Aktuelles 
Hautarztsuche 
Infozentrum Allergie 
Infozentrum Haut 
Tätigkeitsbereich Hautarzt
Erkrankungen
Wissenswertes
Patientenlexika
Akne-Lexikon
Kleines Haut-Lexikon
Sonnen-Lexikon
Kontaktallergen-Lexikon
Häufig gestellte Fragen
Melanom-Risiko
Salben, Cremes und mehr...
Selbsthilfe-Organisationen
Messe 
Informationen zu
Erkrankungen der
Haut,
Haare,
Nägel
finden Sie hier »
Bei Akne
gegen
unreine
Haut


mehr »
Suche: Newsletter Kontakt
Seite weiterempfehlen | Druckversion

Akne-Lexikon

Im Akne-Lexikon finden Sie alle relevanten Stichwörter zum Thema Akne. Bitte wählen Sie einen Begriff aus.
  A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z    

Abszeß
Acne aestivalis
Acne comedonica
Acne conglobata
Acne cosmetica
Acne venenata
Acne excoriee des jeunes filles
Acne fulminans
Acne infantum
Acne inversa
Acne neonatorum
Acne tarda
Acne vulgaris
Androgene
Antibiotika
Bakterien
Basalzellschicht
Benzoylperoxid
Chlorakne
Corium
Creme
Depigmentierung
Dermabrasion
Detergenzien
Effloreszenzen
Emulgatoren
Emulsion
Epidermis
Erythem
Erythromycin
Fistel
Follikel
Gel
Gestagene
Hardening
Hormone
Immunsystem
Irritation
Isotretinoin
Keloide
Kollagen
Komedo
Komedogen
Lotion
Mallorca-Akne
Medikamentenakne
Melanin
Mikrokomedo
Minocyclin
Ölakne
Östrogene
Papel
Peeling
phototoxische Substanzen
Poren
Prädilektionsstellen
Propionibacterium acnes

Pustel
Resistenz
Retinoide
Rosazea
Salbe
Säureschutzmantel
Schälmittel
Seborrhoe
Sebum
Sensibilisierung
Seveso-Akne
Sexualhormone
Steroid-Akne
Strahlen-Akne
Subcutis
Symptom
Syndet
Talgdrüse
Teerakne
Teleangiektasien
Terminalhaare
Testosteron
Tetracycline
Tretinoin
Triglyceride
UV-Licht
Vitamin A-Säure
Zyste



Abszeß
(lat. Abscessus = Eitergeschwür)
Eiteransammlung im Gewebe, in der Regel durch eine bakterielle Infektion ausgelöst.




Acne aestivalis (syn. Mallorca - Akne)
Die Akne aestivalis oder auch Mallorca-Akne ist eine Akne-ähnliche Hauterkrankung, die vermutlich durch Sonnen- und/oder UV-Licht ausgelöst wird. Das akneartige Krankheitsbild tritt meist im Frühjahr auf, verschlimmert sich im Sommer und klingt im Herbst spontan wieder ab. Meistens sind die Pickel gleichförmig auf Oberarmen, Schultern, Rücken und Brust verteilt, Mitesser (Komedonen) fehlen. Eventuell spielen während des Sonnenbadens verwendete Lichtschutzmittel oder Kosmetika bzw. die darin enthaltenen Emulgatoren bei der Entstehung der Mallorca-Akne eine Rolle.



Acne comedonica
Sie ist meist das Frühstadium einer Akne zu Beginn der Pubertät und fast ausschließlich im Gesicht, auf Stirn, Nase oder Wange anzutreffen. Es finden sich praktisch ausschließlich geschlossene und offene Komedonen. Vereinzelt können auch entzündliche Hautveränderungen (Pickel) auftreten.




Acne conglobata
Schwerste Form der Akne mit Riesenkomedonen, Abszessen und starken Vernarbungen.




