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Sonnen-Lexikon |
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Hier finden Sie alle relevanten Stichwörter zum Thema Sonne. Bitte wählen Sie einen Begriff aus.
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Aktinische Keratose
Altersflecken
Antioxidantien
Betacaroten
COLIPA-Methode
Deklaration
Eigenschutzzeit
Emulgatoren
Hautalterung
Hautbräunung
Hautkrebs
Hauttyp
Hautverträglichkeit
Herpes solaris
Hitzepickel
Hitzschlag
IR-Strahlung
Lichtdermatosen
Lichtdermatose, polymorphe Lichtempfindlichkeit
Lichtschaden
Lichtschutzfaktor (LSF)
Lichtschutzfaktor-Bestimmung
Lichtschwiele
Lichttherapie
Lichturtikaria
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Lichtwarzen (s. Aktinische Keratose)
Lupus erythematodes (LE)
Mallorca-Akne
Melanin
Mikropigmente
Pflege nach dem Sonnenbad
Photodermatosen
(s. Lichtdermatosen)
Pigmentierung
Radikale, freie
Schweißen
Solarium
Sonne + Baden
Sonne + Kinder
Sonne + Säuglinge
Sonnenallergie
Sonnenbrand
Sonnengele
Sonnenlotion
Sonnenstich
Strahlungsintensivität
UV-Strahlung (UV-A/B/C)
Wasserfestigkeit
Wiesengräserdermatitis
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Aktinische Keratose
Lichtwarzen,
die überwiegend auf stark sonnengealterter Haut bei hellhäutigen
Menschen auftreten. Horn- bis warzenartige rötlich-braune Wucherungen,
die in Hautkrebs übergehen können.
Altersflecken
Fleckige, unregelmäßige Pigmentierung,
die nur auf sonnengeschädigter Haut erscheint, z.B. im Gesicht, am
Hals, den Händen und Unterarmen älterer Menschen. Sie werden auch als
"Lichtschadensflecken" bezeichnet.
Antioxidantien
Antioxidantien sind Stoffe, die in der Lage sind, eintreffende UV-Strahlung in den Hautzellen in unschädliche Wärme umzuwandeln. Ebenso können sie die unter UV-Strahlung in der Haut entstehenden aggressiven Stoffe wie Singulett-Sauerstoff und freie Radikale neutralisieren. Antioxidantien unterstützen die Eigenschutzmechanismen der Haut. Das wichtigste Antioxidans ist Betacaroten.
Betacaroten
Natürliches, in Pflanzen vorkommendes Antioxidans.
Betacaroten wird im Körper im unteren Fettgewebe und in (den
Zellmembranen) der Haut angereichert. Hier übernimmt es wichtige
Schutzfunktionen. Betacaroten kann eintreffende Strahlungsenergie der
UV-Strahlen aufnehmen und ohne Gewebeschädigung ableiten. Es entsteht
ein natürlicher Schutz der Haut (von innen) vor der schädlichen Wirkung
der Sonne.
COLIPA-Methode
Bestimmungsmethode
des UV-B-Lichtschutzfaktors in Sonnenschutzpräparaten. Um dem
Verbraucher eine Vergleichbarkeit der Sonnenschutzpräparate zu
ermöglichen, ist es notwendig, daß die Sonnenschutzpräparate nach
einer einheitlichen Methode geprüft werden. Derzeit existieren
verschiedene Testmethoden in Europa. Daher hat man es sich zum Ziel
gemacht, die COLIPA-Methode zur allgemein verbindlichen Prüfvorschrift
des UV-B-Faktors in Europa zu machen.
Deklaration
Bei
Sonnenschutzpräparaten, wie auch bei anderen Kosmetika, sollte
gewährleistet sein, daß für den Verbraucher erkennbar die Inhaltsstoffe
aufgelistet werden. So können allergiebelastete Verbraucher sowie der
Arzt und Apotheker erkennen, ob die Sonnenschutzpräparate im speziellen
Fall geeignet sind.
