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Permanent Make-up

Permanent Make-up
Hintergrund

Beim herkömmlichen Make-up werden Farbpigmente auf die Oberhaut (Epidermis) "aufgemalt". Es kann deshalb sehr leicht wieder entfernt werden. Tätowiergeräte dringen bis in die oberen und mittleren Schichten der Lederhaut (Corium; Eindringtiefe 1 bis 3 mm) ein. In dieser tieferen Hautschicht verbleiben die Farbpigmente ein Leben lang. Permanent Make-up liegt dazwischen. Die Farbpigmente werden in die
Oberhaut (Eindringtiefe 0,6 bis 1,2 mm) eingebracht.
Genauer gesagt in die Keimschicht der Oberhaut, eine Grenze zwischen Oberhaut und Lederhaut. Die Zellen der Oberhaut unterliegen einer ständigen Erneuerung. Dabei entstehen in der Keimschicht neue Basalzellen, die sich über einem Zeitraum von 28 Tagen zu Hornzellen umwandeln. Im Rahmen dieser Zellumwandlung wandern Zellen in die oberste Schicht der Oberhaut und schilfern ab. Erkennbar ist die starke Zellerneuerung der Oberhaut immer dann wenn sie verletzt wurde. Jeder hat schon einmal beobachtet, dass oberflächliche Schnittverletzungen innerhalb kurzer Zeit durch neugebildete Zellen folgenlos abheilen. Obwohl permanent eigentlich unaufhörlich bedeutet, verblaßt Permanent Make-up durch diese Zellerneuerung nach etwa drei bis fünf Jahren.

Wie es geht und welche Vorteile es bietet


Das eigentliche Verfahren ähnelt dem Tätowieren. Mit dem Unterschied, dass die Farbe weniger tief eingebracht wird und die Nadeln in der Regel dünner sind. Die gewünschte Form und Farbe wird zunächst mit einem Farbstift vorgezeichnet. Meist sind für das Permanent Make-up zwei bis drei Behandlungen á 15 Minuten notwendig. Häufig muß in weiteren Sitzungen noch nachgearbeitet und ausbessert werden.

Im Bereich der dekorativen Kosmetik ist ein Permanent Make-up der Augenbrauen, Augenlider und Lippenkonturen zum Beispiel für folgende Personen geeignet:

  • Alle, die keine Zeit oder Lust haben, ihr Make-up täglich aufzutragen oder mehrfach täglich zu erneuern
  • Personen mit Sehstörungen, die ohne Sehhilfe kein Make-up auftragen können
  • Sportler
  • Menschen mit einem sehr hellen Teint, bei denen Augenbrauen und Wimpern kaum sichtbar sind
  • Alle, die eine permanente Korrektur kleinerer Unregelmäßigkeiten im Lippenrot oder Augenbereich wünschen
  • Frauen, die ein wisch- und wasserfestes Make-up benötigen

Dabei gilt: Permanent Make-up ergänzt das klassische Make-up, ersetzt es aber nicht vollständig.

Eine medizinische Notwendigkeit für ein Permanent Make-up kann zum Beispiel bei folgenden Krankheiten bestehen:

  • Korrektur von Narben nach Unfällen oder Operationen
  • Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
  • Kompletter Haarausfall (Alopezie)
  • Farbliche Rekonstruktion des Warzenhofes der Brust

Liegt eine solche Erkrankung vor, übernimmt unter Umständen die Krankenkasse die Kosten des Permanent Make-up.


Risiken und Nebenwirkungen

Sauberkeit und Hygiene sind oberstes Gebot. Die Rate der Nebenwirkungen und die Qualität des Ergebnisses hängt vor allem von den hygienischen Voraussetzungen und der Erfahrung des Pigmentierers ab.

Die möglichen Komplikationen beinhalten: Örtliche Infektionen, Lippen-Herpes, eine wirklich permanente Tätowierung bei zu tiefem Eindringen bis in die Lederhaut, allergische Reaktionen auf die Farbpigmente. Die verwendeten Farben sollten nach der Internationalen Nomenklatur für Kosmetische Inhaltsstoffe (INCI) deklariert sein und toxikologisch unbedenklich sein beim Einbringen in die Haut.

Das Ergebnis der Behandlung hält einige Jahren. Auch wenn es einem nicht gefällt, sich der Pigmentierer verzeichnet hat, die Farben mit der Zeit verblassen oder greller werden, oder sich einfach die Mode ändert. Korrigiert oder entfernt werden kann Permanent Make-up durch Lasertherapie.

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