Acne cosmetica
Langzeitige, tägliche und übermäßige Anwendung von Kosmetika kann zur Akne führen. Als Kosmetika gelten im weitesten Sinn alle zur Reinigung und Pflege der Haut eingesetzten Präparate, wie zum Beispiel Feuchtigkeits-, Gesichts-, Nacht- und Sonnenschutzcremes, Rouge und Haarpflegepräparate. Das Erscheinungsbild ähnelt dem der Acne vulgaris. Das Vermeiden verdächtiger akneigener (Akne erzeugender) Substanzen kann zu einer Besserung der Acne cosmetica führen.




Acne excoriee des jeunes filles
Akneform, die vor allem bei jungen Mädchen durch dauernde, zwanghafte Manipulation an echten und vermeintlichen Pickeln und Mitessern entsteht.




Acne fulminans
Seltene, schwere Akneform bei männlichen Jugendlichen mit großen Eiterpickeln, Geschwüren und Krusten, oft mit Fieber verbunden.




Acne infantum
Sehr seltene Akneform, die bei Kleinkindern ab dem 3. bis 6. Lebensmonat auftritt und mehrere Monate bis Jahre bestehen bleiben kann. Sie ist oft stärker ausgeprägt als die Acne neonatorum und betrifft Jungen häufiger als Mädchen.




Acne inversa
Akneform, die anders als die Acne vulgaris nicht die Talgdrüsen, sondern die Terminalhaarfollikel betrifft. Somit befällt sie auch den Nacken, Rücken, Brust, die Achselhöhlen, Leisten, Genitale und das Gesäß. Meist sind Erwachsene betroffen. Die Acne inversa verläuft häufig sehr schwer und geht mit schmerzhaften Entzündungen einher. Oft liegen Fistelgänge vor, die tief in die Haut hineinreichen. Die Behandlung erfordert oft chirurgische Eingriffe.
                                                                                                                                               



Acne neonatorum
Seltene Akneform, die bei Säuglingen (meist Jungen) von Geburt an bestehen kann oder sich in den ersten Wochen nach der Geburt entwickelt. Die Hautveränderungen sind meist gering und heilen innerhalb kurzer Zeit (wenige Wochen bis Monate) wieder ab.

                                                                                                                                                
zur Übersicht                                                               



Acne tarda
Vor allem bei Frauen kommt es immer häufiger vor, dass die Akne ab dem 30. bis zum 40. Lebensjahr erstmals oder erneut auftritt. Anders als bei jüngeren Acne-vulgaris-Patienten ist die Haut der Patienten, die an der sogenannten Spätakne bzw. Acne tarda leiden, eher trocken.
Als mögliche Ursache der Acne tarda wird unter anderem angenommen, dass das Absetzen der Antibaby-Pille die Empfindlichkeit der Talgzellen auf männliche Hormone (Androgene) fördert. Eine weitere Hypothese gilt dem Alltagsstress, der offensichtlich die Wirkung der Androgene am Rezeptor der Talgdrüse verstärkt. Auch Übergewicht spielt eine Rolle bei der Spätakne. Verschiedene biochemische Prozesse, die im Fettgewebe ablaufen, beeinflussen den Hormonhaushalt und führen zur verstärkten Bildung männlicher Hormone.

                                                                                                 zur Übersicht



Acne venenata (syn. Kontaktakne)
Die Acne venenata ist eine akneartige Hauterkrankung, die durch den Hautkontakt mit einer Vielzahl von Verbindungen hervorgerufen werden kann, die die Entstehung von Komedonen (Mitessern) begünstigen. Dazu zählen halogenierte Kohlenwasserstoffe, Öl, Teer und Pech und Kosmetika.
                                                                                                                         


 

Acne vulgaris
"Gewöhnliche" Akne, die durch eine verstärkte Verhornung und Verstopfung der Talgdrüsen entsteht. Drei Faktoren sind hauptsächlich für die Bildung von Pickeln und Mitessern verantwortlich:
      1.    Produktion von überschüssigem Hauttalg (Sebum)
      2.    Verhornungsstörung der Talgdrüse
      3.    Besiedlung der Talgdrüse mit Bakterien und Entzündungsreaktionen.




