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| Primäreffloreszenzen:
solche, die zu Beginn einer Hautkrankheit auftreten; Sie sind für das
jeweilige Krankheitsbild mehr oder weniger charakteristisch. Bei der
Befunderhebung, d.h. der Inspektion der Haut, wird immer nach diesen
Primäreffloreszenzen gesucht: |
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| Fleck
= Macula: umschriebene Farbänderung im Bereich der Hautoberfläche, z.
B. rote Flecke; entstehen meist durch erweiterte Blutgefäße bei einer
Entzündung. |
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Knötchen
= Papula (Papel): sicht- und tastbare, bis etwa 5 mm im Durchmesser
große solide Vorwölbung der Haut; meist hervorgerufen durch ein
Ansammlung von Entzündungszellen im oberhautnahen Bindegewebe, mit
einer entsprechenden kleinen Vorwölbung der Oberhaut (Epidermis).
Knötchen sind typische primäre Effloreszenzen eines Ekzems. |
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| Knoten
= Nodus (großer Knoten) oder Nodulus (kleiner Knoten): größere
Vorwölbung; meist durch eine geschwulstartige Zellvermehrung im Bereich
der Oberhaut oder des Hautbindegewebes entstanden; meist ein
Tumorknoten. |
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Bläschen
= Vesicula (Vesikel): sichtbarer kleiner, bis ca. 5 mm im Durchmesser
großer Hohlraum, mit seröser Flüssigkeit gefüllt; z. B. typische
Effloreszenz eines akuten Ekzems, in diesem Fall innerhalb der Oberhaut
(Epidermis) gelegen. |
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| Blase
= Bulla: größer, meist dicht unterhalb der Epidermis gelegen; meist mit
seröser Flüssigkeit, ein Beispiel dafür ist eine Blase bei einer
Verbrennung. |
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Pustel
= Pustula: kleiner Hohlraum, der einem Bläschen entspricht, aber mit
Eiter gefüllt ist; liegt in der Regel innerhalb der Epidermis
(intraepidermal). |
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| Quaddel
= Urtica: beetartige Erhebung der Haut unterschiedlicher Größe,
hautfarben bis rötlich; hervorgerufen durch ein umschriebenes Ödem im
oberen Corium; typischerweise "flüchtig", d.h. besteht nur über wenige
Stunden. Quaddeln sind die typischen Effloreszenzen des Nesselfiebers
(Fachbegriff Urtikaria, von lateinisch Urtica = Brennessel). |
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| Sekundäreffloreszenzen: solche, die sich ich im Verlauf einer Hauterkrankung aus den primären Effloreszenzen entwickeln können: |
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Schuppe = Squama: Auflagerungen von sich ablösenden Hornzellen; sind typisch z. B. für die Schuppenflechte (Psoriasis). |
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| Erosion
= kleiner oberflächlicher Epidermisdefekt, liegt innerhalb der
Epidermis; meist mit Austreten seröser Flüssigkeit, die später
eintrocknet (= seröse Kruste). |
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Ulkus
= Geschwür: tiefer in das Hautbindegewebe reichender Gewebsdefekt;
entstanden durch eine Gewebsnekrose, mit Entzündung in den Randpartien
und in der Tiefe, mit schlechter Heilungstendenz. Beispiel:
Unterschenkelgeschwür bei einem Venenleiden. |
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| Rhagade = spaltförmiger Einriss, der bis in das obere Hautbindewebe reicht, schmerzhaft, kann bluten. |
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Narbe
= Cicatrix: Bindegewebe, das sich nach einem Hautdefekt neu bildet; oft
mit einer verdünnten Haut (atrophische Narbe), seltener mit verdickter
Haut (hypertrophische Narbe); gelegentlich mit überschießend wucherndem
Narbengewebe (Keloid). |
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| Exkoriation
= etwas tieferer, bis in die Lederhaut (die Hautschicht unterhalb der
Oberhaut) reichender Defekt, kann anfangs leicht bluten; wird durch
Kratzen hervorgerufen, z. B. bei einem Ekzem. |
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| Kruste = Crusta: an der Hautoberfläche eingetrocknetes Sekret (seröse Kruste), auch blutiges Sekret (Blutkruste). |
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| Ergänzende Untersuchungen erfolgen zur Sicherung der Diagnose oder zur Ursachenermittlung. Die wichtigsten sind: |
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Hautbiopsie (Gewebsentnahme) mit histologischer Untersuchung; erfolgt relativ oft.
Mikrobiologische Untersuchungen: Untersuchungen auf Bakterien und/oder Pilze.
Allergologische Untersuchungen: Allergietests, allergologische Serumuntersuchungen.
Klinisch-chemische Untersuchungen: z.B. die Bestimmung von Blutwerten.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Erkrankungen, die vom
Hautarzt behandelt werden, wo keine Effloreszenzen als wegweisend
einbezogen werden können. Spezielle Untersuchungsverfahren sind dann
erforderlich. Dies ist z. B. der Fall bei Venenleiden, Haarausfall oder
Fertilitätsstörungen beim Mann. |