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Thema Haut: Hautveränderungen in der Schwangerschaft

Hautveränderungen in der Schwangerschaft
Frauen erleben im Rahmen einer Schwangerschaft eine Vielzahl von Veränderungen in ihrem Körper, aber auch auf der Haut. Dabei unterscheidet man nicht-krankhafte (physiologische) Veränderungen, die prinzipiell jede Schwangere betreffen können, von Hauterkrankungen, die zwar in erster Linie Schwangere betreffen, insgesamt aber selten sind.
1. Physiologische Veränderungen
  • Hyperpigmentierung. Bei fast jeder Schwangeren kommt es zu einer allgemeinen Dunkelfärbung der Haut. Besonders bemerkbar macht sich diese Färbung überall dort, wo die Haut normalerweise schon dunkler ist: Brustwarze, Warzenhof, äußeres Genitale, Achselhöhle, Damm. Manchmal bildet sich eine dunkle Linie auf dem Bauch vom Bauchnabel bis zur Schamfuge. Schmetterlingsförmige Hyperpigmentierungen im Gesicht (Chloasma gravidarum) bezeichnet man im Volksmund als Mutterflecken. Ursache all dieser Phänomene ist eine vermehrte Produktion von Melanin, bedingt durch die Schwangerschaft. Die Dunkelfärbung bildet sich nach der Entbindung innerhalb von Wochen zurück.
  • Schwangerschaftsstreifen (Striae distensae, Striae gravidarum) im Bereich der Brüste, Hüfte und des Bauches. Diese treten meist erst in der 2. Schwangerschaftshälfte auf. Ursache ist die zunehmende Dehnung der Bauchhaut bei gleichzeitig (hormonell bedingter) verminderter Elastizität des Bindegewebes. So entstehen kleine Risse in der Bauchdecke, die als rosa-weiße Dehnungsstreifen sichtbar werden. Nach der Entbindung können Schwangerschaftsstreifen - je nach vorherigem Ausmaß - als helle, eingezogene Streifen sichtbar bleiben.
  • Haarveränderungen können variieren von übermäßigem Haarwuchs bis zum Haarausfall. Viele Schwangere bemerken vermehrt dunkle Haare im Gesicht, auf den Armen und Beinen. Bei der selben Frau kann gleichzeitig das Kopfhaar dünner werden.
  • Fingernägel können brüchig werden. In Einzelfällen kann es zu einer Ablösung der Nagelplatte kommen.
  • Veränderungen am Gefäßsystem können als Rötung im Bereich der Handinnenflächen, als sogenannte Gefäßreiser oder Krampfadern sichtbar werden.

Bitte sprechen Sie Ihren Frauenarzt an, wenn Sie weitere Fragen zu den genannten Veränderungen haben oder Tipps zur Vorbeugung wissen wollen.


2. Hauterkrankungen, die in erster Linie Schwangere betreffen

  • Pruritus gravidarum. Ein meist in der zweiten Schwangerschaftshälfte auftretender Juckreiz am ganzen Körper, der von Übelkeit und Brechreiz begleitet sein kann. Ursache ist ein Gallenstau in der Leber.
  • Herpes gestationes. Eine seltene, meist im zweiten oder letzten Schwangerschaftsdrittel auftretende Hauterkrankung, die mit Blasenbildung (ähnlich einem Herpes, daher der Name) und intensivem Juckreiz einhergeht. Die Erkrankung heilt gewöhnlich nach der Entbindung ab, kann aber bei der nächsten Schwangerschaft wieder auftreten.
  • Pruritische urtikarielle Papeln und Plaques (PUPP). Eine stark juckende (pruritische), am Bauch beginnende Hauterkrankung in der Schwangerschaft mit quaddelartigen (urtikariellen) Knötchen (Papeln) und Flecken (Plaques). Sie heilt nach der Entbindung ab.
  • Impetigo herpetiformis. Hierbei handelt es sich um eine seltene Variante der Schuppenflechte (LINK), bei der die Schwangerschaft einen Auslösefaktor darstellt.

Bitte sprechen Sie umgehend Ihren Frauenarzt oder einen Hautarzt an, wenn Sie während der Schwangerschaft Hautveränderungen feststellen, die mit Allgemeinsymptomen wie Juckreiz, Übelkeit, Brechreiz einhergehen. Auch über Hautveränderungen die über die oben beschriebenen physiologischen Veränderungen hinausgehen, sollten Sie mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

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