Androgene
Männliche Sexualhormone (z.B. Testosteron), die das Wachstum und die Talgproduktion der Talgdrüse (Link!!!) in der Haut steuern. Zusätzlich kommt es unter dem Einfluss männlicher Hormone zu einem schnelleren Wachstum der Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüsen und somit zu einer verstärkten Ansammlung von Hornzellen. Durch die erhöhte Talgproduktion und Verhornungsstörung im Talgdrüsenausführungsgang wird die Entstehung der Akne stark begünstigt. Androgene kommen bei Männern und Frauen vor (s.a. Hormone).




Antibiotika
Pflanzliche oder synthetische Wirkstoffe, die Bakterien hemmen oder abtöten können. Antibiotika können äußerlich als Salbe oder Creme auf die Haut aufgetragen werden oder innerlich als Tablette gegeben werden.




Bakterien
Einzellige Kleinlebewesen, von denen einige für den Menschen nützlich und notwendig sind, andere aber Krankheiten auslösen können.




Basalzellschicht
Dünne Membran zwischen Oberhaut und Lederhaut, die der Hautregeneration dient. Die Basalzellen teilen sich permanent und schieben innere Zellschichten nach außen. Diese sterben ab, verhärten und bilden die schützende Hornschicht der Haut (s.a. Haut: Aufbau und Funktion).




Benzoylperoxid

Aknetherapeutikum zur äußerlichen Anwendung. Benzoylperoxid hat eine starke  antimikrobielle Wirkung und vermindert die Anzahl an offenen und geschlossenen Mitessern. Da Benzoylperoxid-haltige Arzneimittel auch einen stark bleichenden Effekt auf Haare und Textilien haben, sollte die Anwendung in der Nähe des Haaransatzes und Bartes vorsichtig erfolgen (s.a. Akneroxid).



Chlorakne
Unkontrollierter Kontakt der Haut mit chlorhaltigen Chemikalien (Dioxine, Holzschutzmittel) z.B. im Berufsleben kann zu dieser schmerzhaften, schwer heilenden Hauterkrankung führen
(s.a. Seveso-Akne
).




Corium
Lateinische Bezeichnung für die Lederhaut, die mittlere der drei Hautschichten (s.a. Haut: Aufbau und Funktion).




Creme
Öl-in-Wasser-Emulsion (s.a. Salben, Cremes und mehr...).




Depigmentierung
Durch Entfernung oder Verlust der Hautfärbung entstehen helle Flecken auf der Haut.




Dermabrasion
Abschleifen der Haut entweder mit Glas- oder Sandpapier oder mit hochtourigen Schleifgeräten zur Behandlung z.B. von (Akne-) Narben.



Detergenzien (syn. Tenside)
Im allgemeinen sind damit synthetische, organische, grenzflächenaktive Substanzen gemeint, die anionisch, kationisch, nichtionisch oder ampholytisch aufgebaut sein können. Nach der europäische Detergentienverordnung bezeichnet der Begriff "Detergens" einen Stoff oder eine Zubereitung, der/die Seifen oder andere Tenside enthält. Detergenzien setzen die Oberflächenspannung des Wassers herab und fördern die Schmutz- bzw. Fettlösung.

Synthetische Detergenzien (Syndets) haben i.d.R. einen sauren pH-Wert, der dem der Haut ähnlich ist. Deshalb eignen sie sich z.B. als milde (seifenfreie) Waschlösungen bei Problemhaut.

Dagegen reagieren Seifen (anionische Tenside) alkalisch und können (z.B. bei der Gesichtsreinigung) den Säure-Schutzmantel der Haut angreifen.




Effloreszenzen
Unterschiedliche Formen krankhafter Hautveränderungen, z.B. Fleck, Bläschen, Quaddel, Geschwür u.s.w.




Emulgatoren
Es wird vermutet, dass Emulgatoren bei bestimmten Patienten unter Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautreaktionen (z.B. in Form der Mallorca-Akne) führen.

Emulgatoren sind Stoffe, die die Bildung von Emulsionen fördern und deren Stabilität erhöhen. Emulsionen neigen natürlicherweise dazu, sich in ihre einzelnen Phasen zu trennen (Phasentrennung), sie sind instabil. Emulgatoren, die aus einem hydrophilen und einem lipophilen Teil bestehen - sie sind also gleichzeitig fettliebend und wasserliebend - sorgen dafür, dass die aus einer Fett- und einer Wasserphase zusammengesetzten Emulsionen fein vermengt werden können. Durch die Zugabe von Emulgatoren wird die Grenzflächenspannung zwischen den beiden Phasen reduziert. Der Emulgator bildet einen zusammenhängenden Film um die dispergierten Tröpfchen und verhindert ein Zusammenfließen der inneren Phase (s.a. Salben, Cremes und mehr...)

