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Entspannung für die Haut

Mit Entspannungsmethoden Stress abbauen und damit die Gesundheit der Haut fördern

Im Kapitel Haut und Psyche wurden die Zusammenhänge zwischen speziellen Hauterscheinungen oder chronischen Hauterkrankungen und Stress ausführlich dargestellt. Einige der wesentlichen Methoden zur Entspannung stellt dieser Beitrag vor.

Um Stress aktiv abzubauen sind verschiedene Möglichkeiten bekannt. Neben regelmäßiger Bewegung, z.B. im Rahmen eines leichten Ausdauertrainings (Jogging, Radfahren, Schwimmen) werden zahlreiche Entspannungsmöglichkeiten empfohlen, die Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht bringen.
Diese Entspannungstechniken lassen sich zum größten Teil hervorragend in den Alltag einbauen und sind mehr oder weniger leicht zu erlernen. Es kann dabei hilfreich sein, verschiedene Methoden zuerst auszuprobieren, um herauszufinden, welche dem eigenen Körper die beste Entspannung ermöglicht. In speziellen Kursen wird zudem das Erlernen der Entspannungstechniken unter Anleitung eines erfahrenen Therapeuten angeboten.

Sanfte Bewegung oder mentale Entspannung?
Die meisten Entspannungstechniken üben nachweislich einen positiven, messbaren Einfluss auf diverse Körperfunktionen aus.
Es wird unterschieden zwischen sanften Bewegungen zur Entspannung oder der mentalen Entspannung.  So werden bestimmte Bewegungsmuster zum Beispiel bei Tai Chi Chuan, Yoga oder auch der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson zur bewussten Entspannung eingesetzt. Meditation oder autogenes Training nutzen dagegen überwiegend die positiven Effekte der mentalen Entspannung.
Wichtig bei allen Formen zur Entspannung ist, dass die Methode als angenehm empfunden wird. Bereits die Tatsache, dass man sich bewusst die Zeit zum Erlernen einer Entspannungsmethode nimmt, stellt den ersten Schritt zum Stressabbau dar.
Im folgenden werden einige Entspannungsmethoden ausführlicher vorgestellt:

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (Entspannung durch Anspannung)
In seelischen oder körperlichen Stresssituationen sind die Muskeln meist übermäßig angespannt. Die progressive Muskelrelaxation, benannt nach Ihrem Erfinder, dem amerikanischen Physiologen Edmund Jacobson, macht sich den Wechsel zwischen bewusster Anspannung und stufenweiser Entspannung gezielter Muskelgruppen zu nutze. Dabei wird zum Beispiel eine Faust geballt. Der Anspannung, die man dabei im Unterarm empfindet, wird gedanklich der Wert 10 zugeordnet. Nun wird die Anspannung langsam in Einerschritten zurückgenommen, bis die Hand wieder völlig entspannt ist. Durch den Kontrast zwischen bewusstem Anspannen und langsamem Entspannen wird der Mechanismus des Stressaufbaus und der Muskelverspannung gezielt umgekehrt. Dabei wird ein biochemischer Prozess in Gang gesetzt, der die Muskeln deutlich lockert und Verkrampfungen löst. Die Atmung wird ruhiger, der Blutdruck sinkt leicht und ein wohliges Wärmegefühl kann sich ausbreiten.
Vorteil dieser Methode ist, dass sie leicht zu erlernen ist und auch im Alltag sehr gut und nahezu unauffällig eingebaut werden kann. Eine Tiefenentspannung erreicht man mit dieser Methode jedoch erst mit sehr viel Erfahrung.
Ungeeignet ist diese progressive Muskelrelaxation für Menschen mit Gelenkentzündungen oder rheumatischen Erkrankungen. Auch bei Bluthochdruck sowie bestimmten Gefäßerkrankungen sollte vorher ein Arzt gefragt werden.

Tai Chi Chuan
Tai Chi Chuan ist sowohl eine Entspannungsmethode als auch eine chinesische Kampfkunst. Daran erinnern besonders die Namen der einzelnen Bewegungsmuster (z.B. Zhou Di Kan Chui = versteckte und sichtbare Faust). Das Studium des Tai Chi Chuan ist sehr aufwändig und es benötigt Zeit und Ausdauer, um die verschiedensten Bewegungsabläufe zu erlernen. Dabei kommt es vor allem darauf an, die Bewegungen auf natürliche Weise fließend durch die Gelenke ohne Kraft und mit Ruhe zu entfalten. Der Geist soll dabei entspannt sein, begleitet von einer natürlichen, bewussten Atmung. Besonders dieser Teil des Tai Chi eignet sich als Entspannungsübung. Vorteil dieser Methode ist das entspannende Gefühl des inneren Gleichgewichts. Die fließenden Bewegungen, die ohne Unterbrechung durchgeführt werden, fördern die körperliche Konstitution und die innere Gelassenheit. Alle Bewegungen erfolgen ohne Anstrengung. Wer Tai Chi erlernen möchte, benötigt Geduld und einen erfahrenen Lehrmeister.

