Aktinische Keratosen

Aktinische Keratosen sind durch chronische Lichtschädigung verursachte Verhornungsstörungen der oberen Hautschicht. Sie werden heute als frühe Ausprägung von Hautkrebs (Spinalom) verstanden und entstehen durch chronische Exposition gegenüber UV-Licht.

Aktinische Keratosen

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Aktinische Keratosen sind durch chronische Lichtschädigung verursachte Verhornungsstörungen der oberen Hautschicht. Sie werden heute als frühe Ausprägung von Hautkrebs (Spinalom) verstanden und entstehen durch chronische Exposition gegenüber UV-Licht.

Weitere Faktoren:

  • Heller Hauttyp
    Aktinische Keratosen treten häufig bei hellhäutigen Menschen auf, die leicht einen Sonnenbrand bekommen.
  • Viel Sonne
    Berufsbedingt (z. B. Maurer) oder bei entsprechendem Freizeitverhalten.
  • Hohes Alter
    Die Entstehung aktinischer Keratosen verläuft sehr langsam über mehrere Jahrzehnte. Betroffen sind daher überwiegend ältere Menschen.
  • Gestörte Immunabwehr
    Patienten mit beeinträchtigter Immunabwehr – z. B. durch die Einnahme von Medikamenten – haben ein erhöhtes Risiko, aktinische Keratosen zu entwickeln.

Einzelne oder mehrere aktinische Keratosen finden sich an den so genannten „Sonnenterrassen“ des Körpers wie Stirn, Schläfen, Nase, Unterlippen, Wangen, Ohrmuscheln, Handrücken, Unterarme oder im Bereich der Glatze (Männer).
Hier bilden sich einzeln oder zumeist flächenhaft rote Flecken mit leichter Schuppung. Im Laufe der Zeit verdickt sich die Hornschicht weiter und gelblich-bräunliche Hornauflagerungen entstehen. Die Hautveränderungen fühlen sich rau wie Schmirgelpapier an. Sie sind zunächst nur klein, können aber 1 – 2 cm groß werden.

Aktinische Keratosen sollten grundsätzlich ärztlich behandelt werden. Die Diagnose kann vom Hautarzt häufig schon durch das genaue Ansehen und Tasten gestellt werden. Im Zweifelsfall wird eine kleine Hautprobe entnommen, die mikroskopisch untersucht wird. Heutzutage gibt es verschiedene chirurgische und äußerliche Behandlungsmöglichkeiten, die der Hautarzt je nach Ausdehnung und Lokalisation einsetzen kann. Die Entwicklung von aktinischen Keratosen lässt auf eine übermäßige Sonnenbelastung über einen längeren Zeitraum schließen, die oft bereits Jahrzehnte zurückliegt. Daher entwickeln sich häufig nach der Entfernung einzelner aktinischer Keratosen an anderen Hautarealen neue Läsionen. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist auch nach erfolgreicher Therapie zu empfehlen.

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