Patienten mit Mallorca-Akne sollten auf emulgatorfreie Sonnenschutzpräparate achten. Hier sind besondere Sonnenschutzgele zu empfehlen.




Emulsion
Feinste Verteilung zweier nicht ineinander löslicher Flüssigkeiten wie z.B. Öl und Wasser.
Emulsionen als Arzneiform sind allgemein dünnflüssigere Cremes vom W/O- oder O/W-Typ. Sie werden häufig auch als Lotionen bezeichnet (s.a. Salben, Cremes und mehr...).




Epidermis
Lateinische Bezeichnung der Oberhaut (s.a. Haut: Aufbau und Funktion)




Erythem
Hautrötung infolge einer Erweiterung der Blutgefäße; es verschwindet unter Druck.




Erythromycin
Antibiotikum zur Behandlung entzündlicher Akneformen. Neben seiner antibakteriellen besitzt es auch eine deutliche antientzündliche Wirkung.




Fistel
Röhrenförmiger Gang, der von einem krankhaft bedingten Hohlraum ausgeht und an der Körperoberfläche ausmündet oder nur im Körperinneren verläuft, z.B. zwischwn Papeln und Pusteln.




Follikel
Schlauchförmiges mit Deckgewebe ausgekleidetes Bläschen z.B. Haarfollikel, Eifollikel.




Gel
Halbfeste, klare, meist fettfreie Arzneizubereitung bezeichnet (s.a. Salben, Cremes und mehr...).




Gestagene
Gestagene zählen zu den weiblichen Sexualhormonen. Sie beeinflussen den weiblichen Zyklus auf vielfältige Weise. In ausreichend hohen Mengen verhindern sie den Eisprung und verändern die Viskosität des Zervixschleims. Aufgrund dieser Eigenschaften wirken sie empfängnisverhütend.

Aber Gestagen ist nicht gleich Gestagen. Aufgrund zusätzlicher Eigenschaften werden sie u.a. unterteilt in solche mit anti-androgener und solche mit androgener Teilwirkung.

Zur Behandlung der Akne sind diejenigen Gestagene geeignet, die eine antiandrogene Wirkkomponente besitzen. Sie können die Akne-verursachende Wirkung von männlichen Sexualhormonen in den Talgdrüsen hemmen.

                                                                                                                                                
zur Übersicht




Hardening
Zu Beginn einer Behandlung mit Aknemitteln kann es zu Hautreizungen kommen, die normalerweise im Laufe der Behandlung vergehen. Mit der Zeit tritt also eine gewisse Gewöhnung der Haut an den reizenden Wirkstoff ein. Diese Art "Abhärtung" der Haut macht sich auch bei anderen reizenden Substanzen oder physikalischen Reizen bemerkbar. Ausgenutzt wird der Effekt z.B. bei erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut. Hier kann ein sogenanntes Light-hardening beim Arzt Abhilfe schaffen.




Hormone
Jeder Organismus verfügt über eine Reihe von Stoffen, die die Funktionen des Körpers aufrechterhalten und regulieren. Dazu gehören auch die Hormone. Sie erfüllen die unterschiedlichsten Aufgaben. Als Signalstoffe übermitteln sie im Körper Informationen und steuern biochemische Reaktionen. Da das Gebiet der Hormone sehr umfangreich ist, werden im Folgenden nur einige Beispiele genannt:
     ·    Hormone der Schilddrüse sind z.B. Thyroxin und Triiodthyronin. Sie erhöhen u.a. den Grundumsatz,
          steigern die Glykogenolyse in Leber u. Muskeln und wirken lipolytisch.
     ·    Hormone der Nebennierenrinde sind u.a. die Glukokortikoide, die den Organismus befähigen, auf
          innere und äußere Beanspruchung ("Stress", wie Verbrennungen, operative Eingriffe, schwere 
          Infektionskrankheiten) zu reagieren.
     ·    Hormone der Keimdrüsen (Sexualhormone) steuern in erster Linie die Entwicklung und
          Funktion der Sexualorgane, beeinflussen aber auch noch andere Organe und Gewebe, wie zum
          Beispiel die Talgdrüsen.




