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Nagelpilz (Onychomykose)

Der Nagelpilz wird – wie der Fußpilz – in den meisten Fällen durch Dermatophyten (Fadenpilze) hervorgerufen. Wie alle Pilze, die Hauterkrankungen auslösen können, bevorzugen auch die Erreger des Nagelpilzes eine feuchte Umgebung. Deshalb gelten öffentliche Schwimmbäder, Saunen, Duschen und Umkleidekabinen von z.B. Fitness-Studios aber auch das familiäre Umfeld und Hotelzimmer als Hauptinfektionsquellen.

Nagelpilz (Onychomykose)

Nagelpilz

Der Nagelpilz wird – wie der Fußpilz – in den meisten Fällen durch Dermatophyten (Fadenpilze) hervorgerufen.

Wie alle Pilze, die Hauterkrankungen auslösen können, bevorzugen auch die Erreger des Nagelpilzes eine feuchte Umgebung. Deshalb gelten öffentliche Schwimmbäder, Saunen, Duschen und Umkleidekabinen von z.B. Fitness-Studios aber auch das familiäre Umfeld und Hotelzimmer als Hauptinfektionsquellen. Eine Infektionsgefahr ist auch bei allen Sportleihschuhen sowie beim Anprobieren von Schuhen im Schuhgeschäft gegeben. Weitere begünstigende Faktoren für die Entstehung von Nagelpilz sind beispielsweise vermehrtes Schwitzen und gestaute Feuchtigkeit in zu engen oder luftundurchlässigen Schuhen. Weil Pilze ein feuchtes Milieu bevorzugen, tritt der Nagelpilz wesentlich häufiger an den Zehennägeln als an den Fingernägeln auf.

In Deutschland leidet jeder Achte unter einer Nagelpilzinfektion. Jedoch erkrankt nicht jeder Mensch an Fuß- oder Nagelpilz, wenn er mit dem Erreger in Kontakt kommt. Erst unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. bei einer Vorschädigung des Nagels oder einer Verletzung der Nagelhaut, kommt es zu einer Pilzinfektion. Besonders gefährdet sind unter anderem die Fußnägel von älteren Menschen, Diabetikern sowie von Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die das Immunsystem schwächen (sog. Immunsuppressiva).

Nagelpilzerkrankungen heilen nie von selbst ab. Im Gegenteil: Wenn der Nagelpilz nicht behandelt wird, kann er sich im Laufe der Jahre weiter ausbreiten, den Nagel zerstören und weitere Nägel oder andere Hautbereiche infizieren. Deshalb sollten Nagelpilzerkrankungen in jedem Fall sorgfältig behandelt werden.

Tipps

Zur Vorbeugung von Fuß- und Nagelpilzinfektionen sowie zur Unterstützung der Behandlung sind begleitende Maßnahmen sinnvoll:

  • Tragen Sie Kleidung / Socken aus atmungsaktiven Materialien (z. B. Baumwolle).
  • Verhindern Sie zu viel Druck auf die Zehen, z. B. durch zu enges Schuhwerk.
  • Vermeiden Sie luftundurchlässiges Schuhwerk (z. B. Gummistiefel oder Schuhe aus Synthetik). Tragen Sie Lederschuhe und offene Schuhe.
  • Wechseln Sie Ihre Schuhe während des Tages und lassen sie die getragenen Schuhe gründlich austrocknen (ggf. mit Zeitungspapier ausstopfen, um so dem Leder die Feuchtigkeit zu entziehen).
  • In Schwimmbädern, Saunen, öffentlichen Duschen (z. B. im Fitness-Studio) oder im Hotelzimmer immer Badeschuhe tragen.
  • Nach dem Waschen Hände und Füße gründlich abtrocknen, insbesondere die Zehenzwischenräume.
  • Benutzen Sie immer ein eigenes Handtuch / Waschlappen und ein eigenes Nagelpflegeset (z. B. Nagelfeilen).Während der Behandlung einer Mykose die verwendeten Handtücher, Waschlappen und Socken täglich wechseln und bei mind. 60° C waschen. Bei empfindlichen Materialien empfiehlt sich ein Wäschedesinfektionsmittel.
  • Sorgen Sie für eine gute Durchblutung der Füße (z.B. durch Fußgymnastik, Wechselduschen).Stärken Sie Ihr Immunsystem durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung an frischer Luft.

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