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Kleines Haut-Lexikon

Unsere Haut
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Aktinische Keratose
Altersflecken
Atopie
Atopisches Ekzem
Atopische Krankheitsgruppe
Austrocknungsekzem
Balneotherapie
Barrierefunktion der Haut
Basalzellenschicht
Besenreiser
Beugenekzem
Ceramide
Creme
Dehnungsstreifen (Striae)
Dermatolog. Pflege trockener Haut
Ekzem
Emulgatoren
Emulsion
Endogene Auslöser trockener Haut
Exogene Auslöser trockener Haut
Epidermis
Hautalterung
Hautbräunung
Hauttypen
Hydrolipidsystem
Keloide
Keratin
Keratinozyten
Kollagen/Fasern
Komedomen (Mitesser)
Konservierungsmittel
Kontaktekzem, allergisch
Kontaktekzem, chronisch
Korium
Lichtschädigung
Lipide
Lipide in der Hornschicht
Lotion
Melanin
Melanom
Melanozyten
Narben
Natürliche Feuchthaltefaktoren
Neurodermitis
Noxen
Peeling
Physiologische Lipide
Poren
Psoriasis
Radikale, freie
Säureschutzschicht
Schwangerschaftsstreifen
Sommersprossen
Sebostase
Subcutis
Syndet
Talgdrüsen
Teleangiektasien
Transepidermaler Wasserverlust
Urea
Waschmittel
Wundheilung
Zytoplasma



Aktinische Keratose
Rot-bräunliche, leicht schuppende Erhebungen, die vorwiegend auf stark sonnenbestrahlten Hautpartien (Gesicht, Handrücken) bei älteren Menschen erscheinen. Schwielige bis warzenähnliche rötlich-braune Auswüchse, die sich bösartig entwicklen können. Vorstufe zum Hautkrebs.



Altersflecken
Fleckige, unregelmäßige Pigmentierung, die nur auf sonnengeschädigter Haut erscheint, z.B. im Gesicht, am Hals, den Händen und Unterarmen älterer Menschen. Sie werden auch als "Lichtschadensflecken" bezeichnet.



Atopie
Atopie ist die vererbte Bereitschaft zur Entwicklung allergischer Erkrankungen in Kombination mit Veränderungen verschiedener Hautfunktionen. Die Häufigkeit solcher Erkrankungen in der Bevölkerung nimmt stetig zu.



Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
Das atopische Ekzem ist eine chronische oder chronisch wiederkehrende entzündliche Hauterkrankung, die in Form von Schüben (akute oder chronische) auftritt und durch trockene Haut, heftigen Juckreiz, Rötung, Schuppung, Nässen und Schorfbildung auf der Haut charaktisiert ist. Man unterscheidet zwischen akut problematischen und "normalen", symptomfreien Phasen bei der Beschreibung der Hautbefindlichkeit. Je nach Lebensalter variieren die Formen. Das atopisches Ekzem setzt normalerweise im Kleinkindalter ein, selten nach der Pubertät und zeigt allgemein einen Rückgang in der Intensität nach dem 30. Lebensjahr. Über die Hälfte der Patienten leidet lebenslänglich an empfindlicher, trockener Haut. Andere Bezeichnungen sind: atopische Dermatitis, Neurodermitis.



Atopische Krankheitsgruppe
Diese Gruppe beinhaltet eine Reihe von allergischen Erkrankungen, wie z.B. Heuschnupfen, allergisches Bronchialasthma, allergische Konjunktivitis (Augen-Bindehaut) sowie das atopische Ekzem und Urtikaria (Nesselsucht).


Austrocknungsekzem
Rötung und Schuppung der Haut, hervorgerufen durch häufige Reinigung und / oder den Gebrauch von Seifen, z.B. Schaumbädern oder auch durch sehr trockene Klimabedingungen.


Balneotherapie
Behandlung durch die Anwendung von Bädern. Wirkstoffe können schnell mit einer großen Körperfläche in Kontakt gebracht werden (Voll / Teilbäder).


