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Feste Arzneiformen


Pulver und Puder

Pulver zur Anwendung auf der Haut

Zubereitung aus festen, losen, trockenen, mehr oder weniger feinen Teilchen
Frei von tastbaren Teilchen
Pulver zur Anwendung auf großen offenen Wunden oder auf schwer geschädigter Haut müssen steril sein
Puder = Pulver mit Partikelgrößen unter 100µm
Granulate = Zubereitung aus gröberen Körnern, wobei jedes Korn ein Agglomerat aus Pulverpartikeln darstellt

Eigenschaften von Pulvern zur Anwendung auf der Haut:

Wasser- und Sekretaufnahmevermögen durch Adsorption der Flüssigkeit an die Partikeloberfläche
Verminderung der Reibung an Körperoberflächen
Kühlend, saugfähig, gleitfähig, trocknend

Nachteile:

Gefahr der Verkeimung, nicht auf Wunden anwendbar

Kann bei nässenden Wunden zu Verklumpungen führen

Anwendungsmöglichkeiten:

Oberflächliche Entzündungen, Scheuer- und Juckreize, intertriginöse Bereiche (= in Hautfalten)


Nicht anzuwenden bei:

Stark nässenden und eitrigen Prozessen, trockener Haut

Typische Pulverbestandteile:

Talkum, Calcium- und Magnesiumcarbonat, Kieselsäure, Magnesiumoxid, Stärke, Milchzucker