Eigenschutzzeit
Die
Eigenschutzzeit gibt die Dauer an, bis die ungeschützte Haut bei
Sonneneinstrahlung mit einem Sonnenbrand reagiert. Die Eigenschutzzeit
ist vom Hauttyp sowie von der Stärke der UV-Strahlung abhängig.
Emulgatoren
Emulgatoren
sind Inhaltsstoffe in Kosmetika und Sonnenschutzpraeparaten, die es
ermöglichen, daß sich Fett und Wasser mischen. Die verwendeten
Emulgatoren sind i.d.R. sehr gut verträglich. Bei bestimmten Patienten
können diese unter Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautreaktionen z.B. in
Form der Mallorca-Akne
führen. Daher sollten diese Patienten auf emulgatorfreie
Sonnenschutzpräparate und Pflegepräparate nach der Sonne achten. Hier
sind besondere Sonnenschutzgele und After-Sun-präparate auf Gel-Basis zu empfehlen.
Hautalterung
Zu
unterscheiden bei der Hautalterung ist das innere Altern der Haut sowie
das umweltbedingte vorzeitige Altern. Das innere Altern der Haut beruht
auf den gleichen Ursachen wie das Altern aller anderen Organe. Das Bild
der vorzeitig gealterten Haut findet sich zunächst in Gesicht und
Dekolleté vergleichsweise noch junger Sonnenanbeter. Es ist
gekennzeichnet durch eine schlaffe, lederartige, fleckige und runzelige
Haut. Der Übergang zum Bild des chronischen Lichtschadens ist fließend. Hier treten zusätzlich noch aktinische Keratosen, Altersflecken sowie im Einzelfall auch Hautkrebs auf. Ein guter Sonnenschutz empfiehlt sich.
Hautbräunung
Zu unterscheiden bei der Hautbräunung ist die sofortige Hautbräunung, die durch den UV-A-Anteil
des Sonnenlichts hervorgerufen wird. Die Bräunung entsteht bereits
kurze Zeit nach dem Sonnenbad und hält nur wenige Stunden bis Tage an.
Durch den UV-B-Anteil
im Sonnenlicht entsteht die verzögerte Sonnenbräunung, die ca. 2 - 3
Tage nach dem Sonnenbad entsteht. Sie hält über einen längeren Zeitraum
an und verschwindet mit der natürlichen Erneuerung der Haut. Die Tiefe
der Hautbräunung hängt vom Hauttyp ab.
Hautkrebs
Es
werden drei Formen von Hautkrebs unterschieden. Der schwarze Hautkrebs
(Melanom) ist der gefährlichste Hautkrebs. Nicht rechtzeitig erkannt,
sind die Heilungschancen sehr gering. Das Spinaliom
(Plattenepithelkarzinom) entsteht häufig auf stark lichtgealterter Haut
aus aktinischen Keratosen. Geringe Metastasierungsneigung. Basaliome kommen häufig im Gesicht vor. Metastasenbildung nur äußerst selten.
Hauttyp
In Mitteleuropa unterscheidet man vier Hauttypen, die sich vor allem in der unterschiedlichen Empfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung im Sonnenlicht unterscheiden.
Hauttyp I: rötliche bis blonde Haare, blasse Haut mit Sommersprossen, sehr hohe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 10 min.
Hauttyp II: Blonde Haare, blasse Haut, hohe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 20 min.
Hauttyp III: dunkelblonde bis braune Haare, leicht getönte Haut, geringe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 30 min.
Hauttyp IV: dunkles Haar, stark getönte Haut, sehr geringe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit über 30 min.