Barrierefunktion der Haut
Das Hydrolipidsystem steuert die Durchlässigkeit der Haut. Diese natürliche Schutzschicht der Hautoberfläche besteht aus Wasser, Lipiden und Feuchtigkeitsfaktoren. Es schützt die Haut vor dem Austrocknen, externen Einflüssen und mechanischen Einwirkungen.


Basalzellenschicht
Die unterste Schicht der Epidermis, die zur Regenerierung der Haut dient. Die Basalzellen teilen sich laufend und schieben dadurch die inneren Zellschichten nach außen. Diese "abgeschobenen" Zellen sterben, verhärten sich und bilden die schützende Hornhaut.


Besenreiser
Erweiterte kleinste Blutgefäße, die blau sichtbar unmittelbar unter der Haut verlaufen. Besenreiser treten hauptsächlich bei Frauen auf, bevorzugt im Bereich der Oberschenkel und Unterschenkel-Innenseite.


Beugenekzem
Entzündete Hautstellen in den Beugen des Ellenbogens, den Handgelenken oder in den Kniekehlen ist charakteristisch für ein atopisches Ekzem (Neurodermitis).


Ceramide
Ein wichtiges Element der Fette in der Hornhautschicht. Die Ceramide lagern zwischen den Hornzellen wie Mörtel zwischen den Backsteinen einer Mauer. Die Ceramide halten die Feuchtigkeit der Haut im Gleichgewicht. (Lipide)


Creme
Eine Mischung von Wasser und Öl, bei der entweder Öltröpfchen in das Wasser eingemischt werden (Öl-in-Wasser- Emulsion) oder Wasser in das Öl (Wasser-in-Öl-Emulsion).


Dehnungsstreifen (Striae)
Hautdehnungsstreifen (Striae) entstehen besonders an Bauch und Hüften aber auch an den Brüsten. Striae sind erst bläulich rot, später gelblichweiß. Dehnungsstreifen entstehen durch eine Schädigung der elastischen Fasern. Ursachen sind: Schwangerschaft, Adipositas, nach Kortikoidbehandlung, beim Cushing-Syndrom und Infektionskrankheiten.



Dermatologische Pflege trockener Haut
Das Ziel einer "dermatologischen Hautpflege" trockener Haut ist die Erhaltung und ggf. Wiederherstellung der Barrierefunktion der Haut (Hydrolipidsystem), Schutz gegen exogene Noxen zu gewähren, den transepidermalen Wasserverlust zu normalisieren, und die Anfälligkeit der Haut für Entzündungen oder Ekzeme zu verringern.


Ekzem
Eine entzündliche Intoleranzreaktion der Haut, die mit Rötung, Schuppung, Juckreiz und Nässen einhergeht.


Emulgatoren
Substanzen, die die Bildung von Emulsionen ermöglichen und ihre Stabilität fördern. Fett und Wasser können z.B. auf diese Weise miteinander gemischt werden.



Emulsion
Eine extrem feine Verteilung zweier Flüssigkeiten, die nicht gegenseitig löslich sind, z.B. Öl und Wasser (Creme). Emulgatoren ermöglichen die Mischbarkeit.



Endogene Auslöser trockener Haut

Dieser Ausdruck bezieht sich auf die Einflüsse, die von innen auf die Haut wirken. Die Bezeichnung "endogene Auslöser" bezieht sich primär auf anlagebedingte Einflüsse, wie genetische Prädisposition, hormonelle Einwirkungen oder individuelle biologische Hautalterung, sowie interne Erkrankungen z.B. Diabetes. Die Ernährung und die Psyche können diesbezüglich auch eine Rolle spielen.


Exogene Auslöser trockener Haut
Exogene Auslöser beeinflussen die Haut von außen. Exogene Auslöser sind z.B. das Klima (Hitze und Kälte), trockene Heizungsluft oder niedrige Luftfeuchtigkeit, Sonnenstrahlen (UV-B-Strahlen), exzessives Waschen, besonders mit heißem Wasser und Seife, sowie Kontakt der Haut mit aggressiven Reinigungsmitteln.



Epidermis
Die griechische Bezeichnung für die äußerste Hautschicht.


