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Hauterkrankungen
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Informationen zum Thema Mallorca - Akne

© Springer Verlag
Definition
Akne-ähnliche Hauterkrankung nach längerer intensiver Sonneneinwirkung. Fachbegriff: Akne aestivalis (= Sommerakne).
Ursache
Reaktion der Haut auf UV-Strahlen. Die UV‑Schädigung erfolgt im
oberflächennahen Bereich der Haarfollikel und führt hier zu
akneähnlichen Veränderungen. Voraus geht in der Regel eine mehrwöchige
intensive Sonneneinwirkung, oft im Urlaub.
Symptome
Im Bereich von Haarfollikelöffnungen entstehen kleine derbe Knötchen,
wenige Millimeter groß, hautfarben oder leicht gerötet; lokalisiert an
den Schultern, im Brustausschnitt, am oberen Rücken, sehr selten im
Gesicht. Im Gegensatz zur üblichen Akne (Akne vulgaris) finden sich
keine oder nur vereinzelte Komedonen (Mitesser), auch keine Pusteln
(Eiterbläschen). Das Gesamtbild erscheint so relativ einheitlich und
unterscheidet sich dadurch von der Akne vulgaris, es entspricht eher
einer Kortison-bedingten Akne.
Weitere Informationen
Die Mallorca-Akne (M-Akne) erhielt ihren Namen vom dänischen
Dermatologen Nils Hjorth, der sie bei Touristen nach ihrer Rückkehr aus
einem Mallorca-Urlaub beobachtete und der das Krankheitsbild 1972
beschrieb. Die Knötchen der M-Akne entstehen durch eine UV-bedingte
Schädigung der Wandzellen von Haarfollikeln, die Wand wird teilweise
zerstört. Folge ist eine Entzündung mit einer Fibrosierung
(Bindegewebsneubildung), die eine kleine, mit Hornmaterial, Zellresten
und Talg angefüllte Zyste umschließt. Diese Veränderungen sind dann als
Knötchen sichtbar. Die Knötchen der Mallorca-Akne bilden sich nur
langsam, im Laufe einiger Wochen, zurück.
Besonderheiten
Die M-Akne wurde nach ihrer Erstbeschreibung im Laufe der Jahre immer
seltener beobachtet. Inzwischen tritt sie in der klassischen Form
praktisch nicht mehr auf. Das hat dazu geführt, dass man in der M-Akne
gelegentlich nur eine Variante der polymorphen Lichtdermatose sieht. Im
Hinblick auf deutliche Unterschiede im klinischen Bild und im Verlauf
ist das aber wohl nicht gerechtfertigt. Umstritten ist bis heute, ob
Emulgatoren in Sonnencremes oder Pflegecremes eine zusätzliche oder gar
entscheidende Rolle spielen. In früheren Jahren hatte man das
angenommen. Die Hersteller von Lichtschutzcremes versuchten dann
Emulgatoren zu finden, die gesichert nicht aknefördernd waren.
Propagiert wurden auch Lichtschutz-Gele, die dann wohl auch vermehrt
angewandt wurden. Das könnte ein Grund dafür sein, dass die M-Akne in
den letzten Jahren kaum noch beobachtet wurde.
Diagnose
Die akneähnlichen Hautveränderungen mit ihrem im Vergleich zur Akne
vulgaris eher einheitlichen Gesamtbild und den fehlenden Komedonen
führen zusammen mit der Vorgeschichte zur Diagnose. Die M-Akne muss
dabei von der papulösen Form der polymorphen Lichtdermatose und von
einer Kosmetika-Akne abgegrenzt werden. Das erfordert eine
hautärztliche Untersuchung vorhandener Hautveränderungen.
Therapie
Die Hautveränderungen der M-Akne bilden sich im Laufe einiger Wochen
von selbst zurück. Eine gut wirksame Therapie existiert nicht. Versucht
werden können übliche Aknetherapien. |
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