Hautverträglichkeit
Hautverträglichkeitsuntersuchungen
von Sonnenschutzpräparaten sollten in jedem Fall durchgeführt werden,
um sicher zu gehen, daß die verwendeten Präparate nicht unter der
Einwirkung von Sonnenlicht zu einer zusätzlichen Reizung der Haut
führen. Es wird empfohlen, neben Verträglichkeitsprüfungen an gesunden
Patienten auch Anwendungstests mit Personengruppen durchzuführen, die
an bestimmten Hauterkrankungen - z.B. Neurodermitis - leiden.
Herpes solaris (Sonnenbläschen)
Durch
UV-B-Bestrahlungen wird die Immunabwehr geschwächt. Hierdurch können
sich die in den Nervenzellen ruhenden Herpes-Viren vermehren und dann
als Sonnenbläschen vor allem an der Lippe erscheinen. Es wird daher
empfohlen, bei Neigung zu Sonnenbläschen die üblicherweise erkrankenden
Hautstellen sorgfältig mit einem Lichtschutzpräparat mit hohem Lichtschutzfaktor abzudecken.
Hitzepickel
Infolge
des starken Schwitzens kommt es zur Bildung von winzigen, oft juckenden
Bläschen. Ursache ist oftmals eine zu eng anliegende, die
Schweißverdunstung behindernde Kleidung. Bei Neigung zu Hitzepickeln
sollte daher bei starkem Schwitzen auf lockere, nicht eng anliegende
Kleidung geachtet werden.
Hitzeschlag
Durch
Störung der Temperaturregelung des Körpers kommt es zum Auftreten von
Kopfschmerzen, Übelkeit und ggf. zur Bewußtlosigkeit. Die Haut ist
gerötet, trocken und heiß. Ein Hitzeschlag kann lebensbedrohlich sein.
Ursache ist eine unzureichende Wärmeabgabe z.B. bei längerem Aufenthalt
oder auch körperlicher Betätigung in großer Hitze z.B. in praller Sonne.
IR-Strahlung
Die
Infrarot-Strahlung gehört mit zu dem von der Sonne ausgesandten
Spektrum verschiedener Strahlung. Auf der Erde nehmen wir IR-Strahlung
indirekt als Wärmestrahlung wahr.
Lichtdermatosen
Als
Lichtdermatosen werden zusammenfassend alle Hauterkrankungen
bezeichnet, die durch die Einwirkung von Licht - insbesondere
Sonnenlicht - auftreten oder sich verschlimmern.
Lichtdermatose, polymorphe
Zusammenfassung
für verschiedene lichtbedingte Hauterkrankungen. Typisch für polymorphe
Lichtdermatosen ist der stark juckende Hautausschlag, begleitet von
kleinen Bläschen und Pusteln. Polymorphe Lichtdermatosen treten
vorwiegend nach den ersten Sonnenbädern der sonnenentwöhnten Haut auf.
Bevorzugt sind Dekolleté, Rücken und Arme betroffen. Wichtig bei
polymorphen Lichtdermatosen ist die Verwendung von Sonnenschutzmitteln
mit hohen Lichtschutzfaktoren und einem wirksamen UV-A-Schutz,
begleitet von einer hochdosierten Betacaroten-Therapie.
Lichtempfindlichkeit
Die Sonnenlichtempfindlichkeit ist abhängig vom Hauttyp. Grundsätzlich gilt: Je heller die Haut, desto sonnenempfindlicher ist diese.
Lichtschaden
Der Lichtschaden wird eingeteilt in "Chronisch" und "Akut".
Chronisch:
Als chronischer Lichtschaden werden die Hautveränderungen bezeichnet,
die infolge übermäßiger Sonneneinstrahlung zu bleibenden Veränderungen
der Haut führen. Vorstufe ist die Altershaut. Der chronische
Lichtschaden ist gekennzeichnet durch eine besonders alt aussehende
Haut mit Altersflecken, runzeliger, faltiger, trockener Haut. Zu den chronischen Lichtschäden gehören ebenfalls die Hautkrebsformen Basaliom und Spinaliom.
