Es gibt zahlreiche Faktoren, die dazu beitragen können, dass unsere Haut trocken wird, spannt, juckt oder schuppt. Häufiges Händewaschen, heißes Duschen, das Älterwerden oder ganz einfach die erblich bedingte, individuelle Hautbeschaffenheit – die Ursachen können vielfältig sein. Doch hilft regelmäßiges cremen, den Hautzustand zu verbessern? Und ist es wichtig, dass die Cremes und Lotionen bestimmte Zusatzstoffe enthalten? Diesen Fragen sind Dermatologen der Medizinischen Hochschule Sungkyunkwan in Seoul (Korea) nachgegangen.
Das Fazit der Untersuchung könnte man kurz so zusammenfassen: Wer die Haut regelmäßig und konsequent mit Feuchtigkeitscremes oder -lotions eincremt, wird in der Regel mit einer deutlichen Besserung der Symptome belohnt. Welche Spezialzusatzstoffe in den verwendeten Produkten noch enthalten sind, ist für die hautberuhigende Wirkung zweitrangig. Die Forscher haben sich einige der populärsten Feuchtigkeitscremes herausgegriffen und 80 Patienten mit trockener bis sehr trockener Haut gebeten, diese anzuwenden. Über einen Zeitraum von vier Wochen schmierten die Probanden die Vergleichsprodukte auf bestimmte Bereiche ihrer Haut. Weder Patienten noch Ärzte wussten während der Anwendung, welche Probe welches Produkt enthielt. Das wurde erst nach Abschluss der Untersuchungen aufgelöst. Ergebnis: Alle getesteten Produkte verbesserten die Symptome der Hauttrockenheit signifikant. Keines der Produkte erfüllte seine Aufgaben besser als andere, auch nicht das mit einem neuartigen, neu entwickelten Inhaltsstoff. Wichtig ist es, konsequent und regelmäßig zu cremen, so das Fazit der Forscher, die spezielle Formulierung der Produkte ist weniger entscheidend.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Moisturizers are effective in the treatment of xerosis irrespectively from their particular formulation: results from a prospective, randomized, double-blind controlled trial”, Shim, J.H., Park, J.H., Lee, J.H., Lee, D.Y., Lee, J.H. and Yang, J.M., Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2016, 30: 276–281. doi: 10.1111/jdv.13472