Das Basaliom, eine Form von hellem Hautkrebs, ist in Mitteleuropa der häufigste bösartige Hauttumor. Die Zahlen in weißen Bevölkerungsgruppen sind weltweit im Steigen begriffen. Dermatologen des Erasmus MC Cancer Institute in Rotterdam (Niederlande) haben in einem Fachartikel im British Journal of Dermatology Hintergründe und Fakten zum Basaliom zusammengetragen. Die Tumortherapien stellten inzwischen eine erhebliche Last für die Gesundheitssysteme dar, sagen die Autoren. Gründe seien das häufige Vorkommen sowie das hohe Risiko für Begleittumoren. Diese treten häufig im umgebenden Hautareal auf (field cancerization), können aber auch in anderen Bereichen der Haut entstehen. Sie können gleichzeitig oder zeitlich versetzt, später noch auftreten. Das macht oftmals umfangreiche oder wiederholte Behandlungen erforderlich.

Der Tumor geht von bestimmten Haarkeimzellen aus, und es entstehen Wucherungen in der Haut. Das Basaliom ist sehr vielgestaltig und wird auch als der Hautkrebs mit vielen Gesichtern bezeichnet. Es kann sich um derbe, hautfarbene, glasige oder bräunliche Knötchen handeln, aber auch um rote Flecken, die wie eine kleine Wunde erscheinen. Oder um narbige Veränderungen in Form vom flachen, derben Hautstellen, die zentral oft eingesunken sind. Eine gute Nachricht ist: Das Basaliom bildet kaum Absiedlungen (Metastasen) in anderen Bereichen des Körpers. Dennoch ist es nicht zu unterschätzen. Wenn der Tumor nicht behandelt wird, wächst er immer weiter in das umgebende Gewebe und auch in die Tiefe. Dabei kann er sogar Knorpel und Knochen zerstören. Wird er rechtzeitig behandelt kann der Krebs vollständig geheilt werden. Hauptrisikofaktor ist das UV-Licht. Je häufiger und intensiver Hautbereiche UV-Strahlen abbekommen, desto größer ist das Risiko für hellen Hautkrebs. Die meisten Basalzellkarzinome bilden sich daher im Bereich von Kopf, Hals, Händen oder Unterarmen. Basaliome können aber auch in Hautarealen entstehen, die nicht oder nicht so häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, z.B. am Rücken.

Die Autoren um Dermato-Epidemiologe Tamar Nijsten sehen Präventionsprogramme als ausgesprochen wichtig an. Diese sollten, so Nijsten und Kollegen, fortwährend aktualisiert und verbessert werden, um das wachsende Hautkrebsproblem anzugehen.

Quelle:
Redaktion hautstadt,

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