Akut: Akuter Lichtschaden ist der Sonnenbrand.
Lichtschutzfaktor (LSF)
Der
Lichtschutzfaktor, oftmals auch abgekürzt als LSF, ist ein Maß für die
Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln. Je höher der Faktor, desto höher
die Schutzwirkung. Der Lichtschutzfaktor ist ein Anhaltswert für die
Zeit, um wieviel mal länger man sich in der Sonne aufhalten kann als
ungeschützt. So kann man sich mit einem Sonnenschutzpräparat mit dem
Faktor 10 zehnmal länger als ohne Sonnenschutzpräparat in der Sonne
aufhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.
Lichtschutzfaktor- (LSF-) Bestimmung
Für
die LSF-Bestimmung von Sonnenschutzpräparate werden verschiedene
Methoden verwendet. Der auf den Sonnenschutzpräparaten angegebene
Faktor bezieht sich i.d.R. immer auf den UV-B-Lichtschutzfaktor.
Bei der LSF-Bestimmung wird ermittelt, um wieviel mal länger die Haut
einer bestimmten UV-B-Strahlung ausgesetzt werden kann, ohne daß diese
sich rötet. Um eine Vergleichbarkeit der verschiedenen
Sonnenschutzpräparate zu gewährleisten, sollte die LSF-Bestimmung
möglichst einheitlich erfolgen. Dieses Ziel wird in Europa mit der COLIPA-Methode angestrebt.
Lichtschwiele
Die
Lichtschwiele gehört zu den Schutzmechanismen der Haut vor
Sonneneinstrahlung. Die Lichtschwiele ist eine für das bloße Auge nicht
sichtbare Verdickung der obersten Hautschicht. Sie bildet sich im Laufe
von 5-7 Tagen während der Sonnenexposition z.B. im Urlaub aus. Durch
die Lichtschwiele kann man etwa einen Lichtschutzfaktor von 10 erreichen.
Lichttherapie
Verschiedene
Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis und Psoriasis verbessern sich
deutlich unter der Einwirkung von Sonnenlicht. Dieses machte man sich
bereits frühzeitig zu Nutze und empfahl diesen Patienten einen längeren
Aufenthalt in der Sonne. Heute wird die Lichttherapie als Teil- oder
Ganzkörperbestrahlung unter Kontrolle des Hautarztes durchgeführt.
Lichturtikaria
Als
Lichturtikaria bezeichnet man das Auftreten von Quaddeln nach
Lichtexposition. Häufig treten diese Quaddeln nach den ersten Tagen der
Sonnenexposition im Frühjahr auf. Eine Lichturtikaria ist meist erblich
bedingt.
Lupus erythematodes (LE)
Der
Lupus erythematodes (LE) zeigt sich in zwei Varianten. Die harmlosere
Form beschränkt sich auf die Haut (Hautlupus), die andere Form befällt
Organe. Bei Patienten mit Hautlupus, der sogenannten diskoiden Form
eines Lupus erythematodes ist vorwiegend eine Erkrankung bei Frauen im
mittleren Lebensalter. Das Krankheitsbild - anfänglich intensive
symmetrische Hautrötung - wird durch UV-Bestrahlung (Sonnenlicht)
hervorgerufen und verschlechtert. Der systemische Lupus erythematodes
(SLE) gehört zu den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Patienten
mit SLE weisen häufig eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit auf.
Sonnenlicht spielt bei der Auslösung der systemischen Form dieser
Autoimmunerkrankung (das Immunsystem bekämpft den eigenen Körper) eine
Rolle und kann den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.