Hautalterung
Es wird zwischen "innerer Hautalterung", das zeitbedingte Altern der Haut, und umweltbedingter vorzeitiger Alterung (äußere Hautalterung) unterschieden. Das zeitbedingte Altern der Haut basiert auf denselben Kausalfaktoren wie das Altern aller anderen Organe. Obwohl dieser Vorgang nicht aufgehalten werden kann, zeigt er, je nach individuellem Hauttyp, unterschiedliche Verläufe. Umweltbedingte vorzeitige Alterung wird in erster Linie durch übermässige UV-B-Bestrahlung und Sonnenlicht verursacht. Der Übergang zu den Symptomen der chronischen Lichtschädigung ist also fließend. Was das Erscheinungsbild angeht, sind sich umweltgealterte Haut und innerlich gealterte Haut sehr ähnlich: Die Haut ist trocken, schlaff, dünn und faltig.
s. Lichtschädigung


Hautbräunung
Durch Sonnenlicht (UV-B Strahlung) wird Melanin in speziellen Zellen der Epidermis, den Melanozyten, produziert. Die Haut wird braun. Das Pigment Melanin absorbiert UV Licht und schützt so die Haut vor Lichtschäden. Diese Bräunung der Haut wird von der Menge der in der Epidermis eingelagerten Pigmente bestimmt. Sie ist aber auch abhängig von der Dicke der Haut und der Durchblutung. Zu unterscheiden ist die sofortige Hautbräunung, hervorgerufen durch den UV-A Anteil des Sonnenlichts. Die Bräunung entsteht kurz nach dem Sonnenbad und hält nur wenige Stunden an. Durch den UV-B Anteil im Sonnenlicht entsteht die verzögerte Sonnenbräunung (Tiefenbräune). Sie hält über einen längeren Zeitraum an und verschwindet nach und nach mit der natürlichen Erneuerung der Haut. Die Intensität der Hautbräunung hängt vom Hauttyp ab.


Hauttypen
Die Lichtempfindlichkeit hängt vom angeborenen Pigmentierungstyp ab. Unterschieden werden 6 photobiologische Hauttypen. Die angegebenen Eigenschutzzeiten sind als Richtwerte zu sehen.

Typ I: Keltisch
Extrem empfindlich. Sehr helle Haut, Sommersprossen, blaue oder grüne Augen, blonde bis rote Haare.
Immer Sonnenbrand, nie Bräunung.
Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten

Typ II: Nordisch
Empfindlich. Helle Haut, manchmal Sommersprossen, blonde oder hellbraune Haare, blaue, graue oder grüne Augen.
Häufig Sonnenbrände.
Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten

Typ III: Europäisch dunkel
Mäßig empfindlich. Helle bis hellbraune Haut, keine Sommersprossen, dunkelblonde bis braune Haare, graue oder braune Augen.
Manchmal Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten

Typ IV: Mediterran hell
Unempfindlich. Hell- bis olivbraune Haut. Dunkelbraune oder schwarze Haare, dunkle Augen.
Fast nie Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 30-40 Minuten

Typ V: Mediterran dunkel, asiatisch
Braune Haut- unabhängig von Sonneneinwirkung. Dunkelbraune bis schwarze Haare und Augen.
Eigenschutzzeit: über 40 Minuten

Typ VI: Negroid
Unempfindlich. Dunkelbraune bis fast schwarze Haut, schwarze Haare, dunkelbraune oder schwarze Augen.
Eigenschutzzeit: nahezu unbegrenzt hoch

Mitteleuropäer gehören in der Regel den Hauttypen I, II und III an. Südeuropäer haben meist Typ IV. Zum Hauttyp V zählen stark pigmentierte Südeuropäer, Nordafrikaner, Südamerikaner und Asiaten. Schwarzafrikaner und Afro Amerikaner werden dem Pigmentierungstyp VI zugeordnet.



Hydrolipidsystem
Die natürliche Schutzschicht der Haut, die aus Wasser, Sebum und Feuchthaltefaktoren (z.B. Urea) besteht. Das Hydrolipidsystem ist für die Barrierefunktion der Haut zuständig.



