 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Hauterkrankungen
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
Informationen zum Thema Ringelröteln
Ursache Erreger der Ringelröteln, die im Fachjargon auch als Erythema infectiosum bezeichnet werden, ist ein Virus aus der Gruppe der Parvoviren (Parvovirus B19). Das Virus wird über Tröpfchen, infizierte Hände oder Blutprodukte ausschließlich von Mensch zu Mensch übertragen. Mit den echten Röteln haben die Ringelröteln nichts zu tun, hier ist ein anderes Virus ursächlich.
Epidemiologie Die Erkrankung tritt gehäuft in den Winter- und Frühlingsmonaten auf. In Schulen und Kindergärten kann es dann zu regelrechten Epidemien kommen, obwohl die Erkrankung weniger ansteckend ist als z.B. die Masern. Vor allem sind Kinder zwischen 5 und 15 Jahren betroffen, Mädchen häufiger als Jungen. Besonders gefährdet sind Schwangere, die nie Ringelröteln hatten. Hier kann das Virus über die Plazenta auf den Fötus übertragen werden, die Blutbildung beim Ungeborenen beeinträchtigen und im schlimmsten Fall zu Tot- oder Fehlgeburt führen. 300-500 Aborte pro Jahr sind Parvovirus B19-assoziiert.
Symptome Oft verläuft die Erkrankung ohne Symptome, lediglich bei 15-20% zeigt sich der klassische Ausschlag. Dieser beginnt zunächst schmetterlingsförmig im Gesicht auf Wangen sowie Nasenrücken und zeigt eine diffuse oder figurierte Rötung. Nach einem bis vier Tagen breitet sich dieser Ausschlag dann auf Arme, Beine und den gesamten Körper mit Ausnahme von Handinnenflächen und Sohlen aus. Besonders stark betroffen sind die Streckseiten von Armen und Beinen. Charakteristisch ist die girlandenförmige oder netzartige Anordnung, wobei die äußeren Ringe dieser miteinander verbundenen und leicht erhabenen Rötungen oft unvollständig sind und halbmondförmig auseinander klaffen. Die Haut spannt, juckt und ist heiß. Dauer und Intensität des Ausschlages sind sehr unterschiedlich. Bei körperlicher Belastung, Sonnenbestrahlung, heißen Bäder oder Stress kann der Ausschlag wieder aufflammen. Gelegentlich können leichtes Fieber, Gelenkschmerzen und Lymphknotenschwellung hinzukommen, in der Regel verlaufen die Ringelröteln jedoch leicht und sind harmlos.
Komplikationen Bei Kindern und Erwachsenen, die an bestimmten Bluterkrankungen leiden (z.B. Thalassämie) kann es im zu einer raschen und deutlichen Verschlechterung der Blutarmut (Anämie) kommen, da auch die Stammzellen des blutbildenden Systems zu den Zielzellen des Parvovirus B19 zählen. So wird auch die Blutbildung des ungeborenen Kindes beeinträchtigt, wenn das Virus von der Schwangeren via Plazenta übertragen wird (s.o.).
Therapie Eine spezifische gegen das Virus gerichtete Therapie existiert nicht. Meistens werden fiebersenkende Maßnahmen sowie schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel bei Gelenkschmerzen empfohlen. Gegen den Juckreiz helfen kühlende Umschläge und juckreizstillende Arzneimittel. Die Haut sollte gut gepflegt werden, da sie über 4-6 Wochen sehr trocken ist. Hierzu eignen sich Ölbäder oder Lotionen
Prophylaxe Ein Impfstoff zur Prophylaxe steht nicht zur Verfügung. Schwangere, die noch nicht an Ringelröteln erkrankt waren, sollte sicherheitshalber Kindergärten und Schulen meiden, wenn Epidemien auftreten. Wer einmal an Ringelröteln erkrankt ist, besitzt lebenslangen Schutz (Immunität) gegen das Virus.
|
 |
 |
 |
 |
|