Mallorca-Akne
Mallorca-Akne
ist die häufigste Lichterkrankung der Haut in Europa. Die Mallorca-Akne
wird auch häufig als Sonnenallergie bezeichnet. Die ersten Sonnenbäder
der winterblassen Haut im Frühjahr oder auch zu Beginn des Urlaubs
führen zum Auftreten von Flecken und Knötchen im Bereich der Arme und
der Brust. Die Erscheinung ähnelt sehr stark der Akne. Zur Vermeidung
der Mallorca-Akne sollte auf einen konsequenten Lichtschutz mit hohem
UV-A-Filter geachtet werden. Als günstig erweist es sich, auf
emulgatorfreie Lichtschutzpräparate auszuweichen, wie Sonnengele.
Melanin
Braunes
bis schwarzes Hautpigment, das unter der Einwirkung von Sonnenlicht in
der Haut gebildet wird. Melanin bewirkt die Braunfärbung der Haut.
Mikropigmente
Mikropigmente
werden als Lichtschutzsubstanzen in Sonnenschutzmitteln verwendet. Es
handelt sich hierbei um feinstes Zinkoxid oder Titandioxid.
Mikropigmente reflektieren die einfallende UV-Strahlung
wie viele kleine Spiegelchen auf der Haut. Mikropigmente sind sehr gut
hautverträglich und gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.
Pflege nach dem Sonnenbad
Nach
dem Sonnenbad bedarf die Haut einer besonderen Pflege, um sie vor
Austrocknung und vorzeitiger Alterung zu schützen. Hierzu empfehlen
sich spezielle After-Sun-Präparate. Bei Mallorca-Akne empfiehlt es sich, auch bei den After-Sun-Präparaten auf emulgatorfreie Zubereitungen - z.B. Hydrogele - zu achten.
Photodermatosen
s. Lichtdermatosen
Pigmentierung
Die Pigmentierung der Haut ist abhängig vom Hauttyp. Je geringer die Pigmentierung, desto größer die Sonnenempfindlichkeit.
Radikale, freie
Als
freie Radikale werden chemische Verbindungen bezeichnet, die unter der
Einwirkung von UV-Licht in der Haut entstehen. Freie Radikale führen zu
Schädigungen der verschiedenen Zellbestandteile. Im gewissen Umfang
können die durch Radikale hervorgerufenen Schädigungen durch
körpereigene Reparaturmechanismen behoben werden. Bei einer übermäßigen
UV-Bestrahlung entstehen so viele Schäden durch die Radikale, daß nicht
alle behoben werden können. Als Folge übermäßiger Schädigung tritt eine
vorzeitige Hautalterung ein. Antioxidantien können freie Radikale unschädlich machen.
Schweißen
Beim Schweißen entsteht UV-C-Strahlung. UV-C-Strahlung
ist stark krebsauslösend. Daher sollte beim Schweißen immer ein
ausreichender UV-C-Schutz aufgetragen werden. Die meisten
Sonnenschutzpräparate bieten auch einen UV-C-Schutz.
Solarium
Künstliche Sonnenbestrahlung zur Hautbräunung. In Solarien kommt fast ausschließlich UV-A-Strahlung
zur Anwendung. Dabei beträgt die Strahlungsmenge ein Vielfaches der
natürlichen, im Sommer vorkommenden UV-A-Strahlung. Häufige
Solarienbesuche begünstigen eine vorzeitige Hautalterung und die Entstehung von Hautkrebs.
Sonne + Baden
Weit verbreitet ist der Irrtum, daß Wasser einen guten und ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne bietet. Einen Meter unter der Wasseroberfläche beträgt die UV-B-Strahlung
noch zwischen 43-75 % der ursprünglichen Intensität. Daher sollten
Wassersportler wie Schwimmer, Surfer, Schnorchler ein wasserfestes
Sonnenschutzpräparat (Wasserfestigkeit)
mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor benutzen. Auch
Kleinkinder, die sich häufig längere Zeit spielend im Wasser aufhalten,
müssen mit einem wasserfesten Sonnenschutzpräparat mit hohem Lichtschutzfaktor
vor der Sonne geschützt werden. Auch wasserfeste
Sonnenschutzpräparate sollten nach dem Schwimmen und Abtrocknen der
Haut erneut aufgetragen werden. Nur so läßt sich ein wirksamer
Sonnenschutz sicherstellen.
