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Sonnen-Lexikon

Hier finden Sie alle relevanten Stichwörter zum Thema Sonne. Bitte wählen Sie einen Begriff aus.
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Aktinische Keratose
Altersflecken
Antioxidantien
Betacaroten
COLIPA-Methode
Deklaration
Eigenschutzzeit
Emulgatoren
Hautalterung
Hautbräunung
Hautkrebs
Hauttyp
Hautverträglichkeit
Herpes solaris
Hitzepickel
Hitzschlag
IR-Strahlung
Lichtdermatosen
Lichtdermatose, polymorphe Lichtempfindlichkeit
Lichtschaden
Lichtschutzfaktor (LSF)
Lichtschutzfaktor-Bestimmung
Lichtschwiele
Lichttherapie
Lichturtikaria

Lichtwarzen
(s. Aktinische Keratose)

Lupus erythematodes (LE)
Mallorca-Akne
Melanin
Mikropigmente
Pflege nach dem Sonnenbad
Photodermatosen
(s. Lichtdermatosen)
Pigmentierung
Radikale, freie
Schweißen
Solarium
Sonne + Baden
Sonne + Kinder
Sonne + Säuglinge
Sonnenallergie
Sonnenbrand
Sonnengele
Sonnenlotion
Sonnenstich
Strahlungsintensivität
UV-Strahlung (UV-A/B/C)
Wasserfestigkeit
Wiesengräserdermatitis


Aktinische Keratose

Lichtwarzen, die überwiegend auf stark sonnengealterter Haut bei hellhäutigen Menschen auftreten. Horn- bis warzenartige rötlich-braune Wucherungen, die in Hautkrebs übergehen können.



Altersflecken
Fleckige, unregelmäßige Pigmentierung, die nur auf sonnengeschädigter Haut erscheint, z.B. im Gesicht, am Hals, den Händen und Unterarmen älterer Menschen. Sie werden auch als "Lichtschadensflecken" bezeichnet.



Antioxidantien

Antioxidantien sind Stoffe, die in der Lage sind, eintreffende UV-Strahlung in den Hautzellen in unschädliche Wärme umzuwandeln. Ebenso können sie die unter UV-Strahlung in der Haut entstehenden aggressiven Stoffe wie Singulett-Sauerstoff und freie Radikale neutralisieren. Antioxidantien unterstützen die Eigenschutzmechanismen der Haut. Das wichtigste Antioxidans ist Betacaroten.



Betacaroten
Natürliches, in Pflanzen vorkommendes Antioxidans. Betacaroten wird im Körper im unteren Fettgewebe und in (den Zellmembranen) der Haut angereichert. Hier übernimmt es wichtige Schutzfunktionen. Betacaroten kann eintreffende Strahlungsenergie der UV-Strahlen aufnehmen und ohne Gewebeschädigung ableiten. Es entsteht ein natürlicher Schutz der Haut (von innen) vor der schädlichen Wirkung der Sonne.



COLIPA-Methode
Bestimmungsmethode des UV-B-Lichtschutzfaktors in Sonnenschutzpräparaten. Um dem Verbraucher eine Vergleichbarkeit der Sonnenschutzpräparate zu ermöglichen, ist es notwendig, daß die Sonnenschutzpräparate nach einer einheitlichen Methode geprüft werden. Derzeit existieren verschiedene Testmethoden in Europa. Daher hat man es sich zum Ziel gemacht, die COLIPA-Methode zur allgemein verbindlichen Prüfvorschrift des UV-B-Faktors in Europa zu machen.




Deklaration

Bei Sonnenschutzpräparaten, wie auch bei anderen Kosmetika, sollte gewährleistet sein, daß für den Verbraucher erkennbar die Inhaltsstoffe aufgelistet werden. So können allergiebelastete Verbraucher sowie der Arzt und Apotheker erkennen, ob die Sonnenschutzpräparate im speziellen Fall geeignet sind.



Eigenschutzzeit

Die Eigenschutzzeit gibt die Dauer an, bis die ungeschützte Haut bei Sonneneinstrahlung mit einem Sonnenbrand reagiert. Die Eigenschutzzeit ist vom Hauttyp sowie von der Stärke der UV-Strahlung abhängig.


