Arzneibücher stellen ein Abbild der Arzneimitteltherapie ihrer Entstehungszeit dar. Sie unterliegen ständiger Aktualisierung.
Da frühere Arzneibücher meist nur knappe Beschreibungen und Herstellungsvorschriften für galenische Zubereitungen enthielten, wurden sie seit dem 19. Jahrhundert durch die AB-Kommentare ergänzt, die ausführliche Methodenbeschreibungen und Informationen über den Inhalt der Arzneibuchmonographien hinaus enthalten.
Arzneibücher der einzelnen Epochen erlauben eine Aussage über den jeweiligen Entwicklungszustand der Galenik, wobei eine zeitliche Verzögerung berücksichtigt werden muss. |
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Erst wenn Arzneiformen sich allgemein durchgesetzt hatten, wurden sie "offizinell".
Obsolete Arzneiformen oder Substanzen ("Monographien") wurden nach und nach gestrichen und durch innovative ersetzt, z.B. war bis DAB V die Arzneiform "Pillen" stark vertreten, ab DAB 6 wurden diese durch "Tabletten" fast vollständig ersetzt.
Heute werden keine Pillen mehr hergestellt oder verwendet. Diese Entwicklungen spiegeln technologische und medizinische Erkenntnisse eindrucksvoll wieder.
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