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Bei Psoriasis in Bewegung kommen – „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

Patienten mit Psoriasis können über den Lebensstil Einfluss auf die Schwere ihrer Hauterkrankung nehmen und das Risiko für Begleitkrankheiten wie Erkrankungen von Herz und Kreislauf oder Diabetes senken.
7. November 2017

Patienten mit Psoriasis können über den Lebensstil Einfluss auf die Schwere ihrer Hauterkrankung nehmen und das Risiko für Begleitkrankheiten wie Erkrankungen von Herz und Kreislauf oder Diabetes senken. Damit das „Bermudadreieck“ von Bewegungsmangel, Übergewicht/Adipositas  und Rauchen/Alkohol nicht einen Gutteil der positiven Lebensqualität zu verschlucken droht, kann an den Lifestyle-Stellschrauben gedreht werden. Bei Übergewicht kann beispielsweise eine Gewichtsreduktion die Erkrankung und auch die Wirkung der Psoriasis-Therapie deutlich verbessern. Wie aber kommt man dahin? Der Berg, der zu erklimmen scheint, erscheint vor dem ersten Schritt unüberwindlich hoch. Doch es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, die zum Beispiel dabei helfen, in Bewegung zu kommen.

Körperliche Aktivität muss nicht langwierig und langweilig sein. Zwar ist es Fitness-Leitlinien (z.B. aus den USA) zufolge ratsam, sich mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche, also z.B. fünfmal in der Woche 30 Minuten, Zeit für körperliche Bewegung zu nehmen. Andere empfehlen dreimal die Woche für 40 Minuten in Bewegung zu kommen. Beides erscheint Nichtsportlern zunächst möglicherweise viel zu sein. Doch wer das Gefühl hat, dafür habe ich keine Zeit, kann die Aktivität auch über den Tag in 10-Minuten-Päckenchen verpacken bzw. abarbeiten, empfiehlt z.B. www.psoriasis.org. Wer in seinen Timer oder Kalender mehrmals täglich 10 Minuten-Pausen mit einplant, kann diese beispielsweise für einen kurzen Gang (Spaziergang/Fußweg) nutzen. Auch wer vom Schreibtisch nicht wegkommt, kann die Beine und Füße bewusst, regelmäßig in Bewegung bringen: Knie anheben, von der Ferse zu den Zehen abrollen etc. Selbst vor dem Fernseher können die Werbeunterbrechungen für Stretching oder einen Gang genutzt werden, so der Ratschlag. Auf einem Parkplatz ist die entfernteste Parkbox die richtige und nehmen Sie besser nicht den Aufzug oder die Rolltreppe. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, wusste schon Erich Kästner. Wer mehr will, als die Alltagsbewegung: Für die Wahl einer Sportart ist es vor allem wichtig, dass man Lust auf und Spaß an dieser Aktivität hat. Dann wird man auch langfristig dabeibleiben. Die Details sollte jeder Patient mit chronischer Erkrankung, bevor er/sie startet, unbedingt mit dem Arzt besprechen, ganz besonders, wenn eine Gewichtsreduktion geplant ist. Bei Psoriasis-Arthritis kann es beispielsweise sinnvoll sein, für sein Bewegungsprogramm die Auftriebskraft des Wassers zu nutzen. Auch für eine begleitende Ernährungsumstellung ist eine Fachberatung wichtig und sinnvoll. Das Gute ist, wer in Bewegung kommt hat oft auch mehr Lust auf gesunde Ernährung.

Quelle:
Redaktion hautstadt; “Physical Activity Guidelines for Americans – Be Active, Healthy, and Happy!”; U.S. Department of Health and Human Services, 2008; “Exercise”, https://www.psoriasis.org