Emulgatoren
Emulgatoren sind Inhaltsstoffe in Kosmetika und Sonnenschutzpraeparaten, die es ermöglichen, daß sich Fett und Wasser mischen. Die verwendeten Emulgatoren sind i.d.R. sehr gut verträglich. Bei bestimmten Patienten können diese unter Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautreaktionen z.B. in Form der Mallorca-Akne führen. Daher sollten diese Patienten auf emulgatorfreie Sonnenschutzpräparate und Pflegepräparate nach der Sonne achten. Hier sind besondere Sonnenschutzgele und After-Sun-präparate auf Gel-Basis zu empfehlen.



Hautalterung
Zu unterscheiden bei der Hautalterung ist das innere Altern der Haut sowie das umweltbedingte vorzeitige Altern. Das innere Altern der Haut beruht auf den gleichen Ursachen wie das Altern aller anderen Organe. Das Bild der vorzeitig gealterten Haut findet sich zunächst in Gesicht und Dekolleté vergleichsweise noch junger Sonnenanbeter. Es ist gekennzeichnet durch eine schlaffe, lederartige, fleckige und runzelige Haut. Der Übergang zum Bild des chronischen Lichtschadens ist fließend. Hier treten zusätzlich noch aktinische Keratosen, Altersflecken sowie im Einzelfall auch Hautkrebs auf. Ein guter Sonnenschutz empfiehlt sich.



Hautbräunung

Zu unterscheiden bei der Hautbräunung ist die sofortige Hautbräunung, die durch den UV-A-Anteil des Sonnenlichts hervorgerufen wird. Die Bräunung entsteht bereits kurze Zeit nach dem Sonnenbad und hält nur wenige Stunden bis Tage an. Durch den
UV-B-Anteil im Sonnenlicht entsteht die verzögerte Sonnenbräunung, die ca. 2 - 3 Tage nach dem Sonnenbad entsteht. Sie hält über einen längeren Zeitraum an und verschwindet mit der natürlichen Erneuerung der Haut. Die Tiefe der Hautbräunung hängt vom Hauttyp ab.


Hautkrebs
Es werden drei Formen von Hautkrebs unterschieden. Der schwarze Hautkrebs (Melanom) ist der gefährlichste Hautkrebs. Nicht rechtzeitig erkannt, sind die Heilungschancen sehr gering. Das Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) entsteht häufig auf stark lichtgealterter Haut aus aktinischen Keratosen. Geringe Metastasierungsneigung. Basaliome kommen häufig im Gesicht vor. Metastasenbildung nur äußerst selten.


Hauttyp
In Mitteleuropa unterscheidet man vier Hauttypen, die sich vor allem in der unterschiedlichen Empfindlichkeit gegenüber der UV-Strahlung im Sonnenlicht unterscheiden.

Hauttyp I: rötliche bis blonde Haare, blasse Haut mit Sommersprossen, sehr hohe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 10 min.

Hauttyp II: Blonde Haare, blasse Haut, hohe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 20 min.

Hauttyp III: dunkelblonde bis braune Haare, leicht getönte Haut, geringe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit max. 30 min.

Hauttyp IV: dunkles Haar, stark getönte Haut, sehr geringe UV-Empfindlichkeit, Eigenschutzzeit über 30 min.



Hautverträglichkeit

Hautverträglichkeitsuntersuchungen von Sonnenschutzpräparaten sollten in jedem Fall durchgeführt werden, um sicher zu gehen, daß die verwendeten Präparate nicht unter der Einwirkung von Sonnenlicht zu einer zusätzlichen Reizung der Haut führen. Es wird empfohlen, neben Verträglichkeitsprüfungen an gesunden Patienten auch Anwendungstests mit Personengruppen durchzuführen, die an bestimmten Hauterkrankungen - z.B. Neurodermitis - leiden.



Herpes solaris (Sonnenbläschen)
Durch UV-B-Bestrahlungen wird die Immunabwehr geschwächt. Hierdurch können sich die in den Nervenzellen ruhenden Herpes-Viren vermehren und dann als Sonnenbläschen vor allem an der Lippe erscheinen. Es wird daher empfohlen, bei Neigung zu Sonnenbläschen die üblicherweise erkrankenden Hautstellen sorgfältig mit einem Lichtschutzpräparat mit hohem Lichtschutzfaktor abzudecken.



Hitzepickel
Infolge des starken Schwitzens kommt es zur Bildung von winzigen, oft juckenden Bläschen. Ursache ist oftmals eine zu eng anliegende, die Schweißverdunstung behindernde Kleidung. Bei Neigung zu Hitzepickeln sollte daher bei starkem Schwitzen auf lockere, nicht eng anliegende Kleidung geachtet werden.