Keloide
Narbengewebe (Wulstnarbe), Bindegewebswucherung, deren Bildung nach Verletzungen, Verätzungen, Impfungen, operativen Eingriffen auftritt. Es besteht eine individuelle Disposition. Die Zeit bis zum Auftreten kann Wochen oder Monate dauern.



Keratin
Eine hornartige Substanz, aus der unser Haar und unsere Fingernägel bestehen.



Keratinozyten
Die Zellen, aus denen 90 % der Epidermis besteht. Entsprechend Ihrer Lage und Differenzierung in der Epidermis werden Basal-, Stachel-, Körner- und Hornzellen unterschieden.



Kollagen/Fasern
Kollagen ist ein fibrillärer Eiweißkörper. Er ist Hauptbestandteil der kollagenen Fasern (Stützsubstanzen). Vorkommen: In Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Knorpeln und Knochen.



Komedomen (Mitesser)
Komedomen (Mitesser) entstehen durch eine Störung der Talgabscheidung der Talgdrüsen. Durch eine Ansammlung von Bruchstücken der Hornzellen am Ausgang der Haarfollikel wird die näturliche Abgabe von Talg, Fetten und abgestorbenen Talgzellen behindert.
Komedomen sind das erste Anzeichen einer Akne. Durch Oxidationsvorgänge, die Einlagerung von Melanin und Schmutzpartikeln ist der Komedo als verfärbter Propf sichtbar (offener Komedo). Ein "geschlossener Komedo" zeigt sich als weißliches Knötchen, bei dem die Follikelöffnung nur sehr selten noch am Rand sichtbar ist.


Konservierungsmittel
Substanzen, die das Wachstum von Bakterien in der Wasserphase von z.B. Zubereitungen wie Emulsionen, Cremes verhindern. In der Regel müssen solche Zubereitungen zur Gewährleistung der Haltbarkeit Konservierungsstoffe enthalten.


Kontaktekzem (Dermatitis), allergisch
Es kommt zu einer Entzündungsreaktion der Haut, die in der Regel bei Kontakt mit dem entsprechenden Auslöser, den Allergenen, in der Regel nach 1 bis 2 Tagen auftritt. Das klinische Bild gleicht einem Ekzem. Zur Diagnose kann ein Epicutantest durchgeführt werden.



Kontaktekzem (Dermatitis), chronisches
Ein chronisch-toxisches Kontaktekzem kann als Ergebnis wiederholter externer Reizung über einen verhältnismäßig langen Zeitraum auftreten. Es können kleine Mengen ausreichen, insbesondere wenn eine individuelle Anfälligkeit für Ekzeme oder eine Hautschädigung vorliegt. Beispiel: Die wiederholte Einwirkung von gängigen Putzmitteln oder Berufsstoffen. Zur Klärung, ob ein allergisches oder chronisch-toxisches Kontaktekzem vorliegt, kann ein Epicutantest durchgeführt werden.


Korium
Lateinische Bezeichnung für die Dermis, die mittlere der drei Hautschichten.


Lichtschädigung
Schäden durch Licht können "chronisch" oder "akut" sein.

  • Chronische Lichtschädigung bezeichnet Hautveränderungen, die in der Regel infolge exzessiver Sonnenbestrahlung auftreten und nicht rückgängig gemacht werden können. Die chronische Lichtschädigung ist durch trockene Haut mit Falten charakterisiert. Vorstufen des Hautkrebses z.B. Aktinische Keratosen zählen ebenfalls hierzu.
  • Akute Lichtschäden sind der Sonnenbrand, sowie phototoxische und photoallergische Reaktionen. Diese treten in Kombination mit Substanzen auf, die entweder auf die Haut einwirken oder nach der Einnahme von Medikamenten entstehen.


Lipide
Fette; unterteilt in natürliche und synthetische Fette.
(Physiologische Lipide)
Heterogene Gruppe natürlicher Substanzen unterschiedlicher Struktur: Fette, Wachse, Öle. Vorkommen im menschlichen Körper als Serumlipide, als Strukturlipide der Zellmembran, als Depotfett und als Kittsubstanz der Hornzellen in der Haut.



