Es gibt nicht die eine Ursache, die Psoriasis entstehen lässt, es kommen mehrere Faktoren zusammen, wenn die chronisch wiederkehrende Hauterkrankung sich ausbildet. Die Medizin nennt das multifaktorielle Genese. Die Forschung versucht deshalb fortwährend, Ursache und Entstehung besser zu verstehen, um letztlich neue Therapieoptionen aufzutun. Diesem Ziel folgte auch eine kleine Studie aus Italien, die sich Oberflächenparameter der Haut bei Psoriasis näher angesehen hat. Forscher der Universität Messina (Italien) um Dermatologin S. Patrizia Cannavò verglichen dabei Hautfeuchte, Hautfett- (Oberflächentalggehalt) und pH-Werte von erkrankter und gesunder Haut.

Cannavò und Kollegen maßen mit Hilfe technischer Messgeräte drei wichtige Oberflächenparameter im Bereich von Hautläsionen bei Psoriasis, im Bereich von gesunden Hautarealen bei den Psoriasis-Patienten und zum Vergleich in den gleichen Hautbereichen bei hautgesunden Kontrollpersonen. Mit Hilfe von Corneometrie, Sebumetrie und pH-Metern wurden Hautfeuchtigkeit, Fettigkeit (Talksekretion) und pH-Wert der Haut bei allen Probanden gemessen. Beurteilt wurden die Hautparameter in gesunden Hautbereichen von Stirn, Wange, Kinn und der Innenseite des Unterarms sowie an Psoriasis-Läsionen am Ellenbogen und in benachbarten Regionen. Die Hautfeuchtigkeit in den psoriatrischen Plaques war deutlich geringer als an den gesunden Ellenbogen der Kontrollpersonen. Nicht-betroffene Haut am Unterarm von Psoriasis-Patienten und in Plaques war deutlich fettiger als Vergleichsareale der Haut bei Kontrollpersonen. Der pH-Wert der Haut lag dagegen in allen Hautarealen bei den Psoriasis-Patienten niedriger. Dabei fanden sich keine Unterschiede zwischen Patienten, die mit Biologika behandelt wurden und denen ohne diese Therapie, schreiben Cannavò und Kollegen im Fachblatt Skin Research and Technology.

Quelle:
Redaktion hautstadt; “Evaluation of cutaneous surface parameters in psoriatic patients”, Cannavò, S. P., Guarneri, F., Giuffrida, R., Aragona, E. and Guarneri, C., Skin Research and Technology 2017, 23: 41–47, doi: 10.1111/srt.12299

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