Sonne + Kinder
Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf eine übermäßige Sonnenbestrahlung und bekommt sehr viel leichter einen Sonnenbrand
als Erwachsenenhaut, da die körpereigenen Schutzmechanismen noch nicht
optimal ausgebildet sind. Zudem erhöhen kindliche Sonnenbrände das
spätere Melanomrisiko erheblich. Daher sollten Kinder - insbesondere
Kleinkinder - mit Kleidung oder mit einem Sonnenschirm vor der Sonne
geschützt werden. Die freien Körperstellen bei Kleinkindern z.B. Arme
sollten mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.
Sonne + Säuglinge
Die
Säuglingshaut reagiert extrem empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Die
körpereigenen Schutzmechanismen sind noch nicht ausgebildet, so daß es
sehr frühzeitig zu einem Sonnenbrand
kommt. Zudem vertragen Säuglinge die oftmals mit der Sonneneinstrahlung
einhergehende Wärme nur mäßig. Daher sollten Säuglinge immer vor einer
direkten Sonneneinstrahlung durch Kleidung und einem Sonnenschirm
geschützt werden. Sonnenschutzpräparate bei Säuglingen sollten nur im
Ausnahmefall benutzt werden, da bei Säuglingen die Anwendung jeglicher
Kosmetika oder Arzneimittel äußerst kritisch abzuwägen ist.
Sonnenallergie
s. Mallorca-Akne
Sonnenbrand
Geringe
oder auch kurzzeitige Sonnenbestrahlungen werden von der Haut i.d.R.
ohne spürbare oder sichtbare Veränderungen toleriert. Wird eine gewisse
Dosis oder auch Schwelle überschritten (minimale Erythemdosis -MED)
ensteht nach ca. 2-5 Stunden der als Rötung der Haut sichtbare
Sonnenbrand. Die meisten Menschen brechen daher viel zu spät ihr
Sonnenbad ab, nämlich erst dann, wenn mit zeitlicher Verzögerung die
ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes auftreten. Der Sonnenbrand ist
scharf begrenzt auf die Hautbezirke, die der Strahlung ausgesetzt
waren. Typische Zeichen sind Rötung, Schwellung, Schmerz und Juckreiz.
Verantwortlich für den Sonnenbrand ist der UV-B-Anteil des
Sonnenlichtes.
Sonnengele
Sonnengele sind Zubereitungen, die frei von Fetten und Emulgatoren sind. Fette und Emulgatoren können bei überempfindlicher Haut zu Sonnenallergien führen, speziell zur sog. Mallorca-Akne. Daher sind Sonnengele besonders für diese Personen geeignet.
Sonnenlotion
Lotionen
zeichnen sich durch eine leichte Verteilbarkeit aus. Sie eignen sich
daher besonders für die Anwendung am ganzen Körper.
Sonnenstiche
Der Sonnenstich
entsteht durch Direkteinwirkung von Sonnenstrahlung und Hitze auf den
unbedeckten Kopf und die Nackenpartien. Zusätzlich wird die Hirnhaut
durch die tief eindringenden IR-Strahlen
(Wärmestrahlung) gereizt. Typisch für einen Sonnenstich sind
Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber, Schwindel. In schweren Fällen kann es
auch zum Kollaps mit tödlichem Ausgang kommen. Bei längerem Aufenthalt
unter intensiver Sonnenbestrahlung sollten daher Kopf und Nacken mit
einem Hut mit ausreichend breiter Krempe geschützt werden.
Strahlungsintensivität
Die Strahlungsintensität - insbesondere der UV-B-Strahlung
- auf der Erde ist jahreszeitlichen und geographischen Schwankungen
unterworfen sowie vom Ausmaß der Luftverschmutzung abhängig. Als
Richtwert für die geographische Höhe gilt, daß der UV-B-Anteil um ca.