Lipide in der Hornschicht
Die Lipide in der Hornschicht, die zwischen den Hornzellen lagern, wie Mörtel zwischen Backsteinen, sind von zentraler Bedeutung für die Speicherung von Feuchtigkeit, also auch für die Fähigkeit der Haut, Wasser zu binden. Sie bilden doppelte Lipidmembranen, zwischen denen das Wasser gespeichert wird. Neben Cholesterin und langkettigen Fettsäuren bilden die Ceramide die größte Klasse unter den Lipiden der Hornschicht der Epidermis (ca. 35%).



Lotion
Eine Mischung von Wasser mit ganz wenig Öl. Öl-in-Wasser-Emulsionen dieser Art finden Anwendung als Hautpflegemilch.



Melanin
Dunkles Pigment (Hautfarbstoff), das für die Färbung der Haut, der Haare und der Augen (Iris) verantwortlich ist. Melanin wird in den Zellen der Oberhaut (Melanozyten) gebildet.
Unter Einwirkung von Sonnenlicht gebildetes Melanin bewirkt die Bräunung der Haut.
s. Hautbräunung.



Melanom
Das Melanom ist ein "bösartiger Hauttumor", auch "Schwarzer Hautkrebs" genannt. Diese schwärzlichen Pigmentmale können spontan auftreten oder sich auf bestehenden Muttermalen entwickeln. Auffällig sind asymmetrische unregelmäßige Begrenzungen, inhomogene Farbe, Juckreiz und Blutungen.



Melanozyten
Zellen, die in der Basalschicht der Epidermis (obere Hautschicht) den Hautfarbstoff (Pigment) Melanin bilden. Durch die Einwirkung von UV-Licht wird die Melaninproduktion beeinflußt.



Narben
Endzustand einer Wundheilung. Durch Umwandlung von Granulationsgewebe ist die Narbenbildung üblicherweise nach 8 Tagen abgeschlossen. Narben sind weniger elastisch als das ursprüngliche Gewebe.
Die Folgen einer Narbenbildung sind sehr unterschiedlich. Während kleine Narben meist keine Beschwerden verursachen, bestehen im Bereich größerer Narben oft Juckreiz, Berührungsempfindlichkeit und Gefühlverlust. Narbenschmerzen entstehen durch Verletzung größerer Nervenäste im Rahmen von Operationen, Verletzungen, Knochenbrüchen oder Amputationen.
s. Keloide



Natürliche Feuchthaltefaktoren (NMF)
Substanzen, die die natürliche Feuchtigkeit der Haut speichern. Hierzu zählen im wesentlichen: Urea, Milchsäure, Hyaluronsäure.




Neurodermitis
s. Atopisches Ekzem



Noxen
Die Bezeichnung "Noxen" bezieht sich auf schädliche Substanzen oder andere Einflüsse, von denen bekannt ist, dass sie eine Rolle bei der Auslösung von Krankheiten spielen.



Peeling
Das Abschleifen und / oder die Entfernung der äußersten Hautschichten, entweder mechanisch unter Verwendung feiner Schleifmaterialien (z.B. Mandelkleie) oder chemischer Mittel. Medizinisch wird zwischen epidermalem Peeling oberflächlich-, dermoepidermalem Peeling mittlere Tiefe- und dermalem Peeling (tief) unterschieden. Je tiefer das Peeling, desto höher ist das Nebenwirkungsrisiko.




Physiologische Lipide
Die Talgdrüsen produzieren u.a. Lipide, die eine Schutzschicht auf der Hautoberfläche bilden. Diese Lipidschicht hält die Haut glatt und geschmeidig und schützt sie vor äußeren Einwirkungen und Austrocknung.



Poren
Öffnungen der Hautdrüsen.



Psoriasis
Der Name ist abgeleitet aus dem Griechischen "psora": Krätze, Räude, Schorf. Die Psoriasis bezeichnet eine chronische, entzündliche Hauterkrankung. Sie ist durch rote entzündete Hautflecken mit einer Schicht trockener, silbern-glänzender Schuppen charakterisiert. Ca. 2 % der Bevölkerung leiden unter der vererbbaren Erkankung, die nicht ansteckend ist.
Typische Areale sind die Ellbogen, Knie und Kopfhaut.