Hitzeschlag
Durch Störung der Temperaturregelung des Körpers kommt es zum Auftreten von Kopfschmerzen, Übelkeit und ggf. zur Bewußtlosigkeit. Die Haut ist gerötet, trocken und heiß. Ein Hitzeschlag kann lebensbedrohlich sein. Ursache ist eine unzureichende Wärmeabgabe z.B. bei längerem Aufenthalt oder auch körperlicher Betätigung in großer Hitze z.B. in praller Sonne.



IR-Strahlung
Die Infrarot-Strahlung gehört mit zu dem von der Sonne ausgesandten Spektrum verschiedener Strahlung. Auf der Erde nehmen wir IR-Strahlung indirekt als Wärmestrahlung wahr.



Lichtdermatosen
Als Lichtdermatosen werden zusammenfassend alle Hauterkrankungen bezeichnet, die durch die Einwirkung von Licht - insbesondere Sonnenlicht - auftreten oder sich verschlimmern.



Lichtdermatose, polymorphe
Zusammenfassung für verschiedene lichtbedingte Hauterkrankungen. Typisch für polymorphe Lichtdermatosen ist der stark juckende Hautausschlag, begleitet von kleinen Bläschen und Pusteln. Polymorphe Lichtdermatosen treten vorwiegend nach den ersten Sonnenbädern der sonnenentwöhnten Haut auf. Bevorzugt sind Dekolleté, Rücken und Arme betroffen. Wichtig bei polymorphen Lichtdermatosen ist die Verwendung von Sonnenschutzmitteln mit hohen Lichtschutzfaktoren und einem wirksamen UV-A-Schutz, begleitet von einer hochdosierten Betacaroten-Therapie.



Lichtempfindlichkeit
Die Sonnenlichtempfindlichkeit ist abhängig vom Hauttyp. Grundsätzlich gilt: Je heller die Haut, desto sonnenempfindlicher ist diese.



Lichtschaden
Der Lichtschaden wird eingeteilt in "Chronisch" und "Akut".

Chronisch: Als chronischer Lichtschaden werden die Hautveränderungen bezeichnet, die infolge übermäßiger Sonneneinstrahlung zu bleibenden Veränderungen der Haut führen. Vorstufe ist die Altershaut. Der chronische Lichtschaden ist gekennzeichnet durch eine besonders alt aussehende Haut mit Altersflecken, runzeliger, faltiger, trockener Haut. Zu den chronischen Lichtschäden gehören ebenfalls die Hautkrebsformen Basaliom und Spinaliom.

Akut: Akuter Lichtschaden ist der Sonnenbrand.



Lichtschutzfaktor (LSF)
Der Lichtschutzfaktor, oftmals auch abgekürzt als LSF, ist ein Maß für die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln. Je höher der Faktor, desto höher die Schutzwirkung. Der Lichtschutzfaktor ist ein Anhaltswert für die Zeit, um wieviel mal länger man sich in der Sonne aufhalten kann als ungeschützt. So kann man sich mit einem Sonnenschutzpräparat mit dem Faktor 10 zehnmal länger als ohne Sonnenschutzpräparat in der Sonne aufhalten, ohne einen
Sonnenbrand zu bekommen.



Lichtschutzfaktor- (LSF-) Bestimmung
Für die LSF-Bestimmung von Sonnenschutzpräparate werden verschiedene Methoden verwendet. Der auf den Sonnenschutzpräparaten angegebene Faktor bezieht sich i.d.R. immer auf den UV-B-Lichtschutzfaktor. Bei der LSF-Bestimmung wird ermittelt, um wieviel mal länger die Haut einer bestimmten UV-B-Strahlung ausgesetzt werden kann, ohne daß diese sich rötet. Um eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Sonnenschutzpräparate zu gewährleisten, sollte die LSF-Bestimmung möglichst einheitlich erfolgen. Dieses Ziel wird in Europa mit der COLIPA-Methode angestrebt.



Lichtschwiele
Die Lichtschwiele gehört zu den Schutzmechanismen der Haut vor Sonneneinstrahlung. Die Lichtschwiele ist eine für das bloße Auge nicht sichtbare Verdickung der obersten Hautschicht. Sie bildet sich im Laufe von 5-7 Tagen während der Sonnenexposition z.B. im Urlaub aus. Durch die Lichtschwiele kann man etwa einen Lichtschutzfaktor von 10 erreichen.