Yoga
Diese Form der Entspannung entstammt dem indischen Kulturkreis und wurde bereits vor etwa 1500 Jahren entwickelt. In der Geschichte der fernöstlichen Kultur spielten die Lehren von der gesunderhaltenden Wirkung spezieller Körperhaltungen eine wichtige Rolle. Yoga kombiniert Meditation, spezielle Atemübungen und Gymnastik mit dem Ziel, Körper und Geist durch Ausgleich der inneren Gegensätze in Einklang zu bringen.
Bestimmte Sitzhaltungen, Entspannungslagen, Körperstellungen und jeweils dazu passende Atemtechniken werden (unter Anleitung!) erlernt und meist mehrmals hintereinander wiederholt. Die verschiedenen Yogaübungen konzentrieren sich meist auf ganz bestimmte Bereiche des Körpers. Ein wichtiges Ziel des Yoga ist es, durch den inneren Einklang mit Stresssituationen im Alltag besser zurecht zu kommen.
Leichte Yoga-Übungen sind für Anfänger schnell zu erlernen und können auch zu Hause ohne viel Aufwand weiter geführt werden. Die schwereren Übungen sollten jedoch nur von erfahrenen Personen und bei körperlicher Gesundheit durchgeführt werden, da sie eine genaue Einschätzung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit erfordern.

Autogenes Training
Die Methode des autogenen Trainings wurde von dem deutschen Nervenarzt Professor Johannes Heinrich Schulz bereits vor über 80 Jahren entwickelt. Wie der Name bereits vermuten lässt, bedarf das Beherrschen dieser Entspannungsmethode einiger Übung. Mittels spezieller Formeln, die man sich selbst oder die ein Therapeut vorspricht, wird eine starke Konzentration auf den eigenen Körper erzeugt. Diese Form der Selbstbeeinflussung ruft ein Gefühl der Schwere, Wärme und Entspannung im ganzen Körper hervor. Durch die willkürliche Muskelentspannung werden die Blutgefäße erweitert. Dieser Mechanismus ist für die Wärmeentwicklung verantwortlich. Puls und Atmung verlangsamen sich. Geübte können sich mit Hilfe des autogenen Trainings in eine tiefe Entspannung führen.
Für Anfänger empfiehlt sich, das autogene Training unter Anleitung durchzuführen, das erleichtert die Konzentration auf die Abläufe im eigenen Körper. Autogenes Training ist nicht für Personen geeignet, die unter Depressionen oder chronischer Müdigkeit leiden.

Meditation
Die Meditation ist die wohl älteste Form unter den Entspannungstechniken. Bereits vor 5000 Jahren kannte man die Methode, sich in Gedanken von der Umwelt zu lösen und sich, zum Beispiel im Gebet, völlig auf sich selbst zu besinnen. Eine heute oft verwendete Methode ist, die Konzentration auf ein bestimmtes Objekt zu lenken, z.B. ein Ruhebild (Blumenwiese). In Gedanken wird der Meditierende Teil dieses Bildes und löst sich damit von seiner Umwelt. Ziel ist es, nach der Rückkehr aus der Gedankenwelt eine tiefe Entspannung zu empfinden, die die nötige Energie für den Alltag liefert. Tiefenentspannendes Meditieren muss in der Regel unter Anleitung erlernt werden. Dann jedoch ist eine sehr tiefe Entspannung möglich.

Entspannung für die Haut
Stressabbau im Alltag ist sehr wichtig und fördert körperliches und geistiges Wohlbefinden. Wenn einmal die Zeit oder die Motivation für spezielle Übungen fehlt, kann auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft oder eine sanfte Massage entspannend wirken. Gerade in sehr stressreichen Lebensphasen benötigt der Körper solche kurzen Ruhepausen, um wieder Kraft zu tanken. Die Haut als Spiegel der Seele wird für jede Entspannung dankbar sein.

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