20 % pro 1.000 Höhenmeter zunimmt. Höhere UV-Belastungen können sich
zudem durch Reflektion ergeben. So reflektiert Neuschnee zu 100 %,
Beton zu 20 % die einfallende UV-Strahlung.
UV-Strahlung
UV-A:
Als UV-A-Licht wird der längerwellige Teil des UV-Lichtes (350-380 nm)
bezeichnet. UV-A-Strahlung führt auf der Haut zur sofortigen Bräunung,
die jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder verblasst. Sonnenbrände können
durch UV-A-Strahlung nur bei sehr hoher Strahlungsintensität z.B. im Solarium
entstehen. UV-A-Licht dringt tief in die Haut ein und bewirkt über die
Zerstörung der elastischen Strukturen eine vorzeitige Hautalterung.
UV-A-Licht dringt auch durch Fensterglas hindurch. So können besonders
disponierte Menschen, die empfindlich auf UV-A-Licht reagieren, auch in
z.B. großzügig verglasten Büros entsprechende Lichtdermatosen zeigen.
UV-B:
Als UV-B-Strahlung wird der mittellange Strahlungsbereich von 300-315
(320) nm Wellenlänge des UV-Lichts bezeichnet. Der Anteil an der
Gesamtenergie der eintreffenden Sonnenstrahlung beträgt ca. 0,4 %.
UV-B-Strahlung bewirkt eine anhaltende Bräunung der Haut, ist aber auch
für die Entstehung des Sonnenbrandes verantwortlich. Zudem beschleunigt UV-B-Strahlung die Hautalterung
und begünstigt die Entstehung von Hautkarzinomen. UV-B-Strahlung
durchdringt kein Fensterglas, wohl aber Wasser. Daher müssen sich
Wassersportler besonders vor UV-B-Strahlung schützen.
UV-C:
UV-C-Strahlung spielt derzeit faktisch auf der Erdoberfläche keine
Rolle, da es komplett durch die Ozonschicht abgefiltert wird. Künstlich
erzeugte UV-C-Strahlung wird zu Desinfektionszwecken eingesetzt. Beim Schweißen
entsteht u.a. auch UV-C-Strahlung, die bei ungeschützten Augen und
ungeschützter Haut zu Reizungen führen kann (Schutzbrille tragen).
Wasserfestigkeit
Es
existieren keine verbindlichen Methoden zur Bestimmung der
Wasserfestigkeit, so daß verschiedene Untersuchungsmethoden praktiziert
werden. I.d.R. erfolgt die vergleichende Sonnenschutzprüfung mit und
ohne Wasserexposition. Als wasserfest werden Präparate bezeichnet, die
noch nach Wasserexposition 50 % des ursprünglich vorhandenen
Lichtschutzfaktors aufweisen. Daher sollte grundsätzlich nach dem
Schwimmen und anschließenden Abtrocknen der Haut das Sonnenschutzmittel
erneut aufgetragen werden, auch wenn wasserfeste Präparate verwendet
wurden.
Wiesengräserdermatitis Nach
Berührung mit bestimmten Pflanzen - z.B. der Herkulesstaude
(Riesen-Bärenklau), Sellerie oder Pastinak tritt auf der Haut eine
entzündliche Rötung auf, die stark juckt. Gelegentlich bilden sich auch
Blasen, die nach der Abheilung Narben hinterlassen können. Ursache der
Wiesengräserdermatitis sind bestimmte in Pflanzen vorkommende Stoffe
(Kumarine), die zusammen mit Sonnenlicht eine entsprechende
Hautreaktion hervorrufen. Der Kontakt zu diesen Pflanzen ist zu meiden.
Ebenso sollte man sich nicht direkt ins Gras, sondern immer auf eine
Decke oder Liege legen.
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