Pilzerkrankungen können verschiedene Bereiche der Haut betreffen, wie beispielsweise die Füße oder Hautfalten am Körper. Auch die behaarte Kopfhaut oder die Nägel können von Pilzinfektionen betroffen sein. Da das Spektrum der Verursacher sehr groß ist, kommen Hautpilzerkrankungen in entsprechend vielen Erscheinungsformen vor. Zu den häufigsten Pilzen auf der Haut zählen: Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze. Der häufigste Hautpilztyp, den die Labore in den Hautproben von Patienten finden, sind die Dermatophyten, die auch Fadenpilze genannte werden. Dermatologen und Mikrobiologen der Aristotles Universität Thessaloniki (Greece) haben in Nordgriechenland untersucht, welche Hautpilzerreger am häufigsten für Infektionen beim Menschen verantwortlich sind.
Die Forscher um Dermatologe A. Nasr werteten die Daten von 438 Patienten aller Altersstufen aus. Der größte Teil der gefundenen Erreger, knapp 60 Prozent, waren Dermatophyten. Bei fast 30 Prozent handelte es sich um Hefen (Sproßpilze) und der Rest entfiel auf Schimmelpilze. Unter den Fadenpilzen dominierten die Erreger von Fuß-, Nagel- und Leistenpilz (Trichophyton rubrum) sowie von Körper-, Nagel- oder Haarmykosen (Trichophyton mentagrophytes, Microsporum canis). Im Genital- oder Windelbereich finden sich häufig zu den Hefen (Sproßpilzen) zählende Erreger wie Candida albicans oder andere Candida-Arten. Unter den Schimmel-/Schlauchpilzen dominierten Fusarium- und Acremonium-Arten, die ebenfalls Haut- und Nägel befallen können.
Hautpilzinfektionen können sehr ansteckend sein. Das gilt für Kontaktpersonen, aber auch für weitere Regionen des eigenen Körpers. Wenn man den Verdacht auf eine Infektion mit einem Hautpilz hat, sollte man daher einen Arzt aufsuchen. Bei der Körperpflege sollte für die befallenen Stellen ein separates Handtuch zum Einsatz kommen. Dieses muss zudem täglich gewechselt und, ebenso wie Socken oder Bettbezüge, bei möglichst hohen Temperaturen (60/90 Grad) gewaschen werden. Einen Pilz endgültig loszuwerden, kann eine langwierige Angelegenheit sein, die vom Behandler einige Erfahrung erfordert. Je früher die Behandlung erfolgt, umso erfolgversprechender ist sie. Wird gar nicht behandelt, kann die Infektion chronisch werden.
Quelle:
Redaktion hautstadt; “Epidemiology of superficial mycoses in Northern Greece: a 4-year study”, Nasr, A., Vyzantiadis, T.A., Patsatsi, A., Louka, A., Ioakimidou, A., Zachrou, E., Chavale, A., Kalabalikis, D., Malissiovas, N. and Sotiriadis, D., Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology 2016, 30: 837–839. doi: 10.1111/jdv.13121