 |
Die Haut in Zahlen ...
- Gewicht: ca. 16% des Körpergewichts
- Fläche: 1,8 m2
- Zellenzahl: 3 Millionen pro cm2
- Schweißdrüsen: 100 pro cm2
- Kältesinnesorgane (Hand): 5 pro cm2
- Wärmesinnesorgane (Gesicht): 25 pro cm2
- Tastsinnesorgane (Hand innen): 25 pro cm2
- Talgdrüsen: 15 pro cm2 (keine auf der Handinnenseite und Fußsohle)
- Schmerzpunkte: 50-200 pro cm2
- pH-Wert (gesunde Haut): zu 90% im sauren Bereich bei ca. 5,0
- Fettschicht-Dicke: zwischen 1 und 10 cm

Oberhaut (Epidermis)
Die Epidermis ist – je nach Lokalisation – zwischen 0,04 mm und 2 mm
dick. Aufgebaut ist diese äußere Hautschicht im wesentlichen aus vier
Lagen von Epithelzellen (sog. Keratinocyten). Die Zellschichten stellen
die unterschiedlichen Reifestadien der Hornsubstanz (Keratin)
produzierenden Keratinocyten dar. Die Neubildung der Zellen findet in
der untersten Zellschicht – der Basalzellschicht – statt. Während die
Keratinocyten reifen, wandern sie durch die Epidermis nach außen. Nach
etwa 28 Tagen sind aus den neuen Keratinocyten bereits Hornzellen
entstanden, die kontinuierlich durch Schuppung der Haut abgestoßen
werden. Die Epidermis erneuert sich somit ständig.
Des Weiteren
findet man in der Epidermis Melanocyten, die das Pigment Melanin
synthetisieren, wenn sie UV Licht ausgesetzt sind. Durch die
Pigmentierung färbt sich die Haut und baut so einen wichtigen Schutz
vor Sonnenbestrahlung auf. Zum Immunsystem der Haut zählen spezifische
Langerhanszellen, die auch an der Entstehung von Hautallergien
beteiligt sind.
Lederhaut (Dermis)
Die Lederhaut ist ein unterstützendes Gewebe, das der Haut
Elastizität verleiht. Es finden sich in ihr Gefäße, Schweißdrüsen,
Haarfollikel, Kollagen- und Elastin-Fasern. Sie beherbergt ebenso
spezielle Zellen wie Makrophagen und Lymphocyten, aber auch
Fibroblasten, die das Bindegewebe synthetisieren. Die Dicke der
Lederhaut variiert zwischen 0.6 mm an den Augenlidern und 3 mm und mehr
am Rücken, den Handflächen und Fußsohlen.
Unterhaut (Subcutis)
Die Unterhaut besteht aus losem Bindegewebe und Fett. Die Fettzellen dienen als Energiespeicher und zur Wärmeisolation.
Funktion
Die Haut hat eine Vielzahl von Aufgaben. Neben dem rein mechanischen Schutz sind hervorzuheben:
- Regulierung der Körpertemperatur
- Abwehr von Krankheitserregern
- Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Schmerz, Berührung, Hitze und Kälte
- Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen
Störungen der Funktion
Bei der Vielzahl
der Aufgaben, welche die Haut tagtäglich zu bewältigen hat, kann es
durch die permanenten Einflüsse der Umwelt zu Störungen in der
Hautfunktion kommen. So stellen z.B. trockene Luft in klimatisierten
Räumen, Sonnenstrahlung oder Autoabgase im Großstadtverkehr besondere
Belastungen der Haut dar. Die Funktionsstörungen können sich darin
äußern, dass die Haut empfindlicher auf Reize reagiert und sie trocken,
spröde oder sogar rissig wird. |
 |