Immunsystem
Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Abwehrsystem zum Schutz vor Infektionen und Krankheiten.
Das Immunsystem hat eine entscheidende Bedeutung für die Entwicklung der Akne. Durch unterschiedliche und sehr komplexe Reaktionen des Immunsystems kann eine bereits bestehende Entzündungsreaktion verstärkt werden, so dass aus Mikrokomedomen entzündete Pickel (Pusteln und Papeln) entstehen können.




Irritation
Lateinische Bezeichnung für Reizung.
Eine Irritation oder Reizung der Haut kann z.B. durch mechanische (Reiben oder Kratzen) oder chemische Einflüsse entstehen. Auch Aknemittel können zu Beginn der Behandlung eine Hautreizung hervorrufen. Die Haut kann dann vorübergehend gerötet sein, brennen u./o. jucken. Eventuell hilft es in diesen Fällen, dass entsprechende Präparat weniger häufig anzuwenden, z.B. statt zweimal täglich zunächst nur einmal täglich. Wenn die Irritation sehr stark ist oder über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt, sollte die Behandlung unterbrochen und Arzt konsultiert werden.





Isotretinoin
Eine mit der Vitamin A-Säure verwandte Substanz zur innerlichen Behandlung schwerer und sehr schwerer Akneformen. Der Wirkstoff vermindert die gesteigerte Talgproduktion, verhindert die Bildung von Mitessern, reduziert die Keimbesiedlung in den Talgdrüsenfollikeln und wirkt antientzündlich. Bei Frauen im gebärfähigem Alter nur geeignet, wenn die umfangreichen Regeln eines Schwangerschaftsverhütungsprogramms strengstens eingehalten werden. Eine Schwangerschaft ist unter der Therapie mit Isotretinoin unbedingt zu vermeiden, da es zu schweren Missbildungen beim ungeborenen Kind führen kann.




Keloide
Derbe, bindegewebrige, strangförmige Wulstnarben, die nach Verbrennungen, Verätzungen u.a. schweren Hautverletzungen entstehen können.




Kollagen
Bestandteil des Bindegewebes, das der Haut die Festigkeit verleiht.




Komedo
Erweiterte, mit Keratin und Talg gefüllte (verstopfte) Talgdrüse, Mitesser. Man unterscheidet offene Komedonen und geschlossene Komedonen.




Komedogen
Mitesser verursachend.
Substanzen, die auf der Haut die Bildung von Mitessern fördern, wie z.B. fette Öle, werden als komedogen bezeichnet.




Lotion
Äußerlich anzuwendende flüssige Zubereitung mit suspendierten oder emulgierten Wirk- oder Hilfsstoffen.
Meist handelt es sich um eine Mischung von Wasser mit sehr wenig Öl. Solche dünnflüssigen Öl-in-Wasser-Emulsionen dienen als Hautpflegemilch.




Mallorca-Akne

s. Acne aestivalis




Medikamentenakne

Manche Arzneimittel können Akne-ähnliche Hautreaktionen hervorrufen. Dabei können Papeln und Pusteln auftreten, aber keine Mitesser. Zu diesen Arzneimittel gehören u.a. Vitamin B1, B6 und B12, Isoniazid, Halogene (Jod, Brom, chlorierte Kohlenwasserstoffe), bestimmte Antiepileptika (Hydantoinderivate), Phenobarbital und Lithium.




Melanin

Dunkle, stickstoffhaltige Farbstoffe (Pigmente) auf die die Färbung der Haut zurückzuführen ist. Melanin schützt die Haut vor den schädlichen Folgen der UV-Strahlung und wird von den in der Haut vorkommenden Melanozyten gebildet.

Auch die dunkle Farbe der offenen Mitesser ist auf Melanin zurückzuführen.




