Wer sich in der Freizeit oder berufsbedingt viel im Freien aufhält, kann Hautveränderungen entwickeln, die als aktinische Keratose bezeichnet werden. Als Ursache gilt eine sich aufsummierende Schädigung der Hautzellen durch UV-Strahlung, wenn die Haut über Jahre häufig und meist länger anhaltend der Sonne ausgesetzt ist. Zur Behandlung stehen zwischenzeitlich verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Therapie jedoch in welchem Fall die Effektivste ist, darüber herrsche in Fachkreisen noch keine rechte Einigkeit, berichtet eine Gruppe von Experten im British Journal of Dermatology. Das gleiche gelte für die Definition und Klassifikation der aktinischen Keratose, so Erstautor J.A. Siegel und Kollegen. Sie halten ein besseres Übereinkommen für erforderlich. Eine Behandlung wird empfohlen, da sich die aktinische Keratose zu einem hellen Hautkrebs (hier: Plattenepithelkarzinom, Spinaliom) weiterentwickeln kann.

Die aktinische Keratose ist in der Bevölkerung sehr häufig und die Häufigkeit nimmt seit langem immer weiter zu. Damit seien beträchtliche Kosten für das Gesundheitswesen und für die Patienten das Risiko verbunden, einen invasiven Hautkrebs zu entwickeln, so die Autoren. Dieser ist weit mehr als ein kosmetisches Problem, unbehandelt kann er Gewebe zerstören und auch Metastasen bilden. Um das Management dieser Hautveränderung zu verbessern, sei es erforderlich das Einvernehmen der praktizierenden Ärzte bezüglich Definition und Klassifikation der aktinischen Keratose zu verbessern, mahnen Siegel und Kollegen an. Darüber hinaus halten es die Autoren des Übersichtsartikels für notwendig, mehr direkte Vergleichsstudien durchzuführen, in denen alternative Therapiemöglichkeiten einander gegenübergestellt werden. So könne die effektivste Therapie ermittelt werden.

Quelle:
Redaktion hautstadt; “Current perspective on actinic keratosis: a review”, Siegel, J.A., Korgavkar, K. and Weinstock, M.A., Br J Dermatol 2016. doi:10.1111/bjd.14852

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