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Sonne und Haut |
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Die Sonne ermöglicht durch ihre Strahlung das Leben auf der Erde. Positive Auswirkungen der UV-Strahlung sind z.B. "gute Laune", die Vitamin D Bildung und ein stabileres Immunsystem. Doch gerade dann, wenn wir die Sonne direkt genießen, ist die Gefahr für unsere Haut am Größten.
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Negative Auswirkungen der Sonne sind die Sonnenbrandgefahr, ein erhöhtes Hautkrebsrisiko (Fragebogen zum Melanom-Risiko), die vorzeitige Hautalterung und allergische Reaktionen der Haut. Die richtige Dosis an UV-Strahlung ist ausschlaggebend für die günstige Wirkung oder eine Schädigung der Haut. Daher ist der verantwortungsvolle Umgang mit der Sonne und künstlicher Bestrahlung (Solarium) entscheidend. UV-Licht wird wegen der positiven Wirkung auch therapeutisch genutzt (z.B. zur Behandlung von Neurodermitis, Psoriasis).
Um die Annehmlichkeiten ungetrübt genießen zu können, benötigt die Haut besondere Zuwendung und Schutz. Bis zu 80 % der lichtbedingten Hautschäden werden in den ersten 20 Lebensjahren erworben. Besonders gefährdet sind daher Säuglinge, Kinder und Jugendliche - und jeder, der seiner Haut nicht genug Zeit gibt, sich an den Sonnenschein zu gewöhnen.
Sonnenlicht setzt sich aus sichtbaren Licht, UV-Licht und IR-Strahlen zusammen.
Ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung):
- UV-A, langwellige Strahlen (Wellenlängen 320-400 Nanometer (nm)), die aufgrund der größeren Eindringtiefe (1 mm) Anteil an der lichtbedingten Hautalterung, hervorgerufen durch Zerstörung der elastischen und kollagenen Fasern haben. Auch die Entstehung von Hautkrebs wird durch UV-A Strahlen begünstigt.
- UV-B, kurzwellige Strahlen (Wellenlängen 280-320 nm), bewirken die Hautbräunung; sie sind aber auch für den Sonnenbrand verantwortlich. Eindringtiefe 0,5 mm. Durch direkte Schädigung der Erbsubstanz der Zellen der Oberhaut ist UV-B wesentlich an der Entstehung von Hautkrebs und seinen Vorstufen beteiligt.
- UV-C Strahlung (Wellenlängen 100-280 nm) wird von der Ozonschicht größtenteils weggefiltert. Durch die kontinuierliche Zerstörung der Ozonschicht wird UV-C-Schutz für uns an Bedeutung zunehmen.

Infrarot Strahlung (IR-Strahlung):
- IR Strahlen (Wellenlängen 780-1000 nm):
Erwärmen die Haut, die wiederum reagiert mit verstärktem Schwitzen, um den Körper abzukühlen.
Sonnenschutz
Intensive Sonneneinstrahlung kann für die Haut sehr viele Gefahren bergen z.B. Austrocknung der Haut, Sonnenbrand oder Hautkrebs, photoallergische und phototoxische Reaktionen (Lichtdermatosen).
Verantwortungsvoller Sonnenschutz besteht deshalb aus folgenden Komponenten:
Kleidung, Sonnenschutz-Präparate und Hautpflege. Starke und langanhaltende Sonnenbestrahlung sollte generell vermieden werden, um die Haut zu schützen.
Bei der Kleidung muss darauf geachtet werden, dass sie lichtundurchlässig ist. Nasse Kleidung z.B. kann lichtdurchlässig werden.
Bei Lichtschutzfiltern in Sonnenschutzpräparaten unterscheidet man:
- physikalische Filter mit einem hohen Anteil an Mikropigmenten. Sie reflektieren das Sonnenlicht. Diese Filter sind besonders geeignet für Kinder und bei empfindlicher Haut.
- chemische Filter (Absorber) absorbieren stark die UV-Strahlen. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen.
Durch Lichtschutzfilter wird die Eigenschutzzeit der Haut verlängert.
Die Wahl des Lichtschutzfaktors (LSF) sollte in Abstimmung zum Hauttyp, dem Grad der bereits bestehenden Hautbräunung und der Intensität der Strahlung (Uhrzeit, Hochsommer, Hochgebirge, Meer, Urlaubsreisen) gewählt werden.
