Häufig gestellte Fragen zum Thema Milzbrand

Klicken Sie bitte auf die jeweilige Frage, um die Antwort zu erfahren. Weitere Informationen finden Sie unter der Rubik Hautkrankheiten/Hautmilzbrand.
Was ist Milzbrand (Anthrax)? 

Wie häufig ist Milzbrand und wie kann ich mich infizieren?

Wie wird Milzbrand Übertragen?

Was sind die Symptome von Milzbrand?

Wie schnell nach der Infektion treten erste Symptome auf?

Wie wird Milzbrand festgestellt?

Wie wird Milzbrand behandelt?

Kann ich mich gegen Milzbrand impfen lassen?

Weshalb eignen sich die Erreger als Biowaffe?

Wo bekomme ich weitere Informationen über Milzbrand?




Was ist Milzbrand (Anthrax)?

Milzbrand ist eine sehr seltene Infektionskrankheit. Erreger ist der Bacillus
anthracis, ein ca. 1-2/1000 mm kleines, stäbchenförmiges, bekapseltes Bakterium.
Unter natürlichen Bedingungen kommen die Milzbrand-Erreger im Erdboden vor.




Wie häufig ist Milzbrand und wie kann ich mich infizieren?

Milzbrand kommt weltweit vor; am häufigsten in wärmeren Klimazonen mit intensiver
Viehzucht. In Deutschland wurde der letzte Fall von Hautmilzbrand 1994 gemeldet.
Eine Übertragung auf den Menschen ist in Deutschland sehr selten und erfolgt in der
Regel nur durch - vor allem beruflichen - Kontakt mit erkrankten Tieren oder kontaminierten
tierischen Produkten (Felle, Tierhäute, Wolle, Milch, Fleisch und Knochenmehl).




Wie wird Milzbrand übertragen?

Eine direkte Milzbrandübertragung von Mensch zu Mensch ist extrem unwahrscheinlich.
Je nach Eintrittspforte des Erregers unterscheidet man den Hautmilzbrand, den Lungen-
oder Darmmilzbrand:
  • Hautmilzbrand: Die meisten Infektionen erfolgen durch Kontakt mit kontaminierten tierischen Materialien. Über kleine Hautverletzungen können die Sporen in den Körper gelangen.
  • Lungenmilzbrand: Zur Infektion kommt es, wenn Milzbrandsporen-haltiger Staub oder Aerosole eingeatmet werden. (Sporen sind widerstandsfähige Dauerformen der Bakterien).
  • Darmmilzbrand: Manche Menschen infizieren sich über den Genuß kontaminierter Lebensmittel.



Was sind die Symptome von Milzbrand?

  • Hautmilzbrand: Anfangs eine juckende Papel mit Rötung und Schwellung des umliegenden Gewebes, ähnlich einem Insektenstich. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen entwickelt sich daraus zunächst eine Blase und später ein schmerzloses Geschwür (Ulkus) von 1 bis 3 cm im Durchmesser. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann sich der Erreger oder seine widerstandsfähige Dauerform über das Blut im gesamten Organismus verteilen. Die sogenannte Milzbrandsepsis führt zu Fieber, Schüttelfrost, Hautblutungen, Milzvergrößerung und Kreislaufschock, der schnell tödlich endet.
  • Hautmilzbrand: Anfangs eine juckende Papel mit Rötung und Schwellung des umliegenden Gewebes, ähnlich einem Insektenstich. Innerhalb von 2 bis 3 Tagen entwickelt sich daraus zunächst eine Blase und später ein schmerzloses Geschwür (Ulkus) von 1 bis 3 cm im Durchmesser. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann sich der Erreger oder seine widerstandsfähige Dauerform über das Blut im gesamten Organismus verteilen. Die sogenannte Milzbrandsepsis führt zu Fieber, Schüttelfrost, Hautblutungen, Milzvergrößerung und Kreislaufschock, der schnell tödlich endet.
  • Lungenmilzbrand: Die Anfangssymptome sind eher unspezifisch und ähneln einer einfachen Erkältung. Innerhalb kurzer Zeit kommt es jedoch zu einer plötzlichen Verschlechterung mit Lungenentzündung, hohem Fieber, Schüttelfrost und Schocksymptomatik. Die Patienten sterben unbehandelt innerhalb von 3 bis 5 Tagen.
  • Darmmilzbrand: Dieser Infektionsweg ist sehr selten. Anfangs klagen die Patienten über Leibschmerzen und einen Blähbauch. Innerhalb kurzer Zeit entwickeln sich blutige Durchfälle, Bauchfellentzündung und Schocksymptomatik. Die Prognose ist schlecht.



Wie schnell nach der Infektion treten erste Symptome auf?

Die ersten Symptome entwickeln sich meist nach ein bis sieben Tagen
(gelegentlich bis zu 60 Tage).




Wie wird Milzbrand festgestellt?

Die Diagnose wird gestellt, wenn der Erreger aus Abstrichen von betroffenen
Hautstellen oder Nasen- bzw. Rachenschleimhäuten, Blut oder anderen erregerhaltigen
Körperflüssigkeiten in der Laborkultur angezüchtet werden kann.




Wie wird Milzbrand behandelt?

Die Behandlung muß so früh wie möglich begonnen werden. Es gibt eine
Reihe von Antibiotika, mit denen Milzbrand erfolgreich behandelt werden kann.




Kann ich mich gegen Milzbrand impfen lassen?

Gegen Milzbrand steht zur Zeit kein Impfstoff zur allgemeinen Verwendung zur Verfügung.




Weshalb eignen sich die Erreger als Biowaffe?

Die Bakterien sind leicht zu züchten und schnell tödlich. Da Milzbrand nicht
von Mensch zu Mensch übertragen wird, ist eine unkontrollierte Epidemie ausschließen.




Wo bekomme ich weitere Informationen über Milzbrand?

Weitere Informationen finden Sie in unserer Patienteninformation Hautmilzbrand,
sowie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.