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Hauterkrankungen
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Informationen zum Thema Sonnenbrand
Allgemeine Informationen zum Thema Sonne und Haut erhalten Sie hier.

Definition
Die akute Schädigung der Haut durch ein zu intensives und langes Sonnenbad führt zu einer Überlastung der körpereigenen Schutzmechanismen mit der Folge eines Sonnenbrandes. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion der Haut.
Symptome
Sonnenbrand geht bei leichter Ausprägung mit einer Rötung einher, kann aber auch wie eine Verbrennung zusätzlich mit Schwellungen, Blasenbildung und Schmerzen verbunden sein. Diese Reaktionen erreichen nach 24 Stunden ihren Höhepunkt und klingen dann rasch wieder ab. In besonders schweren Fällen können Kopfschmerzen, Herzjagen, Schüttelfrost, Fieber oder Brechreiz hinzukommen.
Abhängig vom Grad der Hautschädigung kommt es in der Folge zu deutlichen Hautabschilferungen und langanhaltenden, manchmal scheckigen Pigmentierungen.
Erste Maßnahmen
Die Hautrötung als Leitsymptom der Entzündung, die übrigens nur an den Hautstellen auftritt, die dem Sonnenlicht direkt ausgesetzt war, zeigt sich nach frühestens 6 Stunden und erreicht ihren Höhepunkt innerhalb von einem Tag.
Als erstes Mittel der Wahl eignen sich kühle, feuchte Umschläge. Falls ein wirksamer Sonnenschutz nicht möglich war und ein Sonnenbrand wahrscheinlich auftreten wird, kann man die Entzündungsreaktion durch frühzeitige Gabe von Acetylsalicylsäure günstig beeinflussen.
Die Auswirkungen an der Haut von stärkeren Sonnenbränden können zusätzlich mit Kortikoiden in Lotionen oder Cremezubereitungen (verschreibungspflichtig) behandelt werden.
Sonnenschutz
Die Haut besitzt verschiedene Schutzmechanismen gegenüber den Effekten der UV-Strahlung. Ein Aufenthalt in der Sonne führt zu einer Verdickung der obersten Hautschicht (Hornschicht). Diese sog. Lichtschwiele reflektiert und filtert die einfallende Strahlung. Zum anderen wird bei Sonnenbestrahlung (UV-B) in der Haut das Pigment Melanin gebildet. Die Haut wird braun und bildet einen guten Eigenschutz. Melanin legt sich wie eine Kappe über den Zellkern und schützt auf diese Weise die Haut vor Schäden.
Darüber hinaus können zelleigene Aktivitäten UV-bedingte Zellschäden in einem gewissen Maße beheben. Um die Reparaturmechanismen der Haut nicht zu überlasten, braucht die Haut Unterstützung durch einen geeigneten Lichtschutz. Es ist bekannt, dass häufige Sonnenbrände, insbesondere im Kindesalter, das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Intensität der Sonne
Die Intensität der Strahlung - am Äquator am höchsten - darf dabei nicht außer
Acht gelassen werden. Jahres- bzw. Tageszeit, reflektierende Flächen wie Wasser
oder Schnee und Reinheit der Luft spielen eine ganz entscheidende Rolle. |
Sonnenschutzmittel
Der wirksamste Schutz der Haut vor Sonnenlicht ist Kleidung und die Benutzung wasserfester Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren. Die Sonnenschutzmittel sollten einen Schutz gegenüber UV-A und UV-B Strahlung bieten. Personen, die bei Sonne das Entstehen von Pickeln (Mallorca-Akne) beobachten, sollten auf Gel-Zubereitungen ausweichen (emulgatorfrei).
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Lichtschutzfaktor (LSF)
Der LSF ist eine Kennzahl, die es ermöglicht abzuschätzen, um welchen Zeitfaktor sich der persönliche Sonnenschutz verlängern lässt. Beispiel: Normalerweise rötet sich die Haut nach einem Sonnenbad von 30 Minuten. Unter der Wirkung eines Sonnenschutzmittels mit dem LSF von 20 erhöht sich diese Zeit auf 30 (Minuten) x 20 (LSF) = 600 Minuten = 10 Stunden.
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Hautärzte empfehlen die Verwendung eines hohen Lichtschutzfaktors (z.B. LSF 20). Produkte, die keine chemischen UV-Filter und keine Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten, sind besonders für empfindliche Haut geeignet und gut verträglich.
Möglichkeiten zur Vermeidung von Hautreaktionen unter Sonnenbestrahlung
Für Menschen, die bei den ersten Sonnenstrahlen im Jahr oder bei Aufenthalten unter südlicher Sonne juckende Hautausschläge bekommen (polymorphe Lichterkrankungen), können durch ein gezieltes Bestrahlungsprogramm vor dem Sonnenaufenthalt beim Hautarzt ihre Beschwerden häufig lindern. Bei einigen dieser Lichtdermatosen kann auch die Gabe von hochdosiertem Betacaroten wie z.B. Carotaben® helfen.
Tipps zum Sonnenschutz
- Ein guter
Sonnenschutz ist unbedingt erforderlich. Neben geeigneter Kleidung und
einem Sonnenschutzpräparat, gehört auch eine Kopfbedeckung und eine
Sonnenbrille dazu.
- Kleidung
ist grundsätzlich ein wirksamer Schutz. Sehr leichte, helle und nasse
Kleidung lassen jedoch vermehrt Sonnenstrahlung hindurch. Dies sollte man
bedenken und ggf. auch die Haut unter der Kleidung mit einem
Sonnenpräparat schützen.
- Sonnenschutzpräparate
werden meistens - im Vergleich zu der Standardmethode zur Bestimmung des
Lichtschutzfaktors - zu dünn aufgetragen. Tragen Sie doppelt so viel
auf, wie Sie es von Ihren Hautpflegeprodukten gewöhnt sind. Die
schützende Wirkung der Sonnenschutzpräparate wird mit der Zeit durch
Abrieb, Schwitzen und z.B. beim Schwimmen - und dies gilt auch für
wasserfeste Zubereitungen - verringert. Deshalb ist ein wiederholtes
Eincremen zu empfehlen, auch wenn dadurch nicht die Schutzwirkung erhöht
werden kann.
- Damit die
Zubereitungen in die obere Hautschicht eindringen können, sollte man
Sonnenschutz 30 Minuten vor dem Sonnenbad auftragen.
- Insbesondere
Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht der Sonne ausgesetzt werden. Ihre
Haut verfügt über einen wesentlich geringeren Schutzmechanismus als die
Erwachsenenhaut. Kinderhaut bildet weniger Melanin, die Lichtschwiele ist
kaum entwickelt. Kinder benötigen deshalb Sonnenschutzmittel mit hohen
Lichtschutzfaktoren. Bei warmer Witterung und insbesondere bei großer
Hitze muss ein Wärmestau durch zu enge Kleidung vermieden werden. Achten
Sie darauf, dass ausreichende Mengen an Flüssigkeit aufgenommen werden.
- Wenn Sie
Medikamente einnehmen, sollten Sie vor dem Sonnenbaden die
Gebrauchsinformation noch einmal lesen oder Ihren Arzt fragen. Bei
Einnahme von bestimmten Medikamenten kann die Sonnenbestrahlung zu
Hautreaktionen führen und es sollte kein Aufenthalt in der Sonne erfolgen.
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