Lichttherapie
Verschiedene Hauterkrankungen wie z.B. Neurodermitis und Psoriasis verbessern sich deutlich unter der Einwirkung von Sonnenlicht. Dieses machte man sich bereits frühzeitig zu Nutze und empfahl diesen Patienten einen längeren Aufenthalt in der Sonne. Heute wird die Lichttherapie als Teil- oder Ganzkörperbestrahlung unter Kontrolle des Hautarztes durchgeführt.



Lichturtikaria
Als Lichturtikaria bezeichnet man das Auftreten von Quaddeln nach Lichtexposition. Häufig treten diese Quaddeln nach den ersten Tagen der Sonnenexposition im Frühjahr auf. Eine Lichturtikaria ist meist erblich bedingt.



Lupus erythematodes (LE)
Der Lupus erythematodes (LE) zeigt sich in zwei Varianten. Die harmlosere Form beschränkt sich auf die Haut (Hautlupus), die andere Form befällt Organe. Bei Patienten mit Hautlupus, der sogenannten diskoiden Form eines Lupus erythematodes ist vorwiegend eine Erkrankung bei Frauen im mittleren Lebensalter. Das Krankheitsbild - anfänglich intensive symmetrische Hautrötung - wird durch UV-Bestrahlung (Sonnenlicht) hervorgerufen und verschlechtert. Der systemische Lupus erythematodes (SLE) gehört zu den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Patienten mit SLE weisen häufig eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit auf. Sonnenlicht spielt bei der Auslösung der systemischen Form dieser Autoimmunerkrankung (das Immunsystem bekämpft den eigenen Körper) eine Rolle und kann den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen.



Mallorca-Akne
Mallorca-Akne ist die häufigste Lichterkrankung der Haut in Europa. Die Mallorca-Akne wird auch häufig als Sonnenallergie bezeichnet. Die ersten Sonnenbäder der winterblassen Haut im Frühjahr oder auch zu Beginn des Urlaubs führen zum Auftreten von Flecken und Knötchen im Bereich der Arme und der Brust. Die Erscheinung ähnelt sehr stark der Akne. Zur Vermeidung der Mallorca-Akne sollte auf einen konsequenten Lichtschutz mit hohem UV-A-Filter geachtet werden. Als günstig erweist es sich, auf emulgatorfreie Lichtschutzpräparate auszuweichen, wie Sonnengele.



Melanin
Braunes bis schwarzes Hautpigment, das unter der Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet wird. Melanin bewirkt die Braunfärbung der Haut.



Mikropigmente
Mikropigmente werden als Lichtschutzsubstanzen in Sonnenschutzmitteln verwendet. Es handelt sich hierbei um feinstes Zinkoxid oder Titandioxid. Mikropigmente reflektieren die einfallende UV-Strahlung wie viele kleine Spiegelchen auf der Haut. Mikropigmente sind sehr gut hautverträglich und gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.


Pflege nach dem Sonnenbad
Nach dem Sonnenbad bedarf die Haut einer besonderen Pflege, um sie vor Austrocknung und vorzeitiger Alterung zu schützen. Hierzu empfehlen sich spezielle After-Sun-Präparate. Bei Mallorca-Akne empfiehlt es sich, auch bei den After-Sun-Präparaten auf emulgatorfreie Zubereitungen - z.B. Hydrogele - zu achten.


Photodermatosen
s. Lichtdermatosen


Pigmentierung
Die Pigmentierung der Haut ist abhängig vom Hauttyp. Je geringer die Pigmentierung, desto größer die Sonnenempfindlichkeit.


Radikale, freie
Als freie Radikale werden chemische Verbindungen bezeichnet, die unter der Einwirkung von UV-Licht in der Haut entstehen. Freie Radikale führen zu Schädigungen der verschiedenen Zellbestandteile. Im gewissen Umfang können die durch Radikale hervorgerufenen Schädigungen durch körpereigene Reparaturmechanismen behoben werden. Bei einer übermäßigen UV-Bestrahlung entstehen so viele Schäden durch die Radikale, daß nicht alle behoben werden können. Als Folge übermäßiger Schädigung tritt eine vorzeitige Hautalterung ein. Antioxidantien können freie Radikale unschädlich machen.


Schweißen
Beim Schweißen entsteht UV-C-Strahlung. UV-C-Strahlung ist stark krebsauslösend. Daher sollte beim Schweißen immer ein ausreichender UV-C-Schutz aufgetragen werden. Die meisten Sonnenschutzpräparate bieten auch einen UV-C-Schutz.



Solarium
Künstliche Sonnenbestrahlung zur Hautbräunung. In Solarien kommt fast ausschließlich UV-A-Strahlung zur Anwendung. Dabei beträgt die Strahlungsmenge ein Vielfaches der natürlichen, im Sommer vorkommenden UV-A-Strahlung. Häufige Solarienbesuche begünstigen eine vorzeitige Hautalterung und die Entstehung von Hautkrebs.


Sonne + Baden
Weit verbreitet ist der Irrtum, daß Wasser einen guten und ausreichenden Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne bietet. Einen Meter unter der Wasseroberfläche beträgt die UV-B-Strahlung noch zwischen 43-75 % der ursprünglichen Intensität. Daher sollten Wassersportler wie Schwimmer, Surfer, Schnorchler ein wasserfestes Sonnenschutzpräparat (Wasserfestigkeit) mit einem ausreichend hohen Lichtschutzfaktor benutzen. Auch Kleinkinder, die sich häufig längere Zeit spielend im Wasser aufhalten, müssen mit einem wasserfesten Sonnenschutzpräparat mit hohem Lichtschutzfaktor vor der Sonne geschützt werden. Auch wasserfeste Sonnenschutzpräparate sollten nach dem Schwimmen und Abtrocknen der Haut erneut aufgetragen werden. Nur so läßt sich ein wirksamer Sonnenschutz sicherstellen.



Sonne + Kinder
Kinderhaut reagiert besonders empfindlich auf eine übermäßige Sonnenbestrahlung und bekommt sehr viel leichter einen Sonnenbrand als Erwachsenenhaut, da die körpereigenen Schutzmechanismen noch nicht optimal ausgebildet sind. Zudem erhöhen kindliche Sonnenbrände das spätere Melanomrisiko erheblich. Daher sollten Kinder - insbesondere Kleinkinder - mit Kleidung oder mit einem Sonnenschirm vor der Sonne geschützt werden. Die freien Körperstellen bei Kleinkindern z.B. Arme sollten mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.



Sonne + Säuglinge

Die Säuglingshaut reagiert extrem empfindlich auf Sonneneinstrahlung. Die körpereigenen Schutzmechanismen sind noch nicht ausgebildet, so daß es sehr frühzeitig zu einem Sonnenbrand kommt. Zudem vertragen Säuglinge die oftmals mit der Sonneneinstrahlung einhergehende Wärme nur mäßig. Daher sollten Säuglinge immer vor einer direkten Sonneneinstrahlung durch Kleidung und einem Sonnenschirm geschützt werden. Sonnenschutzpräparate bei Säuglingen sollten nur im Ausnahmefall benutzt werden, da bei Säuglingen die Anwendung jeglicher Kosmetika oder Arzneimittel äußerst kritisch abzuwägen ist.



Sonnenallergie
s. Mallorca-Akne


Sonnenbrand
Geringe oder auch kurzzeitige Sonnenbestrahlungen werden von der Haut i.d.R. ohne spürbare oder sichtbare Veränderungen toleriert. Wird eine gewisse Dosis oder auch Schwelle überschritten (minimale Erythemdosis -MED) ensteht nach ca. 2-5 Stunden der als Rötung der Haut sichtbare Sonnenbrand. Die meisten Menschen brechen daher viel zu spät ihr Sonnenbad ab, nämlich erst dann, wenn mit zeitlicher Verzögerung die ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes auftreten. Der Sonnenbrand ist scharf begrenzt auf die Hautbezirke, die der Strahlung ausgesetzt waren. Typische Zeichen sind Rötung, Schwellung, Schmerz und Juckreiz. Verantwortlich für den Sonnenbrand ist der UV-B-Anteil des Sonnenlichtes.



Sonnengele
Sonnengele sind Zubereitungen, die frei von Fetten und Emulgatoren sind. Fette und Emulgatoren können bei überempfindlicher Haut zu Sonnenallergien führen, speziell zur sog. Mallorca-Akne. Daher sind Sonnengele besonders für diese Personen geeignet.



Sonnenlotion
Lotionen zeichnen sich durch eine leichte Verteilbarkeit aus. Sie eignen sich daher besonders für die Anwendung am ganzen Körper.