Der Lichtschutzfaktor (LSF) ist das Maß der Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und ist ein Anhaltspunkt, um wieviel länger man sich in der Sonne aufhalten kann. Der Zahlenwert wird im Labor ermittelt. Hier wird die Wirkung der UV-B Strahlung auf die Haut, in der Regel nach standardisierten Methoden, anhand der Rötung (Sonnenbrand) festgestellt.
So ermöglicht z.B. der Lichtschutzfaktor 20 eine Verlängerung des Aufenthalts in der Sonne, ohne Gefahr einen Sonnenbrand zu bekommen, bei einer Eigenschutzzeit von 10 min auf 200 min.
Für die UV-A Strahlung ist bis heute keine verbindliche Bestimmung des Schutzfaktors festgelegt. Dennoch sollten Sonnenschutzpräparate mit einem wirksamen UV-A Schutz ausgerüstet sein.
Bei der Umrechnung des Lichtschutzfaktors sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: Tageszeit, Reflexion durch Sand, Wasser, Schnee usw.
Das heißt, der Lichtschutzfaktor ist nur ein Richtwert, für den die Belastbarkeit der Haut eher niedriger als zu hoch eingeschätzt werden sollte. Auch ein wiederholtes Einreiben kann die Belastung der Haut nicht verlängern. Nach dem Schwimmen oder starkem Schwitzen sollte der Sonnenschutz - auch bei wasserfesten Produkten - über den Tag wiederholt werden. Wichtig ist auch, sich etwa 30 Minuten vor dem Sonnenbaden einzureiben. Zudem sollten die Produkte nicht zu "sparsam" verwendet werden, da die Menge der schützenden Filter eine Rolle spielt.
Die individuelle Lichtempfindlichkeit hängt vom angeborenen Pigmentierungstyp ab. Unterschieden werden 6 photobiologische Hauttypen. Die angegebenen Eigenschutzzeiten sind als Richtwerte anzusehen.
Typ I: Keltisch
Extrem empfindlich. Sehr helle Haut, Sommersprossen, blaue oder grüne Augen, blonde bis rote Haare.
Immer Sonnenbrand, nie Bräunung
Eigenschutzzeit: 5-10 Minuten
Typ II: Nordisch
Empfindlich. Helle Haut, manchmal Sommersprossen, blonde oder hellbraune Haare, blaue, graue oder grüne Augen.
Häufig Sonnenbrände.
Eigenschutzzeit: 10-20 Minuten
Typ III: Europäisch dunkel
Mäßig empfindlich. Helle bis hellbraune Haut, keine Sommersprossen, dunkelblonde bis braune Haare, graue oder braune Augen.
Manchmal Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 20-30 Minuten
Typ IV: Mediterran hell
Unempfindlich. Hell- bis olivbraune Haut. Dunkelbraune oder schwarze Haare, dunkle Augen.
Fast nie Sonnenbrand.
Eigenschutzzeit: 30-40 Minuten
Typ V: Mediterran dunkel, asiatisch
Braune Haut- unabhängig von Sonneneinwirkung. Dunkelbraune bis schwarze Haare und Augen.
Eigenschutzzeit: über 40 Minuten
Typ VI: Negroid
Unempfindlich. Dunkelbraune bis fast schwarze Haut, schwarze Haare, dunkelbraune oder schwarze Augen.
Eigenschutzzeit: nahezu unbegrenzt hoch
Mitteleuropäer gehören in der Regel den Hauttypen I, II und III an. Südeuropäer haben meist Typ IV und zum Hauttyp V zählen stark pigmentierte Südeuropäer, Nordafrikaner, Südamerikaner und Asiaten. Schwarzafrikaner und Afro-Amerikaner werden dem Pigmentierungstyp VI zugeordnet.
Nach der Sonne / After Sun
In der Sonne ist unsere Haut neben der UV-A und UV-B Strahlung der Infrarot Strahlung ausgesetzt. Diese Strahlung bewirkt eine Erhöhung der Hauttemperatur. Die Haut reagiert mit verstärktem Schwitzen, um durch Verdunstung den Körper abzukühlen. Die Verdunstung von Schweiß trocknet die Haut aus. Aus diesem Grund spannt die Haut nach einem ausgiebigen Sonnenbad, ohne dass ein Sonnenbrand vorliegt.
Nach dem "Sonnenbaden" wird daher empfohlen, die Haut von Schweiß und Resten des Sonnenschutzmittels zu reinigen und anschließend mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen zu pflegen. Besonders geeignet sind After Sun Präparate, die auf die Bedürfnisse der Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt sind.
After Sun Präparate beinhalten meist feuchtigkeitsspendende und Sonnenbrand-lindernde Substanzen.
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