Mikrokomedo
Nur mikroskopisch zu erkennende Vorstufe des auch äußerlich sichtbaren Komedos.




Minocyclin
Innerlich anzuwendendes Tetracyclin-Antibiotikum, welches neben der antibakteriellen auch eine antientzündliche Wirkung zeigt. Unter den Antibiotika Mittel der Wahl bei Akneformen, die eine innerliche antibakterielle Therapie erforderlich machen.




Ölakne

Akneform, die durch ständigen Kontakt der Haut mit Schmierölen, Pech- und Teerprodukten im Berufsleben (Automechaniker, Asphaltarbeiter) verursacht wird.




Östrogene
Östrogene sind weibliche Sexualhormone, die als Gegenspieler der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) wirken. Durch ihren Einfluss wird die Menge der frei im Blut zirkulierenden Androgene vermindert. Dadurch wird das Wachstum und die Talgproduktion der Talgdrüsen vermindert. Außerdem wirken sie stabilisierend auf den weiblichen Zyklus und vermindern Zyklusschwankungen.

Östrogene werden häufig in Kombination mit Gestagenen, die eine antiandrogene Wirkkomponente besitzen, in Hormonpräparaten ("Hautpillen") zur Behandlung der Akne bei Frauen eingesetzt.




Papel
Ist der Ausführungsgang der Talgdrüse durch einen Horn-Talg-Pfropf verstopft, wird der permanent produzierte Talg angesammelt. Die Talgdrüse schwillt an, wird dick, hart und gespannt. Es entsteht eine Papel.



Peeling
Das Abschleifen und / oder die Entfernung der äußersten Hautschichten, entweder mechanisch unter Verwendung feiner Schleifmaterialien (z.B. Mandelkleie) oder chemischer Mittel (oder UV-Bestrahlung). Medizinisch wird zwischen epidermalem Peeling oberflächlich-, dermoepidermalem Peeling mittlere Tiefe- und dermalem Peeling (tief) unterschieden. Je tiefer das Peeling, desto höher ist das Nebenwirkungsrisiko.

Peeling-Cremes haben eine vorwiegend reinigende Wirkung. Die bereits abgestorbenen äußeren Zellschichten werden abgelöst, die Haut geklärt und gereinigt. Außerdem wird die Durchblutung erhöht, die Haut kann so auf eine anschließende Therapie oder Pflege vorbereitet werden. Da die Haut jedoch lediglich oberflächlich abgerieben wird, kann man keine Wunderwirkungen von Peeling-Cremes erwarten.




phototoxische Substanzen
Pflanzliche oder synthetische Stoffe, die die Haut extrem lichtempfindlich machen.




Poren
Griechisches Wort für Loch, Öffnung.
z.B.: Ausführungsgang der Talgdrüse in die Haut.

Über die Hautporen können neben Hauttalg und Schweiß auch Schadstoffe ausgeschieden werden. Außerdem können Sauerstoff und Nährstoffe durch die Poren in der Haut in den Körper aufgenommen werden.




Prädilektionsstellen
Von einem Krankheitsprozess bevorzugte Körperstelle; bei der Akne vor allem das Gesicht und die obere Rumpfregion (Brust, Rücken), da diese Regionen eine besonders hohe Anzahl an Talgdrüsen aufweisen.




Propionibacterium acnes
Lateinischer Name der Akne verusachenden Bakterien, die auf der Haut und in den Talgdrüsen vorkommen. Kann der Talg nicht aus den Talgdrüsen abfließen, können sich die Bakterien extrem vermehren. Es kann zu einer Erzündung kommen; Pickel können entsteht.

                                                                                                                                                
zur Übersicht
                                                                                   

Pustel
Mit Eiter gefülltes Bläschen; Eiterpickel.




Resistenz
Meist im Lauf der Zeit erworbene Widerstandsfähigkeit von Bakterien gegen Antibiotika. Nach Auseinandersetzung der Bakterien mit den Antibiotika können sie durch unterschiedliche Anpassungsmechanismen Resistenzen entwickeln. Durch Selektion überleben schließlich nur die resistenten - also gegen ein bestimmten Antibiotikum unempfindlichen - Mikroorganismen.
Bei Akne äußert sich das darin, dass sich der Hautzustand zu Beginn einer äußerlichen Behandlung mit Antibiotika nicht verbessert, bzw. während der Behandlung wieder verschlechtert. In diesem Fall sollte das weitere Vorgehen mit der Hautärztin/dem Hautarzt abgesprochen werden.




Retinoide
Sammelbegriff für natürliche und synthetische Abkömmlinge der Vitamin-A-Säure. Synthetische Retinoide werden aufgrund ihrer keratolytischen (Hornhaut lösenden) Wirkung z.B. als Aknemittel eingesetzt.




Rosazea
Entzündliche Hauterkrankung des Gesichtes, die ab dem 2. Lebensjahrzehnt auftreten kann. Sie ist gekennzeichnet durch Hautrötung, Papeln und Pusteln. Im Gegensatz zur Akne treten niemals Komedonen, dafür aber Teleangiektasien auf. Bei Männern kann sich eine Knollennase entwickeln.




Salbe
Streichfähige Arzneizubereitung aus Wasser in viel Öl oder Fett. Ein Emulgator sorgt dafür, daß sich die feinen Tröpfchen aus Wasser und Öl nicht entmischen (s.a. unter...)




Säureschutzmantel
Die durch Absonderung der Hautdrüsen (insbesondere Schweiß) auf der Haut gebildete natürliche, schwachsauere Schicht (pH 4-7) die vor Krankheitserregern und alkalischen Substanzen schützt.




Schälmittel
Mittel, die äußerlich gegen Akne eingesetzt werden. Sie bewirken eine Ablösung der äußeren Hornschichten der Haut. Vgl. auch PeelingVitamin A-Säure.




Seborrhoe
Fettige Haut infolge vermehrter Talgabsonderung. Eine große Rolle spielen dabei die männlichen Sexualhormone (Androgene), die die Talgproduktion beeinflussen. Die Veranlagung zur Seborrhoe kann vererbt werden.




Sebum
Lateinische Bezeichnung für Talg.

Das von denTalgdrüsen abgesonderte Sebum dient dazu, die Haut mit einem dünnen Fettfilm zu bedecken, der die Haut vor Austrocknung bewahrt und das Eindringen von Schadstoffen und Krankheitserregern in die Haut verhindert.




Sensibilisierung
Erzeugung einer Immunantwort, Allergisierung (s. dazu auch: Infozentrum Allergie)



Seveso-Akne
Schwere Form der Akne, ausgelöst durch giftige, chlorierte Substanzen (Dioxine).Benannt nach der italienischen Stadt Seveso, in der es 1976 zu einem Reaktorunfall kam, bei dem Dioxin freigesetzt wurde. Es traten zahlreiche Fälle einer Chlorakne auf.



Sexualhormone
Hormone der Keimdrüsen, die in erster Linie die Entwicklung und Funktion der Sexualorgane steuern. Sie beeinflussen aber auch noch andere Organe und Gewebe, wie zum Beispiel die Talgdrüsen . Es gibt sowohl männliche (Androgene) als auch weibliche (Östrogene bzw. Gestagene) Sexualhormone, die im jeweiligen Geschlecht in unterschiedlichen Mengen gebildet werden. Das heißt, dass natürlicherweise auch Frauen männliche Sexualhormone bilden.

Unter dem Einfluss männlicher Hormone kommt es zu einem schnelleren Wachstum der Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüse und somit zu einer verstärkten Ansammlung von Hornzellen. Es bildet sich ein Hornpfropf, der das Abfließen des vermehrt gebildeten Talgdrüsensekrets verhindert. Außerdem stimulieren männliche Sexualhormone das Wachstum und die Talgproduktion der Talgdrüsen.

Die Talgdrüsen reagieren empfindlich auf Androgene. Wenn mehr Androgene produziert werden, produzieren sie mehr Talg und anders herum. Genauso ist es möglich, dass die Talgdrüsen schon von sich aus sehr sensibel auf Androgene reagieren.

Durch eine erhöhte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung im Talgdrüsenausführungsgang wird die Entstehung offener und geschlossener Mitesser (Komedonen) stark begünstigt.
Aufgrund weiterer Faktoren (bakterielle Besiedlung des Talgdrüsensekrets und komplexe Entzündungsreaktionen) können auch entzündliche Akneerscheinungen, wie z.B. Pickel, entstehen.

Die Androgenbildung ist individuell unterschiedlich. Manchen Frauen bilden etwas mehr, andere etwas weniger Androgene. Dann kann es schon mal sein, dass sich das auch im Hautbild bemerkbar macht. Meistens ist es aber so, dass die Talgdrüsen und Haarfollikel einfach sensibler auf die Androgene oder auch Hormonschwankungen reagieren.

                                                                                                                                                zur Übersicht                                                                       


Steroid-Akne
Akneform die durch langdauernde - auch niedrig dosierte - Anwendung von Kortisonpräparaten auftreten kann.




Strahlen-Akne

Nach Röntgenbestrahlung der Haut, insbesondere mit höheren Dosen auftretende Akneform mit zahlreichen offenen und geschlossenen Komedonen.




Subcutis
Lateinische Bezeichnung für die Unterhaut (s. a. Haut: Aufbau und Funktion).




Symptom
Wahrnehmbare Auswirkung. Anzeichen einer Erkrankung.




Syndet
Abkürzung für "Synthetische Detergentien".  Milde Waschlösungen ohne die reizenden Eigenschaften von Seifen (s. dazu auch: Detergenzien).




Talgdrüsen

Drüse in der Haut, die den Talg produziert und über einen Ausführungsgang an die Oberfläche leitet. Der Talg (Hautfett) bewahrt die Haut vor Austrocknung. Übermäßige Talgproduktion fördert die Entstehung einer Akne (s.a. unter Sexualhormone).




Teerakne
s. Ölakne




Teleangiektasien
Erweiterung arterieller und venöser Äderchen (Gefäßreiser).




Terminalhaare
Haare des Kopfes, des Bartes, der Achselhaut, der Schamgegend und der Brust.
Näheres zum Thema unter www.hermal.de




Testosteron
Männliches Sexualhormon, das bei Männern und Frauen in einem bestimmten Verhältnis vorhanden ist. Zuviel Testosteron erhöht die Talgproduktion und damit die Aknegefahr.




Tetracycline
Antibiotika mit einem breiten Wirkungsspektrum, welche innerlich bei schweren Akneformen eingesetzt werden.




Tretinoin
Andere Bezeichnung für Vitamin-A-Säure oder Retinsäure.




Triglyceride
Neutralfette, gebildet aus Glycerin und Fettsäuren. Hauptbestandteil des Talges.




UV-Licht
Ultraviolettes Licht. Unsichtbarer Bestandteil des Sonnenlichtes, der je nach Intensität und Dauer eine Hautbräunung aber auch Sonnenbrand verursachen kann. Unter Einwirkung von UV-Strahlen kann es zu einer Besserung der Akne kommen, da diese antibakteriell wirken. Gleichzeitig kann UV-Strahlung aber auch eine vermehrte Talgproduktion bewirken, so dass die Akne sich verschlimmert.




Vitamin A-Säure

Schälmittel zur Behandlung offener und geschlossener Komedonen. Ist häufig in äußerlich anzuwendenden Lösungen, Gelen oder Cremes enthalten und gilt als Mittel der Wahl zur Aufrechterhaltung eines besseren Hautbildes, da sie auch das Auftreten von erneuten Akne-Schüben verhindern kann.




Zyste
Abgekapselte, sackartige und schmerzhafte Geschwülste mit dünn- oder dickflüssigem Inhalt.








Sitemap | Disclaimer | Impressum | Kontakt | Mediadaten
© 2001 - 2010 hautstadt.de
Benutzername:
Passwort:
hautstadt-Passwort
vergessen?
hautstadt-Passwort
beantragen
DocCheck®-Passwort
vergessen?
DocCheck®-Passwort
beantragen
Der Nächste,
bitte ...
Hier finden
Sie den
Hautarzt
in Ihrer
Nähe
Hier geht es zur
Hautarztsuche
»