Radikale, freie
Chemische Verbindungen, die in der Haut durch die Einwirkung von UV-Licht entstehen. Freie Radikale beschädigen verschiedene Zellkomponenten. Die körpereigenen Reparaturmechanismen können die Schäden nur z.T. beheben. Wo eine solche Behebung nicht mehr möglich ist, z.B. nach exzessiver UV-Bestrahlung, kommt es zu vorzeitiger Hautalterung und möglicherweise Hautkrebs (Melanom).



Säureschutzschicht
Eine natürlich schwachsaure (pH 5.5) Schicht, die sich durch die Ausscheidungen (besonders Schweiß) der Hautdrüsen auf der Haut bildet, und einen Schutz z.B. gegen pathogene Keime und alkalische Substanzen bietet.



Schwangerschaftsstreifen
s. Dehnungsstreifen (Striae)



Sommersprossen
Örtlich begrenzte Überpigmentierung der Haut. Verstärkt wird die Bildung von Sommersprossen durch die Einwirkung der Sonne.



Sebostase
Trockene Haut aufgrund verringerter Sebumabsonderung.



Subcutis
Der lateinische Ausdruck für die unterste Hautschicht. Diese enthält fast den gesamten Fettanteil und in ihr liegen Blutgefäße und Nerven.



Syndet
Abkürzung von Synthetic / Detergents (synthetische Waschmittel).




Talgdrüsen
Hautdrüsen, die Sebum (Hautfett) produzieren und dieses über die Poren zur Hautoberfläche leiten. Das Sebum schützt die Haut vor Austrocknung.



Teleangiektasien
Bleibende sichtbare Erweiterung kleiner oberflächlicher Hautgefäße. Verursacht werden können diese Gefäßerweiterungen im Gesicht z.B. durch Witterung. Sie treten nach mehrwöchiger Kotikoidbehandlung auf, sind Zeichen einer Rosazea, Sklerodermie. Wenn sie am Unterschenkel auftreten, kann eine Veneninsuffizienz vorliegen.



Transepidermaler Wasserverlust (TEWL)
Der transepidermale Wasserverlust wird durch die von der Hautoberfläche freigesetzten Menge von Wasser in Gramm pro Quadratmeter pro Stunde (g/h x m2) definiert.
Es steht ein spezielles Meßverfahren zur Verfügung. Der TEWL ist bei einer Schädigung der Hautbarriere und insbesondere bei Neurodermitis erhöht.



Urea
Urea ist einer der wichtigsten natürlichen Feuchthaltefaktoren, die für die Bindung von Feuchtigkeit in der Haut verantwortlich sind. Urea in Pflegeprodukten erhöht die Wasserbindungsfähigkeit der Haut und verbessert so den Wassergehalt der Haut. Auf entzündeter Haut kann Urea ein leichtes, vorübergehendes Brennen beim Auftragen verursachen.



Waschmittel
Oberflächenaktive Substanzen, die als Reinigungsmittel Bestandteil solcher Produkte wie Wasch-Lotionen sind.



Wundheilung
Vorgänge zur Regeneration zerstörten Gewebes. Verschluß einer Wunde und Ersatz von zerstörtem Gewebe (Neubildung von Bindegewebe).

Primäre Wundheilung
Die komplikationslose Wundheilung unter minimaler Narbenbildung und weitgehender Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Die primäre Wundheilung ist innerhalb weniger Tage abgeschlossen

Sekundäre Wundheilung
Die verzögerte Wundheilung unter ausgedehnter Narbenbildung bei klaffenden oder entzündeten Wunden. Unterschied zu der Primären Wundheilung ist die wesentlich erhöhte Bildung von Granulationsgewebe. Es entstehen meist große Narben (Keloide).



Zytoplasma
Bezieht sich auf Plasma, das innerhalb einer Zelle von einer Zellmembran umschlossen ist. Es beinhaltet in Wasser gelöste Eiweisse (75 bis 95 %), Lipide, Kohlenhydrate, Mineralsalze und Spurenelemente, sowie eine große Anzahl kleinerer (Granula) und größerer Zellorganelle.



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