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Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie ist die
Berührungs- und "Kommunikationsfläche" mit der Umwelt. Unsere Haut
projiziert, spiegelt unser Sein; sie ist Ausdruck des Lebensgefühls,
der Lebensanschauung. Sie ist geeignet, künstlerisch verändert zu
werden.
Wir Bemalen und Schmücken unseren Körper mit Lippenstift und Rouge, Permanent Make-up, Tattooing und Body Painting sowie Piercing,
um
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Signale zu setzen. Mit diesen Techniken ist es möglich, dem Körper eine neue, veränderte Persönlichkeit zu geben. Dies zeigt Parallelen zu dem häufigen Wechseln der Maske von Künstlern während ihres jeweiligen Bühnenauftritts.
Deshalb verwundert es nicht, dass sowohl Masken im eigentlichen Sinne
als auch die aufgeführten Arten des Körperschmucks wahrscheinlich so
alt wie die Menschheit sind. So trägt auch der vom Eis der Ötztaler
Alpen freigegebene Steinzeitmensch "Ötzi" zahlreiche Tatoos, vermutlich
aus medizinischen Zwecken angebracht. Für viele Völker Polynesiens,
Afrikas und die Inuit Grönlands haben in die Haut eingebrachte
"Schmuckstücke", ähnlich dem Piercing, bis heute eine rituelle oder
sexuelle Bedeutung. Übrigens entstammt das Wort "Tätowieren" aus dem
polynesischen Sprachraum. Der Begriff "Tatatau", unterteilt sich in Ta
- "schlagen" und tatau - "Zeichen". Diese "Übersetzung" vermittelt
einen Eindruck von der ursprünglichen Technik des Tätowierens. Hautbemalung mit farbiger Erde, Pflanzenextrakten und zahlreichen
anderen Farbstoffen sind bei vielen Völkern Ausdruck unterschiedlicher
Gemütsbewegungen, oder stehen für besondere Anlässe wie u.a. das
Erwachsen werden, eine Hochzeit, Trauer und Krieg.
Das Spektrum der eingesetzten Farbpigmente für die Körpermalerei und
Tätowierungen ist vielfältig. Seit kurzem werden sogenannte
Biofarbstoffe angeboten. Diese können allerdings ebenso wie alle
anderen Farbstoffe Allergien oder Reizungen auslösen, insbesondere wenn
sie mit weiteren Stoffen verunreinigt sind.
Personen mit empfindlicher Haut und/oder bekannten Allergien sollten deshalb klären, welche Inhaltsstoffe die Farben enthalten.
Weiterführende Informationen finden Sie unter:
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