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Winterzeit ist Leidenszeit für Hautkranke: Basispflege richtig anwenden

In den kalten Wintermonaten benötigt unsere strapazierte Haut in der Regel mehr Pflege. Das gilt umso mehr für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.
2. Februar 2017

In den kalten Wintermonaten benötigt unsere strapazierte Haut in der Regel mehr Pflege. Das gilt umso mehr für Menschen mit chronischen Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Damit die Haut davon wirklich profitiert, gilt es bei der regelmäßigen Anwendung von Cremes und Lotionen zur Basispflege ein paar Dinge zu beachten. „Ganz wichtig ist es, dass man das richtige Präparat zur richtigen Zeit benutzt“, sagt Thomas Brückner, Apotheker beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „Wenn die betroffenen Hautpartien akut entzündet sind, sind fettreiche Cremes kontraproduktiv, weil sie die Haut eher verschließen und damit Entzündungen fördern können“, erklärt Brückner.

Der Apotheker rät Betroffenen deshalb dazu, auf entzündeten Hautbereichen eher Präparate mit einem geringen Fettanteil anzuwenden. „Wenn nötig“, so Brückner, „verschreibt Ihnen der behandelnde Arzt zusätzlich ein Kortisonpräparat gegen die Entzündungen.“ In entzündungsfreien Zeiten helfen dagegen rückfettende Cremes mit Zusätzen wie zum Beispiel Harnstoff. Die richtige Basistherapie hilft, die Funktion der Hautbarriere zu verbessern und Schwere und Dauer etwa von Neurodermitis-Schüben abzumildern. Basiscremes und -lotionen können so die Lebensqualität von Hautkranken deutlich verbessern, das betonen Dermatologen immer wieder. Welche Präparate in der individuellen Situation am besten geeignet sind, dazu lohnt es sich, seinen Arzt oder Apotheker im Detail zu befragen. Und auch wenn es draußen wieder wärmer wird, profitiert die Haut von einer konsequenten Basispflege, selbst wenn die Hautkrankheit im Moment zurückgegangen ist. Brückner rät: „Gehen Sie dabei nicht zu sparsam mit der Creme oder Lotion um. Geizen sollten Sie im Winter dagegen mit zu heißen Duschgängen und seifenhaltigen Duschmitteln, weil beides die Haut eher austrocknet.“ Und noch ein letzter Tipp vom Apotheker: Lotionen auf Wasserbasis können gut nach dem Waschen auf die noch feuchte Haut auftragen werden, fettreiche Cremes hingegen bitte nur auf der trockenen Haut verreiben. Es lohnt sich, sich für das tägliche Pflegeritual und damit für sich selbst Zeit zu nehmen.

Quelle:
Redaktion hautstadt; ots, BPI Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie