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Aktueller Hautzustand


Der natürliche Hautzustand unterliegt Schwankungen. Neben der Vererbung von  trockener (Sebostase) oder fettiger Haut (Seborrhoe) beeinflussen innere Faktoren wie z.B. hormonale Störungen oder Stress und äußere Einflüsse wie Rauchen, trockene Heizungsluft oder die Anwendung entfettender Seifen den Zustand der Haut.

Im Idealzustand enthält die Haut ausreichend Fett und Feuchtigkeit (= Normalhaut). Das Erscheinungsbild der Haut ist feinporig, glatt und geschmeidig. Die Haut fettet nicht nach und spannt nicht. Die Pflege dieser normalen Haut ist relativ einfach. Zur Reinigung kann eine Reinigungsmilch oder ein Syndet (synthetische Detergentien) verwendet werden. Zudem werden milde Gesichtswässer ohne Alkohol oder mit einem Alkoholgehalt bis zu 15% gut vertragen. Zur Erhaltung des Hydrolipid-Films auf der Haut sollten sogenannte Öl-in-Wasser (O/W) Emulsionen aufgetragen werden. In diesen Cremes liegt die Lipidphase  („Öl“) fein verteilt in der Wasserphase vor. Der Fettgehalt der Creme kann jedoch variieren. Ist die Haut stark beansprucht z.B. bei Kälte oder sehr trockener Raumluft empfiehlt es sich eine lipidreichere Emulsion anzuwenden.

Fettige Haut glänzt, ist grobporig und neigt zu Hautunreinheiten. Dieser Hautzustand tritt hauptsächlich in den Arealen auf, die eine große Anzahl von Talgdrüsen aufweisen (Kopf, Brust, Rücken). Da mit Beginn der Pubertät die Aktivität der Talgdrüsen steigt, sind viele Jugendliche von fettiger Haut betroffen. Um den normalen Hautzustand zu erreichen ist eine entfettende Reinigung sinnvoll. Geeignet sind Syndets oder Reinigungsgele. Auch alkoholische Gesichtswässer können zur Entfettung beitragen. Zur Pflege der Haut sollten bei Bedarf Feuchtigkeitsgele oder O/W Emulsionen mit geringem Lipidanteil verwendet werden. Ebenso sollten beim Sonnenschutz fettarme Zubereitungen wie Sonnengele bevorzugt verwendet werden.
Besteht neben der fettigen Haut auch eine Akne sind zusätzliche Behandlungen z.B. mit antimikrobiell wirkenden Substanzen durchzuführen. Hier sollte jedoch ein Hautarzt um Rat gefragt werden.

Bei der sog. Mischhaut ist die Gesichtshaut in fettige und trockene Bereiche unterteilt. Die Gesichtsmitte (Stirn, Nase, Kinn = T-Zone) ist fettig, während die Wangenpartie trocken erscheint. Beide Bereiche benötigen eine auf ihren Hautzustand abgestimmte Pflege.

Trockene Haut ist schuppig, rau und glanzlos. Zudem können Spannungen, Juckreiz oder kleine Risse vorhanden sein. Dieser Hautzustand benötigt eine intensive Pflege mit fett- und feuchtigkeitsreichen Präparaten. Zur Reinigung sollten nur milde Reinigungsmilchen und alkoholfreie Gesichttonika verwendet werden. O/W Emulsionen mit einen Lipidanteil von über 25% eignen sich für die Tagespflege. Zur Nacht können auch sog. Fettcremes (W/O Emulsionen mit einen Lipidanteil von 50-70%) eingesetzt werden. Da der trockenen Haut nicht nur Fett sondern in aller Regel auch Feuchtigkeit fehlt, sind Pflegepräparate mit Feuchtigkeitsspendern (engl. moisturiser) zu empfehlen. Zusätze wie Harnstoff (Urea) oder Glycerin erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Haut. 
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