Sonnenstiche
Der Sonnenstich entsteht durch Direkteinwirkung von Sonnenstrahlung und Hitze auf den unbedeckten Kopf und die Nackenpartien. Zusätzlich wird die Hirnhaut durch die tief eindringenden IR-Strahlen (Wärmestrahlung) gereizt. Typisch für einen Sonnenstich sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Fieber, Schwindel. In schweren Fällen kann es auch zum Kollaps mit tödlichem Ausgang kommen. Bei längerem Aufenthalt unter intensiver Sonnenbestrahlung sollten daher Kopf und Nacken mit einem Hut mit ausreichend breiter Krempe geschützt werden.



Strahlungsintensivität
Die Strahlungsintensität - insbesondere der UV-B-Strahlung - auf der Erde ist jahreszeitlichen und geographischen Schwankungen unterworfen sowie vom Ausmaß der Luftverschmutzung abhängig. Als Richtwert für die geographische Höhe gilt, daß der UV-B-Anteil um ca. 20 % pro 1.000 Höhenmeter zunimmt. Höhere UV-Belastungen können sich zudem durch Reflektion ergeben. So reflektiert Neuschnee zu 100 %, Beton zu 20 % die einfallende UV-Strahlung.



UV-Strahlung
UV-A: Als UV-A-Licht wird der längerwellige Teil des UV-Lichtes (350-380 nm) bezeichnet. UV-A-Strahlung führt auf der Haut zur sofortigen Bräunung, die jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder verblasst. Sonnenbrände können durch UV-A-Strahlung nur bei sehr hoher Strahlungsintensität z.B. im Solarium entstehen. UV-A-Licht dringt tief in die Haut ein und bewirkt über die Zerstörung der elastischen Strukturen eine vorzeitige Hautalterung. UV-A-Licht dringt auch durch Fensterglas hindurch. So können besonders disponierte Menschen, die empfindlich auf UV-A-Licht reagieren, auch in z.B. großzügig verglasten Büros entsprechende Lichtdermatosen zeigen.

UV-B: Als UV-B-Strahlung wird der mittellange Strahlungsbereich von 300-315 (320) nm Wellenlänge des UV-Lichts bezeichnet. Der Anteil an der Gesamtenergie der eintreffenden Sonnenstrahlung beträgt ca. 0,4 %. UV-B-Strahlung bewirkt eine anhaltende Bräunung der Haut, ist aber auch für die Entstehung des Sonnenbrandes verantwortlich. Zudem beschleunigt UV-B-Strahlung die Hautalterung und begünstigt die Entstehung von Hautkarzinomen. UV-B-Strahlung durchdringt kein Fensterglas, wohl aber Wasser. Daher müssen sich Wassersportler besonders vor UV-B-Strahlung schützen.

UV-C: UV-C-Strahlung spielt derzeit faktisch auf der Erdoberfläche keine Rolle, da es komplett durch die Ozonschicht abgefiltert wird. Künstlich erzeugte UV-C-Strahlung wird zu Desinfektionszwecken eingesetzt. Beim Schweißen entsteht u.a. auch UV-C-Strahlung, die bei ungeschützten Augen und ungeschützter Haut zu Reizungen führen kann (Schutzbrille tragen).



Wasserfestigkeit
Es existieren keine verbindlichen Methoden zur Bestimmung der Wasserfestigkeit, so daß verschiedene Untersuchungsmethoden praktiziert werden. I.d.R. erfolgt die vergleichende Sonnenschutzprüfung mit und ohne Wasserexposition. Als wasserfest werden Präparate bezeichnet, die noch nach Wasserexposition 50 % des ursprünglich vorhandenen Lichtschutzfaktors aufweisen. Daher sollte grundsätzlich nach dem Schwimmen und anschließenden Abtrocknen der Haut das Sonnenschutzmittel erneut aufgetragen werden, auch wenn wasserfeste Präparate verwendet wurden.



Wiesengräserdermatitis

Nach Berührung mit bestimmten Pflanzen - z.B. der Herkulesstaude (Riesen-Bärenklau), Sellerie oder Pastinak tritt auf der Haut eine entzündliche Rötung auf, die stark juckt. Gelegentlich bilden sich auch Blasen, die nach der Abheilung Narben hinterlassen können. Ursache der Wiesengräserdermatitis sind bestimmte in Pflanzen vorkommende Stoffe (Kumarine), die zusammen mit Sonnenlicht eine entsprechende Hautreaktion hervorrufen. Der Kontakt zu diesen Pflanzen ist zu meiden. Ebenso sollte man sich nicht direkt ins Gras, sondern immer auf eine Decke oder Liege legen.



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