Reifes Haar verändert seine Struktur und mit zunehmendem Alter lässt auch die Haarpracht meist etwas nach. Das Haar verliert nicht nur seine Farbe, sondern wird auch feiner und trockener. Zu allem Überfluss lichtet es sich; Haarausfall ist auch bei Frauen nach den Wechseljahren nicht selten. Mit der passenden Pflege und einer vitaminreichen Ernährung kann auch reifes Haar gesund und schön sein.
Noch bevor Frauen in die Wechseljahre kommen, zeigen sich an den Haaren die ersten Spuren des Älterwerdens – sie werden grau, weil weniger natürliche Farbpigmente gebildet werden. Wenn dann in den Wechseljahren die Östrogenproduktion nachlässt, verändert sich die Haarstruktur zunehmend. Die Haarzwiebeln werden nicht mehr so gut mit Nährstoffen versorgt und schrumpfen, die Wachstumsphase der Haare verkürzt sich. In der Folge werden die Haare dünner und lassen sich nicht mehr so gut in Form bringen. Bei manchen Frauen kommt es zu vermehrtem Haarausfall. Zudem ist das Haar häufig trocken und spröde, weil die Kopfhaut weniger Talg produziert.
Reifes Haar braucht eine schonende und reichhaltige Pflege. Es sollte mit einem milden Shampoo nicht zu oft und nicht zu heiß gewaschen werden. Für graues Haar gibt es spezielle Shampoos oder Spülungen, die dafür sorgen, dass das Haar keinen Gelbstich annimmt. „Die richtige Pflege allein reicht allerdings nicht“, erklärt der Bonner Haar- und Nagelexperte Dr. Gerhard Lutz*. „Entscheidend ist außerdem, dass das Haar von innen heraus mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Das gilt vor allem für Vitamin H, das den Aufbau von Keratin fördert – dem Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln.“ Vitamin H kommt unter anderem in Rinderleber, Nüssen, Pilzen, Eigelb, Getreide, Obst und Gemüse vor. Bei bestimmten Grunderkrankungen wie Diabetes und Funktionsstörungen der Schilddrüse, oder wenn Arzneimittel regelmäßig eingenommen werden, kann eine Vitamin-H-Kur in Tablettenform sinnvoll sein. Wer mit starkem Haarausfall zu kämpfen hat, sollte den Arzt aufsuchen, denn es könnte eine Erkrankung oder eine Mangelerscheinung dahinterstecken. Häufiger ist der Haarausfall allerdings anlagebedingt. Die Ursache kann dann nicht beseitigt werden, jedoch gibt es Wirkstoffe, die dem Fortschreiten des Haarausfalls entgegenwirken.
Quelle:
Redaktion hautstadt; *www.hair-nail.de; Weitere Infos und Tipps: Broschüre „Gesunde Haare und Nägel“, kostenlos bei: Deutsche Haut- und Allergiehilfe (DHA) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-haareundnaegel.de