auch Frauen männliche
Sexualhormone bilden.
Unter dem Einfluss männlicher Hormone kommt es zu einem schnelleren
Wachstum der Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüse und somit zu
einer verstärkten Ansammlung von Hornzellen. Es bildet sich ein
Hornpfropf, der das Abfließen des vermehrt gebildeten Talgdrüsensekrets
verhindert. Außerdem stimulieren männliche Sexualhormone das Wachstum
und die Talgproduktion der Talgdrüsen.
Die Talgdrüsen reagieren empfindlich auf Androgene. Wenn mehr Androgene
produziert werden, produzieren sie mehr Talg und anders herum. Genauso
ist es möglich, dass die Talgdrüsen schon von sich aus sehr sensibel
auf Androgene reagieren.
Durch eine erhöhte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung im
Talgdrüsenausführungsgang wird die Entstehung offener und geschlossener
Mitesser (Komedonen) stark begünstigt.
Aufgrund weiterer Faktoren (bakterielle Besiedlung des
Talgdrüsensekrets und komplexe Entzündungsreaktionen) können auch
entzündliche Akneerscheinungen, wie z.B. Pickel, entstehen.
Die Androgenbildung ist individuell unterschiedlich. Manchen Frauen
bilden etwas mehr, andere etwas weniger Androgene. Dann kann es schon
mal sein, dass sich das auch im Hautbild bemerkbar macht. Meistens ist
es aber so, dass die Talgdrüsen und Haarfollikel einfach sensibler auf
die Androgene oder auch Hormonschwankungen reagieren.
Steroid-Akne
Akneform die durch langdauernde - auch niedrig dosierte - Anwendung von Kortisonpräparaten auftreten kann.
Strahlen-Akne
Nach Röntgenbestrahlung der Haut, insbesondere mit höheren Dosen auftretende Akneform mit zahlreichen offenen und geschlossenen Komedonen.
Subcutis
Lateinische Bezeichnung für die Unterhaut (s. a. Haut: Aufbau und Funktion).
Symptom
Wahrnehmbare Auswirkung. Anzeichen einer Erkrankung.
Syndet
Abkürzung für "Synthetische Detergentien". Milde Waschlösungen ohne die reizenden Eigenschaften von Seifen (s. dazu auch: Detergenzien).
Talgdrüsen
Drüse
in der Haut, die den Talg produziert und über einen Ausführungsgang an
die Oberfläche leitet. Der Talg (Hautfett) bewahrt die Haut vor
Austrocknung. Übermäßige Talgproduktion fördert die Entstehung einer
Akne (s.a. unter Sexualhormone).
Teerakne
s. Ölakne
Teleangiektasien
Erweiterung arterieller und venöser Äderchen (Gefäßreiser).
Terminalhaare
Haare des Kopfes, des Bartes, der Achselhaut, der Schamgegend und der Brust.
Näheres zum Thema unter www.hermal.de
Testosteron
Männliches
Sexualhormon, das bei Männern und Frauen in einem bestimmten Verhältnis
vorhanden ist. Zuviel Testosteron erhöht die Talgproduktion und damit
die Aknegefahr.
Tetracycline
Antibiotika mit einem breiten Wirkungsspektrum, welche innerlich bei schweren Akneformen eingesetzt werden.
Tretinoin
Andere Bezeichnung für Vitamin-A-Säure oder Retinsäure.
Triglyceride
Neutralfette, gebildet aus Glycerin und Fettsäuren. Hauptbestandteil des Talges.
UV-Licht
Ultraviolettes
Licht. Unsichtbarer Bestandteil des Sonnenlichtes, der je nach
Intensität und Dauer eine Hautbräunung aber auch Sonnenbrand
verursachen kann. Unter Einwirkung von UV-Strahlen kann es zu einer
Besserung der Akne kommen, da diese antibakteriell wirken. Gleichzeitig
kann UV-Strahlung aber auch eine vermehrte Talgproduktion bewirken, so
dass die Akne sich verschlimmert.
Vitamin A-Säure
Schälmittel zur Behandlung offener und geschlossener Komedonen.
Ist häufig in äußerlich anzuwendenden Lösungen, Gelen oder Cremes
enthalten und gilt als Mittel der Wahl zur Aufrechterhaltung eines
besseren Hautbildes, da sie auch das Auftreten von erneuten
Akne-Schüben verhindern kann.
Zyste
Abgekapselte, sackartige und schmerzhafte Geschwülste mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt.
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